ISRAEL—GEIST UND FLEISCH

Israel_-_Spirit_and_Flesh__Israel_-_Geist_und_Fleisch

ISRAEL – GEIST UND FLEISCH

Copyright Š 2009 Trumpet Ministries, Inc. All Rights Reserved

Zitate nach der Standard-Lutherbibel der Deutschen Bibelgesellschaft in der revidierten Fassung von 984

Übersetzt von Winfried Bostelmann, Stand: 26. Januar 2004

Es gibt drei fälschliche Annahmen und ein wahres biblisches Konzept der Beziehung zwischen der christlichen Kirche und dem „Israel", von welchem bei den hebräischen Propheten gesprochen wird. Laßt uns in dem wahren biblischen Konzept festbleiben. Das Kommen des Königreiches Gottes wird behindert, wenn wir irgendeine Trennung zwischen der christlichen Kirche und dem Volk und dem Land Israel akzeptieren. Laßt uns die mittlere Trennwand, die Satan und menschliche Selbstsucht geschaffen haben, zerstören. Laßt uns die Einheit von Jerusalem, von der Kirche der Erstgeborenen, von Zion, erkennen.

Wenn die Vollzahl der Nichtjuden in Christus, in den einen Ölbaum Gottes, eingepfropft worden ist, wird sich Gott ein weiteres Mal dem physischen Israel zuwenden, Seinen Geist auf die Juden ausgießend und sie in den einen Leib Christi, den einen Ölbaum, bringend. Das ganze Israel, alle jene, die durch Verheißung Christi gehören, wird gemeinsam in der geistlichen Erfüllung des Laubhüttenfestes zur Vollkommenheit gelangen.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Fälschliche Annahme: Das Christentum hat in erster Linie mit den Nichtjuden zu tun

Fälschliche Annahme: Das wahre Israel ist geistlich, und Gott hat keinen Plan für die Juden

Fälschliche Annahme: Es wird eine nicht-jüdische Kirche im Himmel und ein jüdisches Königreich auf der Erde geben

Das biblische Konzept

Das geistliche Israel vereint mit dem physischen Israel

Das Königreich Gottes und die geistliche Erfüllung der letzten drei Feste des Herrn

Das ganze Haus Israel

Schlußfolgerung

ISRAEL – GEIST UND FLEISCH

Einleitung

Es gibt drei fälschliche Annahmen und eine wahre biblische Konzeption der Beziehung zwischen der christlichen Kirche und dem „Israel", von welchem bei den hebräischen Propheten gesprochen wird.

Die drei fälschlichen Annahmen sind die folgenden:

Das Christentum ist in erster Linie eine nicht-jüdische Religion und hat wenig mit den Juden und der Nation Israel zu tun.

Das wahre Israel ist geistlich, bestehend aus den Gläubigen (zum größten Teil Nichtjuden) in Christus. Gott betrachtet die Juden und das geographische Jerusalem nicht länger als Israel seiend.

Es wird eine überwiegend nicht-jüdische Kirche im Himmel und ein jüdisches Königreich auf der Erde geben.

Eine Folge des ersten und des dritten dieser Standpunkte ist, daß, wenn die hebräischen Propheten sich auf „Israel" beziehen, sie fast immer das Volk und das Land Israel bezeichnen würden und nicht die christliche Kirche.

Es gibt eine Tendenz auf der Seite einiger jener, welche an diesen Vorstellungen festhalten, die Schriften des Alten Bundes in die Vergangenheit zu degradieren, so als ob sie heute wenig wenn überhaupt irgendeine Bedeutung hätten.

Die erste der fälschlichen Annahmen, daß die Christenheit vornehmlich eine nicht-jüdische Religion sei und wenig mit den Juden und der Nation Israel zu tun habe, ist nicht neu. Wir kennen nicht die historische Vorgeschichte des zweiten Standpunktes, daß das wahre Israel geistlich sei, bestehend aus den Gläubigen (zum größten Teil Nichtjuden) in Christus, aber ohne Zweifel ist auch er von Christen eine Zeitlang vertreten worden.

Die dritte, daß es eine vornehmlich nicht-jüdische Kirche im Himmel und ein jüdisches Königreich auf der Erde geben wird, mag aus dem Dispensations-Modell biblischer Interpretation resultiert sein.

Es kann sofort bemerkt werden, daß Satan sich kräftig bemüht, wie durch eine jede dieser fälschlichen Annahmen bewiesen, einen Keil zwischen den nicht-jüdischen Gläubigen und den Juden aufrechtzuerhalten. Jeder der Standpunkte hält die nicht-jüdischen Gläubigen in Christus und die Nation Israel und das geographische Jerusalem auseinander. Diese Vorstellungen enterben uns nicht-jüdische Christen von der Stadt Jerusalem – der einzigen Stadt auf der Erde, welche Gott für Seine Auserwählten erwählt hat.

Heutzutage ist das Jerusalem auf der Erde mit ihren Kindern in geistlichen Fesseln. Aber die hebräischen Propheten lehren uns, daß Jerusalem wiederhergestellt werden wird und daß Christus von dort regieren wird (Jeremia 3, 17).

Laßt es für ewig gegründet sein, daß wir, die wir Christus angehören, unser Erbteil in Jerusalem, in Israel, haben, und daß wir von niemanden enterbt werden. Obgleich wir einst nicht ein Volk waren, gehören wir jetzt zum Hause Gottes. Der Herr Jesus wird nichts abseits von uns tun, weil wir Sein Leib, Seine Fülle, sind.

Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. (Epheser 1, 22-23)

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,... (Epheser 2, 19)

Satan begreift, daß, wenn die nicht-jüdischen Christen mit Israel zusammengeführt worden sind, das Königreich Gottes bereitet ist, auf der Erde gegründet zu werden.

Was ist nun die wahre biblische Konzeption?

Die wahre biblische Konzeption ist, daß Israel eins ist. Es ist eine Herde und ein Hirte. Es ist ein Leib Christi. Es ist eine Braut des Lammes. Es ist ein Königreich Gottes. Es ist ein neues Jerusalem. Es gibt nur eine christliche Kirche, eine Kirche des Gesalbten, Christi. Wie könnten da zwei sein?

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem (jüdischen) Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. (Joh. 10, 16)

Von dem einen neuen Menschen sprechend (Juden und Nichtjuden in Christus – Epheser 2, 15):

Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. (Epheser 4, 4-6)

Wird sich Gott wieder zu den Juden wenden und ein natürliches Königreich wiederherstellen?

Werden das Gesetz des Mose und die Tieropfer den Platz des Herrn Jesus einnehmen, nun da Er, Der beides in Sich selber erfüllt hat, gekommen ist?

Hat der wiederauferstandene Jesus zwei Bräute, eine nicht-jüdische und geistliche und die andere jüdisch und physisch? Wo spricht die Schrift von zwei Bräuten des Lammes?

Laßt uns zuerst beweisen, daß jede der drei fälschlichen Annahmen unbiblisch ist, und dann werden wir die wahre biblische Konzeption besprechen.

Fälschliche Annahme: Das Christentum hat in erster Linie mit den Nichtjuden zu tun

Es wird vermutet, daß dieser unglückselige Standpunkt in den frühen Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung entstanden ist. Als viele Europäer zum christlichen Glauben geführt wurden, begann man, die Juden mit Argwohn als die Mörder Gottes zu betrachten. Diese Einstellung ist zum größten Teil für die brutale Verfolgung verantwortlich gewesen, welche die Juden durch die Hände der Nichtjuden durch die Geschichte hindurch erfahren haben.

Es ist nicht ungewöhnlich, heutige Christen zu hören, die der Meinung Ausdruck verleihen, daß Gott besondere himmlische Segnungen für nicht-jüdische Gläubige habe, wohingegen die Juden verdammt seien, während der Herrschaft des Antichristen und der großen Bedrängnis zu leiden.

Von den Schriften des Neuen Testamentes her, ebenso wie von der Logik, ist es leicht zu beweisen, daß ein solcher Standpunkt ohne jegliche Unterstützung ist. Es gibt dort nicht eine einzige Passage, welche aussagt, daß der Leib Christi in einen nicht-jüdischen und in einen jüdischen Zweig geteilt werden wird, und daß der nicht-jüdische Zweig von Gott auserwählt ist und in den Himmel aufgehoben werden wird, während der jüdische Zweig zurückgelassen wird, um auf der Erde zu leiden.

Warum predigen wir, was nicht eindeutig in der Heiligen Schrift gefunden wird, sogar das, was gegen die Lehre der Propheten und Apostel ist? Warum predigen wir Traditionen und Fabeln anstelle des Wortes Gottes?

So etwas wie eine „nicht-jüdische Kirche" gibt es nicht. Das Christentum war im Ursprung jüdisch und wird in der Erfüllung jüdisch sein.

Der neue Bund kann nicht mit Nichtjuden geschlossen werden, sondern nur mit dem Haus Israel.

Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen,... (Hebräer 8, 10)

Um unter den neuen Bund zu fallen, muß ein Nichtjude Teil des Hauses Israel werden. Wir Nichtjuden werden durch unsere Verbindung mit Christus Teil Israels. Weil wir ein Teil Christi sind, sind wir der eine Same Abrahams, der Same, welcher durch Verheißung ist.

Genauso wie Asenat die Ägypterin ein Teil von Josef war, und ihre Kinder von Jakob als Stämme in Israel beansprucht wurden, so ist es wahr, daß wir, als ein integraler Teil Christi, dadurch lebend, daß wir Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken, von dem einen Samen Abrahams sind.

Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: „und deinem Nachkommen" (1. Mose 22, 18), welcher ist Christus. (Galater 3, 16)

Der eine Same Abrahams sind nicht die physischen Juden. Der eine Same Abrahams ist Christus.

Wenn die so genannte nicht-jüdische Kirche ein besonderes „Geheimnis" wäre, wie es gelehrt wird, und die Verheißung an Abraham, daß Sein Same die Nationen der Erde segnen sollte, an die physischen Juden gerichtet wäre, warum legt dann Paulus dar, daß das Gesetz gegeben worden ist, bis der wahre Same kommen sollte?

Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar ist es von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers. (Galater 3, 19)

Wenn die physischen Juden der Same Abrahams wären und Christus und jene, welche in Ihm sind, ein anderer Same Abrahams, dann gäbe es zwei Samen und nicht einen Samen, und die Schriften des Paulus würden als im Irrtum seiend befunden werden.

Wenn wir dem Herrn Jesus gehören, dann sind wir Abrahams Same und Teil Christi. Wir sind der Leib Christi. Es gibt keinen anderen Samen Abrahams. Wenn es ihn gäbe, wären die Schriften des Paulus nicht biblisch.

Es gibt nur den einen Ölbaum. Der Ölbaum ist Christus. Einige der Juden wurden wegen ihres Unglaubens aus Christus ausgebrochen. Wir Nichtjuden wurden durch den Glauben in den einen Ölbaum eingepfropft. Es gibt keinen nicht-jüdischen Ölbaum.

Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,... (Römer 11, 17)

Bedenke: der Ölbaum, der wahre „Weinstock", ist Christus. Der Ölbaum ist Israel; nicht das physische Israel, sondern Christus und jene, welche Teil von Ihm sind.

Nun, wenn wir Nichtjuden in Christus, in den einen Ölbaum, eingepfropft wurden, wie kann es dann wahr sein, daß es eine nicht-jüdische Kirche gibt? Gott wandte sich nicht dem wilden Ölbaum zu und segnete ihn. Gott schnitt uns aus dem wilden, nicht-jüdischen Baum heraus und pfropfte uns in Israel, in Christus, in die gesalbte königliche Priesterschaft, ein. Wie kann es denn – nach den Schriften des Paulus – eine nicht-jüdische Kirche geben?

Wenn die Vollzahl der Nichtjuden in Christus, in den einen Ölbaum Gottes, eingepfropft worden ist, wird sich Gott ein weiteres Mal dem physischen Israel zuwenden, indem Er Seinen Geist auf die Juden ausgießt und sie in den einen Leib Christi, den einen Ölbaum, bringt. Ganz Israel, alle jene, welche durch die Verheißung Christi gehören, wird in der geistlichen Erfüllung des Laubhüttenfestes zusammen zur Vollkommenheit gelangen.

Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum. (Römer 11, 24)

Die Patriarchen Israels können nicht abseits von uns Christen vollkommen gemacht werden.

Weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden. (Hebräer 11, 40)

Die Patriarchen, Propheten und Heiligen Israels werden gemeinsam mit uns Christen in der ersten Auferstehung von den Toten auferweckt werden. Die erste Auferstehung von den Toten ist das ins-Leben-bringen des Heeres Christi, der königlichen Priesterschaft. Die Erstlingsgarbe der Auserwählten Gottes wird gemeinsam in vollendetes geistliches Leben gebracht werden, entsprechend der Vorsehung und Gnade Gottes.

Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. (Offenbarung 20, 6)

Einst waren wir Nichtjuden Fremde und Ausländer ohne Gott, ohne Hoffnung. Aber nun sind wir durch Christus zu einem Teil Israels, einem Teil des Auserwählten Gottes, gemacht worden.

Daß ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi. (Epheser 2, 12-13)

Das Heil kommt immer von den Juden. Das Evangelium ist das Brot der Kinder und gehört zuerst den Juden.

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. (Römer 1, 16)

Daran festzuhalten, daß das Evangelium Christi in seinem Charakter nicht-jüdisch sei, bedeutet eher, auf die Tradition zurückzugreifen als auf die Heilige Schrift.

Der Herr Jesus ist der Weinstock. Wir sind durch die Wiedergeburt die Reben. Der wahre Jude ist nicht der, der von jüdischen Eltern geboren worden ist. Der wahre Jude ist der, der in dem Weinstock, welcher Christus ist, wiedergeboren worden ist.

Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott. (Römer 2, 28-29)

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. (Johannes 3, 3)

Es ist nutzlos, die Möglichkeit zu diskutieren, daß Gott nochmals ein jüdisches Königreich Gottes auf Erden unterstützen könnte. Es wird niemand, ob Jude oder Nichtjude, jemals das eine Königreich Gottes sehen oder betreten, bis er oder sie von Christus wiedergeboren worden ist.

Christus, welcher das fleischgewordene Wort Gottes ist, hat keinerlei die Absicht, eine adamistische Braut zu heiraten. Die Braut Christi ist menschlich aber ebenso von Gott geboren worden, genauso wie der Herr Jesus Gott ist aber ebenso von einem Menschen geboren worden ist.

Das wahre Israel, Gottes Auserwählter, ist immer durch Verheißung, niemals durch Fleisch.

Auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine Kinder. Sondern nur „was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden" (1. Mose 21, 12), das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine Nachkommenschaft anerkannt. (Römer 9, 7-8)

Isaak war nicht der Same Abrahams, weil er von Abraham geboren wurde, sondern, weil Gott Abraham versprochen hatte, daß er geboren werden sollte. Das Erbe kommt durch die geistliche Verheißung, nicht durch die natürliche Geburt. Das Göttliche Heil kommt nicht durch Fleisch und Blut, sondern durch die vorherbestimmte Gnade Gottes in Christus.

Das gleiche gilt laut Gottes Verheißung in den Propheten auch für uns Nichtjuden.

Es wird aber die Zahl der Israeliten sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zählen kann. Und es soll geschehen, anstatt daß man zu ihnen sagt: „Ihr seid nicht mein Volk", wird man zu ihnen sagen: „O ihr Kinder des lebendigen Gottes!" (Hosea 2, 1; Anmerkung des Übersetzers: Im Originaltext des Autors steht als Quellenangabe Hosea 1, 10)

Zur selben Zeit will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und, was abgebrochen ist, wieder aufrichten und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist, damit sie in Besitz nehmen, was übrig ist von Edom, und alle Heiden, über die mein Name genannt ist, spricht der HERR, der solches tut. (Amos 9, 11-12)

Durch den Herrn Jesus sind wir Nichtjuden ein integraler Teil Israels.

Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, daß er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel. (Apostelgeschichte 9, 15)

Gott offenbarte Petrus, daß Er die auserwählten Nichtjuden annehmen würde.

Und er sprach zu ihnen: Ihr wißt, daß es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, daß ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll. (Apostelgeschichte 10, 28)

Die auserwählten Nichtjuden sind daher nach der Verheißung Gottes geboren und nicht durch das Fleisch. Das Erbe kann nicht durch das Fleisch kommen, sondern nur durch Gnade – durch die Vorsehung und Erwählung Gottes. Das wahre Israel ist durch Verheißung, nicht durch natürliche Geburt.

Als das die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und alle wurden gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren. (Apostelgeschichte 13, 48)

Dies gilt ebenso für die Auserwählten der Juden. So viele wie, durch die Gnade Gottes, zum ewigen Leben bestimmt worden sind, sind die Kinder der Verheißung. Denn der Bund Gottes ist niemals durch das Fleisch, sondern durch Verheißung.

Damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit. Dazu hat er uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. (Römer 9, 23-24)

Das Heil kam in der Stadt Jerusalem zum Leben. Christus stand in der Stadt Jerusalem von den Toten auf. Der Heilige Geist fiel zuerst in der Stadt Jerusalem nieder. Die erste große Erweckung, wie im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte beschrieben, fand in der Stadt Jerusalem statt. Die Apostel waren Juden. Die Verfasser des Neuen Testamentes waren Juden. Die Namen im Fundament der Mauer und auf den Toren des neuen Jerusalems sind alles jene von Juden. Die Christenheit ist in erster Linie ein jüdisches Heil und danach ein nicht-jüdisches Heil.

Die hebräischen Propheten sprachen von dem Heil, welches kommen sollte. Die Propheten sprachen nicht zum physischen Israel, sondern zu den Christen (den Juden zuerst und danach den Nichtjuden).

Ihnen (den hebräischen Propheten) ist offenbart worden, daß sie nicht sich selbst (den physischen Israeliten), sondern euch (den Christen – Juden und Nichtjuden) dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, - was auch die Engel begehren zu schauen. (1. Petrus 1, 12)

War Petrus, ein Jude, inspiriert, die Heilige Schrift zu schreiben? Wenn dem so ist, warum glauben wir ihm nicht? Warum sagen wir, daß die Propheten zum physischen Israel sprachen, wenn doch der Apostel Paulus erklärte, daß sie nicht an das physische Israel schrieben, sondern an das Israel, welches durch Christus wiedergeboren worden ist.

Wie können wir dann zwischen der Nation Israel und der christlichen Kirche trennen, indem wir sagen, daß die christliche Kirche nicht-jüdisch sei? Solch eine Trennung ist völlig unbiblisch und unlogisch. Die christliche Kirche ist der Leib Christi – der eine Ölbaum Gottes.

Der ursprüngliche Leib Christi setzte sich aus orthodoxen Juden zusammen. Zu welchem Zeitpunkt wurde der Leib Christi nicht-jüdischen Charakters?

Das Christentum ist eine jüdische Religion. Das Heil kommt von den Juden. Die auserwählten Nichtjuden sind durch die Bestimmung Gottes hinzugefügt worden.

Der Leib Christi ist das „Israel" Jesajas und der anderen Propheten.

Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will. (Jesaja 49, 3)

Es gibt im Alten Testament viele Verse, welche offensichtlich betreffs des Volkes und Landes Israel sprechen. Diese dürfen nicht immer vergeistigt und für die christliche Kirche geltend gemacht werden. Aber die Verse, welche sich eindeutig auf die auserwählten Heiligen des messianischen Königreiches beziehen, solche wie Jesaja 49, 3 (siehe oben), sind in erster Linie nicht an die physischen Juden gerichtet.

Paulus betrachtete die christliche Kirche, den Leib Christi, als einen neuen Menschen, einen Tempel Gottes, bestehend aus den auserwählten Juden und Nichtjuden. Paulus lehrte, daß der Herr Jesus Christus die mittlere Trennwand zwischen Jude und Nichtjude niedergerissen und einen neuen Menschen geschaffen hat. Der neue Mensch in Christus – Haupt und Leib.

Hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache... (Epheser 2, 15)

Es ist keine Wahrheit in der Lehre, daß die christliche Kirche nicht-jüdisch im Charakter sei und wenig mit den Juden und der Nation Israel zu tun habe. Die Juden und die Nation Israel offenbaren das irdische Wirken Gottes – ein irdisches Wirken, das den Kelch vorbereitete, in welche das Heil ausgegossen wurde.

Da die Gaben und Berufungen Gottes ohne Reue sind, wird sich Gott, nachdem Er sein Volk durch die Gabe Seines Geistes an die Nichtjuden zur Eifersucht gereizt hat, noch einmal dem Land und dem Volk Israel zuwenden, ihnen Sein Heil in Christus gebend. Dies ist es, was Paulus lehrte (vergleiche das elfte Kapitel des Römerbriefes). Es ist die Sichtweise des Autors, daß diese Zuwendung Gottes bereits begonnen hat, und nun ist es für uns christliche Nichtjuden Zeit, die Schuld zurückzuzahlen, welche wir Petrus, Johannes, Paulus und den anderen Juden, die uns unser Wissen über das Heil in Christus gegeben haben, schulden.

Fälschliche Annahme: Das wahre Israel ist geistlich, und Gott hat keinen Plan für die Juden

Es gibt heutige christliche Lehrer, welche die Vorstellung vorbringen, daß das wahre Israel die christliche Kirche sei, und daß Gott keine Absicht hat, nochmals zu dem Land und dem Volk Israel zurückzukehren. Es ist möglich, solch ein Mißverständnis von Paulus' Aussage abzuleiten, daß der wahre Jude nicht der äußerliche, sondern der inwendige sei, und daß die Beschneidung die des Herzens sei und nicht die des Fleisches.

Aber solche Lehrer ignorieren die Heilige Schrift, sowohl das Alte Testament als auch das Neue, welche den Erlöser als aus Zion kommend und die Gottlosigkeit von Israel abwendend schildert.

Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59, 20; Jeremia 31, 33): „Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob. (Römer 11, 25-26)

Gott hat Sein ursprüngliches Volk nicht vergessen. Er hat verheißen, Sich ihnen noch einmal zuzuwenden. Gott wird Seinen Geist auf die Juden ausgießen, wie Er es im ersten Jahrhundert tat. Dann werden sie sich zu dem Herrn wenden, indem sie „auf einmal" wiedergeboren werden. Die Nation Israel wird wiedergeboren sein und in den Leib Christi gebracht werden.

Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren. (Jesaja 66, 8)

Aber, so mag man nun protestieren, Gott kann Menschen nicht ohne eine konzentrierte, systematische Anstrengung der christlichen Kirchen und Arbeiter retten!

Kann Er nicht? Denke daran, wie Saulus von Tarsus verwandelt wurde. Denke an Gottes Wirken in Wales, in Nagaland, in Indonesien und in anderen Gebieten, wo der souveräne Geist Gottes herabgekommen ist und tausende von Seelen in das Königreich hineinspülte. Das Heil kommt vom Herrn. Gott rettet wen Er will, wann Er will. Unser Teil ist es, in dem uns zugeteilten Maß treu zu dienen. Gott errettet dann nach Seiner eigenen Vorsehung, Gnade und Kraft.

So lange bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden. (Jesaja 32, 15)

Gott segnet Israel, nicht nach dem Willen des Menschen, sondern nach Seinem eigenen souveränen Willen und Seinen Absichten. (Es gibt eine Verbindung zwischen göttlichem Verhalten und dem Göttlichen Segen und zwischen Gebet und dem Göttlichen Segen, aber wir werden diese Beziehungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht behandeln.)

Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen. (Sacharja 12, 10)

Gott hat verheißen, Sich noch einmal dem Volk von Israel zuzuwenden, und Er hat bereits damit begonnen. Das Evangelium ist der Kinder Brot. Noch einmal bringt der Geist Christus zu den Juden.

Die Tür wird für die Nichtjuden offengehalten werden, während das Zeugnis des Evangeliums vom Königreich den Nationen in der Kraft des Spätregens geboren wird. Währenddessen führt Gott historische Ereignisse herbei, welche in der Errettung der Juden gipfeln werden.

Schließlich wird der große Sohn Davids in der Stadt Jerusalem zum König gekrönt werden. Wir, die wir Glieder Seines Leibes sind, werden mit Ihm dort sein, weil wir immer mit dem Herrn zusammen sein werden.

Das geistliche Leben Zions wird in den Himmeln vollkommen gemacht. Wir Christen, ob wir nun als Jude oder Nichtjude geboren wurden, sind von dem Zion in den Himmeln. Dort werden die Geister der Gerechten vollendet.

Und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten (rechtschaffenen) Gerechten... (Hebräer 12, 23)

Sobald die Heiligen vollendet worden sind, wird das Leben des himmlischen Zion auf Jerusalem heruntergehen, und das ganze auserwählte Israel wird in dem Herrn mit einem ewigen Heil errettet werden. Das himmlische Jerusalem ist das geistliche Gegenstück zu dem Jerusalem auf der Erde. Eines Tages wird Christus kommen. Zu jener Zeit wird der Lebensgeist Gottes, der Geist des himmlischen Jerusalems, in das Jerusalem auf Erden eintreten. Dann wird dort eine Herde sein und ein Hirte – Christus.

Das Eintreten des Herrn in Sein Israel ist die geistliche Erfüllung des Laubhüttenfestes. Die Auserwählten Gottes, gleich ob jüdisch oder nicht-jüdisch von physischer Geburt, werden von den Toten auferweckt und mit Christus nach Jerusalem gebracht werden. Von Jerusalem aus werden sie alle Nationen der geretteten Völker der Erde regieren, denn sie bilden die herrschende Priesterschaft.

Fälschliche Annahme: Es wird eine nicht-jüdische Kirche im Himmel und ein jüdisches Königreich auf der Erde geben

Unserem Verständnis nach ist diese Position durch den Versuch aufgekommen, die Lehre von der „Entrückung" vor der Trübsal als der Heiligen Schrift entsprechend erscheinen zu lassen. Es ist schwierig, das Ausmaß der Verwirrung einzuschätzen, welches durch solch einen Glauben herbeigeführt worden ist. Es hat dazu gedient, die nicht-jüdischen Gläubigen von den Schriften der Propheten abzuschneiden. Jesaja, Jeremia, Daniel und Joel werden als zu dem physischen Israel und nicht zu den Gliedern des Leibes Christi sprechend betrachtet.

Währenddessen wird das Schicksal der nicht-jüdisch Gläubigen als im Himmel befindlich verstanden, wo sie in Wohnungen leben werden (ein Glaube, welcher durch eine irrige Interpretation von Johannes 14, 2 aufgetreten ist). Eine solche Vorstellung schafft die Wichtigkeit des Kommens des Königreiches Gottes auf die Erde ab.

Gemäß der Lehre der Reichskirchen-Teilung wird die „nicht-jüdische Kirche" gemeinsam mit dem Heiligen Geist in den Himmel emporgehoben werden, während die Juden, ohne den Heiligen Geist, zurückgelassen werden, um das Evangelium vom Königreich zu predigen.

Der Antisemitismus der Reichskirchen-Lehre ist offensichtlich. Gott liebt die Nichtjuden so sehr, so daß Er nicht zulassen wird, daß sie leiden. Aber Gott sorgt sich nicht darum, wie sehr die Juden leiden. Ist dies biblisch? Kannst Du dir vorstellen, wie die Juden versuchen, das Evangelium vom Königreich im Angesicht des Antichristen ohne den Heiligen Geist zu predigen?

Es gibt natürlich nur das eine Königreich Gottes, des Himmels. Das eine Königreich Gottes wird zusammen mit dem König vom Himmel herabkommen, und dann wird Gottes Wille auf der Erde getan werden. Dies ist es, was die Heilige Schrift, sowohl das Alte als auch das Neue Testament, lehren. Was heutzutage angeboten wird, hat die Konzeption vom Königreich Gottes aus den Köpfen der Christen entfernt. Das ursprüngliche Evangelium vom Königreich Gottes ist in eine Flucht in den Himmel, um Satan und seinem Antichristen zu entkommen, verändert worden.

Es ist nicht die Vergebung der Gläubigen, welche eine Bedrohung für Satans Herrschaft über die Menschheit darstellt. Vielmehr ist es das Königreich Gottes, die tatsächliche Ausübung von Gottes Willen auf der Erde, welche das Ende von Satans Herrschaft markiert.

Die hebräischen Propheten, Johannes der Täufer, der Herr Jesus und die Apostel des Lammes predigten das Evangelium vom Königreich Gottes. Was ist es, das das ursprüngliche Evangelium vom Königreich aus dem Verständnis, dem Glauben und der Hoffnung von Gottes Volk entfernt hat? Was ist es, das das Kommen Christi in Sein Königreich in eine Flucht in das geistliche Reich verändert hat?

Es ist die Lehre, daß das Königreich Gottes für die Juden sei, wohingegen die christliche Kirche, der Leib Christi, in den Himmel zu einem unbekannten Geschick weggetragen wird – einem Geschick, welches nicht bei den hebräischen Propheten gefunden wird. Dies ist der Trugschluß, der das Evangelium Christi von der Hoffnung auf Erlösung der Gefangenen der Erde in einen absolut unbiblischen Exodus in das geistliche Reich verändert hat.

Wenn die gegenwärtigen christlichen Lehren die Wahrheit Gottes wären, dann wäre der physische Tod der Freund und nicht der Feind des Heiligen (1. Korinther 15, 26). Unser Ziel wäre ein friedvoller Tod, nicht aber eine triumphale Wiederauferstehung.

Der Feind, Satan, hat es dahin gebracht, das christliche Evangelium bis dahin zu korrumpieren, daß es nur wenig Beziehung zwischen dem Glauben an Christus und einem rechtschaffenen Verhalten gibt. Die Fähigkeit des Feindes ist unterschätzt worden. Während die Gläubigen nach einer Flucht in den Himmel, um dem Antichristen zu entfliehen, Ausschau halten, ist es dem Antichristen gelungen, sie ihrer Fähigkeit zu berauben, Gott in Gerechtigkeit, Heiligkeit und Gehorsam zu dienen.

Der ganze Sinn der Schaffung der christlichen Kirche besteht darin, das Praktizieren von Gerechtigkeit auf die Erde zu bringen. Das Etablieren von Gottes Willen auf Erden kann sich nur begeben, indem eine rechtschaffene Kirche geformt ist. Wenn eine rechtschaffene Kirche geformt worden ist, dann wird der Herr Jesus wiederkommen, Seine Kirche mit Sich bringend, und Gerechtigkeit auf der Erde aufrichten.

Nun können wir verstehen, warum sich der Satan so konzentriert bemüht, einen Keil zwischen die Juden und die Nichtjuden zu treiben, indem er die Nichtjuden in dem unbiblischen Gedanken läßt, daß sie in das geistliche Reich gebracht werden, um dort für immer zu leben. Sie werden nicht nur in Wohnungen gebracht, um dort für immer zu leben, alles, was sie benötigen, um dorthin zu gelangen, ist ein Glaubensbekenntnis an den Herrn Jesus abzugeben. Für sie gibt es keinen fundamentalen Bedarf, eine neue Kreatur rechtschaffenen Verhaltens zu werden. Wenn dies tatsächlich das Evangelium vom Königreich Gottes wäre, so würden Gerechtigkeit und Gericht niemals auf die Erde kommen. Die hebräischen Propheten hätten umsonst gesprochen.

Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte (Gerechtigkeit gründe); und die Inseln warten auf seine Weisung. (Jesaja 42, 4)

Laß es ein für alle Mal entschieden sein: Es gibt nur ein Königreich Gottes, ein Königreich des Himmels. Das Königreich wurde zu Beginn des christlichen Zeitalters gepredigt. Das Evangelium vom Königreich wird ebenso am Ende des christlichen Zeitalters gepredigt werden (Matthäus 24, 14), aber nicht durch Juden, welche nicht durch den Geist Gottes wiedergeboren worden sind. Es werden die Geist-erfüllten Heiligen Gottes sein, sowohl jüdische als auch nicht-jüdische, die das gewaltige Zeugnis der letzten Tage tragen werden.

Würde Gott bis zur hoffnungslosesten, zur drückendsten Stunde der Weltgeschichte warten und dann den Nationen Zeugnis durch physische Juden geben, die nicht den Heiligen Geist haben, der ihnen hülfe? Dies ist es, was heutigentags von vielen – vielleicht der Mehrheit – der christlichen Prediger und Lehrer gelehrt wird.

Die Heilige Schrift lehrt, daß der Herr Jesus mit Seinen Auserwählten, Seinen Heiligen in Seinem Königreich erscheinen wird. Dann wird Jerusalem mit Herrlichkeit erfüllt werden. Dann werden die Nationen der Erde mit Gerechtigkeit regiert und gerichtet werden. Dies ist die Gute Nachricht des Kommens des Königreiches des Herrn Jesus Christus – eine gute Nachricht für die Juden und eine gute Nachricht für die demütigen der nicht-jüdischen Nationen.

Durch die Jahrhunderte des christlichen Zeitalters hindurch sind die Juden, die stets im Mittelpunkt des christlichen Evangeliums hätten stehen sollen, mit Verachtung und Haß behandelt worden. Als die Christen versucht haben, die Juden zu evangelisieren, geschah dies mit der Vorstellung, daß die Juden in geistlicher Dunkelheit wären, keinerlei Anteil an Gott habend. Um ein Christ zu werden, mußte der Jude ein Nichtjude werden.

Da der Jude richtigerweise keinen Grund sieht, warum er seine Religion und Kultur verlassen sollte, um dem Gott seiner Väter zu gefallen, hat das Evangelium Christi nicht die Frucht hervorgebracht, welche sich ergeben hätte, wenn das Evangelium den Juden als ihre eigene Religion, ihr eigenes Brot, ihr eigenes Heil und ihr eigenes Königreich präsentiert worden wäre – als die Fortführung der Offenbarung des Herrn ihnen gegenüber.

Das richtige Herantreten an einen Juden ist, daß wir nicht-jüdischen Außenseiter bereit sind, ihm seinen Christus, sein Brot zu geben. Der Jude braucht rein gar nichts zu verlassen. Es ist sein „Baum". Er ist der „natürliche" Zweig. Es sind wir Nichtjuden, die aus unserem Baum herausgebrochen und in Israel eingepfropft werden müssen.

Die Juden hassen die Christen, und dies mit gutem Grund. In vielen Fällen haben die christlichen Kirchenväter die Juden als die Feinde Gottes betrachtet. Wir haben sie von ihrem eigenen Tisch, ihrem eigenen Christus, vertrieben, so als ob Jesus ein Nichtjude und der Leib Christi eine nicht-jüdische Einrichtung wäre.

Heutzutage bewegt sich eine aufrichtige Liebe für die Juden durch die Reihen der Christen. Dies ist der Beginn, daß sich der Herr den Juden wieder zuwendet.

Unter Berücksichtigung der barschen Art und Weise, in welcher die Christen historisch das Evangelium Gottes eigenem Volk präsentiert haben, kommen die heutigen Frommen mit Liebe zu Israel – nicht mit dem Evangelium als solchem, aber mit Sorge für ihre materiellen Umstände. Viele nicht-jüdische Christen haben einen guten Eindruck bei vielen Juden im Lande Israel hinterlassen. Es ist notwendig, daß diese heilende Liebe als ein erster Schritt in der Wiederherstellung der Juden zur Fülle des Segen Gottes in Christus kommt.

Wir meinen hierbei nicht, daß die Christen sich bemühen, das Vertrauen der Juden zu gewinnen, so daß sie diese dann konvertieren können. Dies wäre ein Akt des Verrates, der Täuschung. Wir meinen vielmehr, daß die Christen Liebe zeigen um der Liebe willen, es Jesus ermöglichend, zu den Juden zu Seiner eigenen Zeit und Art und Weise zu kommen.

Es gibt einen Geist des Leute-Bekehren unter Christen, der nicht von Gott, sondern vom Fleisch ist. Es ist dieser Geist des Leute-Bekehren, des Bauens von Institutionen, welcher das revitalisierende Leben vom Himmel in einen fleischlichen, manchmal kriegslustigen Versuch verwandelt hat, Mitglieder für sein eigenes Programm zu gewinnen. Es ist der Geist des Leute-Bekehren, nicht der Geist Gottes, der den Juden mit Zorn erfüllt, während er versucht, seine eigene Religion, Kultur und Rasse zu bewahren.

In der gegenwärtigen Stunde ruft Gott die Juden aus den verschiedenen Nationen, unter welche sie verstreut worden sind, heraus. Der Geist Gottes führt die Juden in Vorbereitung der verheißenen Ausgießung des Geistes Gottes über sie zurück nach Israel.

Die Rückkehr der Juden in das Land Israel kommt von Gott. Der Geist Gottes hat zu einer Anzahl von frommen Christen bezüglich des Göttlichen Planes gesprochen, die Juden in ihr eigenes Land zurückzubringen, sie zu der Nation Israel hinzufügend.

Die gegenwärtige Bewegung darf nicht mit dem Großen Auftrag verwechselt werden, die Nationen der Erde zu lehren. Vielmehr ist es eine souveräne Bewegung Gottes des Herrn, um in Erfüllung der Worte der Propheten die Juden wieder in ihr eigenes Land einzusetzen.

Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man nicht mehr sagen wird: „So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!", sondern: „So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel herausgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte." Und sie sollen in ihrem Lande wohnen. (Jeremia 23, 7-8)

Verschiedene Passagen der Heiligen Schrift sprechen von der Rückkehr der Juden aus den Nationen, in welche sie gegangen sind – Nationen, welche in einigen Fällen die Juden gefangenhalten. In der gegenwärtigen Stunde halten einige Länder die Juden vom Emigrieren ab. Alle Christen müssen beten, daß Gott Sein Wort erfüllen wird, indem Er die Juden aus den Nationen, die sie gegen ihren Willen festhalten, herausführt.

Heute ist die Zeit für die Rückkehr der Juden in ihr Land. Die Juden kehren in Erfüllung der Propheten nach Israel zurück. Die Wüste blüht auf wie die Rose.

Gott bereitet alle Nationen, besonders die Nation Israel, für die Ereignisse der letzten Tage vor. Obwohl die Rückkehr der Juden nach Israel nicht Teil des christlichen Großen Auftrages zu sein scheint, ist ihre Rückkehr nichtsdestotrotz von Königreichs-Bedeutung. Die Wiederherstellung der Nation Israel wurde von den Propheten Israels vorausgesagt. Es wird exakt wie geschrieben geschehen. Wehe der Nation, welche versucht, die Juden zu hindern, während sie nach Hause zurückkehren!

Das Kommen des Königreiches Gottes auf die Erde steht vor der Tür. Das Königreich Gottes ist das Eintreten des gerechten geistlichen Lebens in die physische Welt.

Das biblische Konzept

Israel ist der Knecht des Herrn. Israel ist Gottes Überwinder, Gottes Krieger. Israel ist die einzige Kirche Gottes.

Israel ist durch Verheißung. Der wahre Same Abrahams ist Christus. Wir, die wir zu Christus gehören, sind der eine wahre Same Abrahams. Es gibt keinen anderen Samen Abrahams als Christus und solche, die ein integraler Teil von Ihm sind.

Dies bedeutet nicht, daß Gott mit dem physischen Land und der Nation Israel fertig sei. Der größte Tag des physischen Israels kommt. Währenddessen kümmert sich Gott um den Überrest der Juden, den Er berufen hat. Der Überrest der Juden, jene, die Christus angenommen haben, ist das Israel der Göttlichen Verheißung.

Das geistliche Israel vereint mit dem physischen Israel

Wir, die wir Nichtjuden in Christus sind, sind genauso Teil des Israels der Verheißung wie es Isaak und Jakob sind. Wir erwarten den Tag, an welchem wir mit dem physischen Israel vereint werden. Dann werden wir von dem Land und von dem Volk sein. Schließlich haben wir Nichtjuden keine eigene Stadt. Wenn wir nicht Jerusalem hätten, so besäßen wir keine Stadt auf Erden. Wir haben kein Land, es sei denn, wir haben ein Erbteil in Jakob.

Aber, so mag der Christ protestieren, wir haben ein Erbe im Himmel! Richtig! Das haben auch Abraham, Isaak und Jakob. Aber unser Aufenthalt im Himmel ist zeitlich, wie es auch für sie gilt. Wir werden mit Christus zurückkehren, da Er auf dem Thron Davids in Jerusalem sitzen wird. Dann wird Jerusalem verherrlicht sein, und auch wir werden verherrlicht sein. Wir nicht-jüdischen Christen sind nicht von Jerusalem, von Christus, vom Sohn Davids, getrennt.

Wenn wir vom Sohn Davids getrennt wären, so wären wir von Gott getrennt, da das Göttliche Heil nur in Christus gefunden werden kann.

Jesus wird über die Nationen der Erretteten von Seinem Thron in der Stadt Jerusalem aus herrschen. Wir, die wir im Sieg mit dem Herrn Jesus wandeln, die wir „Israel" sind (da Israel bedeutet „er kämpft mit Gott"), werden, als Miterben, mit Jesus über die Nationen der Erretteten herrschen.

Das neue Jerusalem ist eine lebendige Stadt, welche sich aus den Heiligen zusammensetzt, auf denen der Name „Jerusalem" für alle Zeit eingraviert worden ist. Wo auch immer solche siegreichen Heiligen gehen, dort ist Jerusalem. Jerusalem wird über die Nationen der Erde herrschen.

Die Nationen der Erde werden nach Jerusalem kommen, um von Gott zu lernen. Die Glieder des Leibes Christi werden ihre Lehrer, ihre Priester, ihre Könige und ihre Richter sein. Dies ist es, was die Heilige Schrift lehrt.

Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. (Jesaja 2, 2-3)

Laßt einen jeden von uns für die Vereinigung des wahren Israels beten. Laßt uns, wie der Herr befiehlt, den Juden ihr eigenes Brot, ihren eigenen Christus, bringen. Das Evangelium gehört zuerst den Juden. Wir Nichtjuden sind die Außenseiter.

Wenn wir kein Erbteil in Israel haben, so haben wir überhaupt kein Erbe. Unsere Vorstellungen über Wohnungen im Himmel sind lediglich Traditionen. Gottes Wort hat mit dem Kommen Seines Königreiches auf die Erde zu tun, nicht mit unserem ewigen Verbleiben in Wohnungen im Himmel.

Gott möchte, daß jeder Christ, den Er so sorgfältig zubereitet hat, den Er über Seine eigene Heiligkeit, Wege, Kraft und Liebe gelehrt hat, ein Licht für die Menschheit sei, ein Diener der Erlösung und des Segens für die Nationen der erretteten Völker der Erde. Wir sind Gottes Könige und Priester, die Quelle des Segen für die Menschheit.

Und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorchst hast. (Genesis 22, 18)

Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. (Offenbarung 21, 24)

Wir leben in einer wunderbaren Zeit. Wir werden noch die Geburt einer Nation „auf einmal" erleben. Der Ausdruck „die Geburt einer Nation auf einmal", zu finden in Jesaja, bezieht sich zuerst auf das plötzliche zur-Reife-Kommen des Leibes Christi zum Ende des jetzigen Zeitalters. Aber das geistliche Israel und das physische Israel sind auf einem sich einander annähernden Kurs, und so trifft der Ausdruck ebenfalls auf das physische Israel zu, sich auf das Heil beziehend, welches aus Zion kommen und dem physischen Volk und Land Israel Göttliche Gerechtigkeit bringen wird.

Wir werden dabei sein (und hoffentlich ein Teilnehmer), wenn die Nation Israel vom Geist Gottes wiedergeboren wird. Gott hat Sein Volk niemals vergessen. Sie sind Geliebte um der Patriarchen Willen. Die Gaben und Berufungen Gottes sind ohne Reue.

Die Namen der Stämme Israels sind auf die Tore des neuen Jerusalem geschrieben. Die Namen der zwölf Apostel des Lammes sind in den zwölf Grundsteinen der Mauer des neuen Jerusalems eingegraben. Die Kirche ist eine. Christus ist zu Israel gekommen, und wir Nichtjuden sind durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes zu einem ewigen Teil der Göttlichen Familie gemacht worden.

Laßt uns fest im wahren biblischen Konzept stehen. Das Kommen des Königreiches Gottes wird verzögert, wenn wir eine Teilung zwischen der christlichen Kirche und dem Volk und dem Land Israel fördern. Es gibt nur einen Auserwählten Gottes, eine königliche Priesterschaft, ein auserwähltes Volk, einen Christus, einen Leib, einen Geist, einen Vater im Himmel. Laßt uns die mittlere Trennwand, die Satan und menschliche Selbstsucht aufrechterhalten haben, niederreißen. Laßt uns die Einheit Jerusalems und der Kirche der Erstgeborenen und Zions, anerkennen.

Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten (rechtschaffenen) Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. (Hebräer 12, 22-24)

Wir haben drei Standpunkte betrachtet, die wir für fälschliche Annahmen halten, betreffend die Beziehung zwischen der christlichen Kirche und dem Land und Volk von Israel:

Das Christentum ist eine nicht-jüdische Religion.

Das wahre Israel ist geistlich und ohne Beziehung zu dem Land und dem Volk Israel.

Es wird eine nicht-jüdische Kirche im Himmel und ein jüdisches Königreich auf Erden geben.

Eine logische Folge dieser drei fälschlichen Annahmen ist die Anwendung der messianischen Prophezeiungen auf das Israel durch Herkunft anstelle durch Erwählung. Von der Heiligen Schrift her ist es offensichtlich, daß eine solche Anwendung in die falsche Richtung führt.

Wir spüren die Kraft Gottes, welche unter jenen wirkt, die Israel „lieben". Wir spüren ebenso die Kraft Gottes, wie sie bezüglich einer Notwendigkeit nach einem zusätzlichen Verständnis der Heiligen Schrift auf uns drückt.

Das Königreich Gottes und die geistliche Erfüllung der letzten drei Feste des Herrn

Gibt es dabei einen gemeinsamen Nenner? Hat die gegenwärtige Notwendigkeit eines weiteren Verständnisses der Heiligen Schrift irgend etwas mit der Last des Herrn gegenüber dem Land und dem Volk von Israel zu tun?

Wir glauben, daß es einen Punkt gibt, an welchem sich diese zwei Lasten, die eine für das Land und Volk Israel und die andere für eine Rückkehr zu der apostolischen Lehre, zusammenlaufen werden.

Der Bereich des Zusammenlaufens ist das Königreich Gottes und die geistlichen Erfüllungen der letzten drei Feste des Herrn. Die letzten drei Feste sind für den Eintritt der geistlichen Dimension des Königreiches Gottes in das physische Gebiet bezeichnend.

Die letzten drei Feste des Herrn sind das Blasen der Posaunen, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest (Leviticus 23, 24 + 27 + 34). Die geistlichen Erfüllungen der letzten drei der sieben Feste des Herrn sind den christlichen Menschen nicht so annähernd vertraut wie es die geistlichen Erfüllungen der ersten vier Kirchenfeste sind.

Jahrhundertelang ist die christliche Kirche der geistlichen, religiösen Dimension des Königreiches Gottes, wie es durch dir ersten vier der sieben Feste des Herrn – Passah, Ungesäuerte Brote, Erstlingsgarbe, Pfingsten (Leviticus 23; 5-6, 10, 16) – bezeichnet wird, nachgegangen.

Die geistliche Dimension des Königreiches Gottes ist über eine so lange Zeit betont worden, daß die Christen dahin gekommen sind zu glauben, daß das Ziel des christlichen Heils darin besteht, sich im geistlichen Himmel sein ewiges Heim zu bereiten.

Nun gelangen wir dahin zu verstehen, daß es eine materielle Dimension des Königreiches Gottes gibt. Das Königreich Gottes ist, wie ein menschliches Wesen, geistlich in seinem Geist und der Seele, aber materiell in seiner äußeren Form.

Durch das Zeitalter der Kirche hindurch hat Gott die geistliche Natur des Königreiches entwickelt. Nun jedoch nähern wir uns der Stunde, wenn die unsichtbare, geistliche Natur des Königreiches Gottes in verherrlichten Fleisch und Knochen erscheinen wird.

Seht meine Hände und meine Füße, ich bin' s selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich sie habe. (Lukas 24, 39)

Ein griechischer Ausdruck, der im Neuen Testament für das Kommen des Herrn häufig verwendet wurde, ist das Wort parousia. Parousia kann verwendet werden, um Anwesenheit oder nahe sein, anzudeuten, um es von einer Betonung einer Reise von einem weit entfernten Ort zu unterscheiden.

Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber wenn er selbst anwesend (parousia) ist, ist er schwach und seine Rede kläglich. (2. Korinther 10, 10)

Das Kommen Christi und Seines Leibes wird die körperliche Manifestation einer geistlichen Natur sein, welche durch die Jahrhunderte des christlichen Zeitalters vollkommen gemacht worden ist. Die Betonung liegt eher auf Anwesenheit denn auf einer Reise von einem entfernten Ort.

Christus und Seine Heiligen in der himmlischen Herrlichkeit sind nur in dem Sinn von den Völkern der Erde „weit entfernt", als daß sie in einem heiligen geistlichen Reich sind. Sie sind nicht „anwesend", nicht weil sie notwendigerweise eine weite Strecke entfernt sind, sondern weil sie im geistlichen Reich in der Gegenwart Gottes sind. Sobald Christus den Schleier, durch welchen Er sich selbst vor der Sicht der Erdbevölkerung verbirgt, entfernt, wird Er „anwesend" sein; Er wird nahe sein.

Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind. (Jesaja 25, 7)

Das Kommen (oder die „Anwesenheit") des Königreiches Gottes ist der Eintritt des ewigen, unverweslichen Auferstehungslebens in das materielle Reich. Es ist das Bringen der heiligen Gegenwart Gottes in die Welt hinein. Die Königreiche der Welt werden unter die Herrschaft Gottes und Seines Christus kommen. Das, was heilig ist, wird der Menschheit auf der Erde noch einmal verfügbar sein, genauso wie es in Eden war (Offenbarung 11, 15).

Das Gedächtnis des Blasens der Posaunen, das fünfte der sieben Feste des Herrn (Leviticus 23, 24), signalisiert den Beginn des jüdischen bürgerlichen Jahres. Das Blasen der Posaunen (Rosh Hashanah – Neujahrstag) folgt auf das Wochenfest (Pfingsten). Für uns Christen bedeutet dies, daß, sobald wir die geistliche Erfüllung des Pfingstfestes erleben, welches das Werk des Heiligen Geistes in unserem Leben ist, wir von Gott erwarten können, zu uns über das Kommen des Königreiches Gottes zu sprechen. Wir beginnen, derart nach dem Eintritt des heiligen Lebens Christi auf die Erde Ausschau zu halten, daß Gottes Wille auf Erden getan wird wie er im Himmel ist.

Die erste Manifestation des Kommens des Königreiches uns gegenüber ist das Gericht, welches unseren Taten zufällt. Der heutige ernsthafte Heilige erfährt das Gericht Gottes und ist damit beschäftigt, dem Herrn gehorsam zu sein, während das Göttliche Feuer die Liebe der Welt, die Liebe der Sünde und die Liebe des Eigensinnes, welche in ihm sind, wegbrennt.

Der Übergang von einer geistliche Betonung auf eine materielle Betonung ist klar in den zwei sich überschneidenden Jahren des jüdischen Kalenders offenbart.

Das religiöse Jahr der Juden, das Jahr der religiösen Feste, beginnt mit dem Passah (Exodus 12, 2).

Aber das bürgerliche Jahr, das Jahr der Könige, Geburtstage und Verträge, beginnt mit dem ersten Tag des siebenten Monats des religiösen Jahres, mit Rosh Hashanah (der Feier des Blasens der Posaunen – Leviticus 23, 24).

Wenn wir zuerst zu Jesus kommen, beginnen wir ein „Jahr"des religiösen, geistlichen Lebens. Der Apostel Paulus drängt uns viele Male, uns auf unser Bürgerrecht in den Himmeln zu konzentrieren, unsere Liebe auf die „obigen Dinge" zu setzen.

Aber nach Pfingsten, während wir in die geistliche Erfüllung des Blasens der Posaunen eintreten, beginnen wir ein „Jahr" des Aufrichtens des Königreiches Gottes auf der Erde. Wir können diesen Übergang von dem Geistlichen in das Materielle bemerken, wenn wir von den ersten zwei Worten des dreiundzwanzigsten Psalms („Der Herr") zu den ersten zwei Worten des vierundzwanzigsten Psalms („Die Erde") gehen. Der vierundzwanzigste Psalm ist eine Prophezeiung über das Kommen des Königs, um Sein Königreich in den Herzen der Menschen auf der Erde aufzurichten.

Der Geist Gottes folgt dem Muster der Feste des Herrn, während Er das ursprüngliche Evangelium vom Königreich in uns wiederherstellt. Dem ursprünglichen Evangelium zu folgen gibt ein viel deutlicheres Verständnis von Paulus' Lehre der Gnade. Uns ist aufgezeigt worden, daß Gottes Gnade in Christus nicht ein Ersatz, eine Alternative, für ein rechtschaffenes und heiliges Verhalten ist. Vielmehr ist Gottes Gnade das Mittel, um ein rechtschaffenes und heiliges Verhalten auf Erden herzustellen, um das Königreich Gottes herzustellen.

Zugeschriebene Gerechtigkeit ist weit über seine eigentliche Bedeutung in der Erlösung betont worden. Die unbiblische Betonung von zugeschriebener (beigemessener) Gerechtigkeit hat unsere heutigen Kirchen zerstört.

Das Königreich Gottes besteht nicht aus zugeschriebener Gerechtigkeit. Das Königreich Gottes besteht im Tun des Willen Gottes auf Erden wie er im Himmel ist. Die Wiedererweckung des Evangeliums vom Königreich Gottes ist eine Wiedererweckung eines rechtschaffenen, heiligen und gehorsamen Verhaltens seitens der Gläubigen in Christus.

Zugeschriebene (beigemessene) Gerechtigkeit ist die Möglichkeit, durch welche sich Sünder Gott nähern und nicht ein ewiger Weg, eine Beziehung zu Gott zu finden. Zugeschriebene Gerechtigkeit wird mit dem Sünder in Verbindung gebracht. Die neue Kreatur wird mit dem reifen Christen, mit dem siegreichen Heiligen, in Verbindung gebracht.

Obwohl es wahr ist, daß das Blut des Lammes fortfährt, die Sünden, aus denen wir nicht herausgewachsen sind, zu vergeben, kommt eine neue Kreatur in uns hindurch, die nicht sündigt. Diese neue Kreatur ist das Königreich Gottes. Zugeschriebene Gerechtigkeit ist solange dienlich, bis Christus in uns geformt ist, bis das Königreich uns betritt und wir das Königreich betreten (1. Johannes 3, 9).

Zur selben Zeit kommt Christus näher zum Land und Volk Israel. Es gibt seitens der Christen ein noch nie dagewesenes Interesse an Israel. Dieses Interesse kommt vom Herrn. Er bereitet die Juden für ihre Erweckung vor, für das Kommen ihres Christus in Sein Königreich.

Die Juden assoziieren das Laubhüttenfest mit dem Kommen Christi. Wir Christen werden über das Pfingstfest hinausgebracht. Nun werden wir mit den geistlichen Erfüllungen des Blasens der Posaunen, des Versöhnungstages und des Laubhüttenfestes konfrontiert. Es gibt ein Zusammenlaufen der geistlichen und der natürlichen Dimensionen des Königreiches Gottes. Die zwei werden eins werden.

Wie wir dargelegt haben, ist das Blasen der Posaunen, das Fest, welches nach Pfingsten gefeiert wird, der jüdische Neujahrstag. Es ist der erste Tag des Jahres der Könige und Verträge. Es signalisiert den Übergang vom religiösen Jahr zum bürgerlichen Jahr. Kannst du die Bedeutung hiervon erkennen?

Es gibt da ein Zusammenlaufen. Die nicht-jüdischen Gläubigen sind sich der Realität des Kommens des Königreiches Gottes auf die Erde bewußt geworden. Der Leib der Tradition, welcher auf dem sicheren Fundament des Sühneblutes und der siegreichen Auferstehung Christi errichtet worden ist, ist durch die frischen Winde des Heiligen Geistes Gottes hinweggeweht worden.

Nun verstehen wir, daß die Vorstellung einer „nicht-jüdischen Kirche", der vergeben worden ist, welche hinweggetragen wird, um in dem geistlichen Reich in Wohnungen zu leben, ohne Grundlage in der Heiligen Schrift ist. Der Geist Gottes ruft die Kirche Christi, ihre Sünden und ihre Selbstsucht zu bereuen. Das Königreich Gottes, das Tun des Willen Gottes auf Erden wie er im Himmel ist, steht vor der Tür.

Zur selben Zeit, und als Teil der geistlichen Erfüllung des Blasens der Posaunen, des Versöhnungstages und des Laubhüttenfestes, werden die Juden näher zu ihrer endgültigen Annahme Christi in ihrem eigenen Land und als ein integraler Teil ihres eigenen jüdischen Erbes und ihrer Kultur gebracht. Nicht eines nicht-jüdischen Jesus, sondern eines jüdischen Jeschua.

Es ist unser Verständnis, daß die Rückkehr der Juden in ihr eigenes Land ein souveränes Wirken des Geistes Gottes ist. Wir erkennen, daß die Kraft Gottes christliche Menschen bewegt, die Juden zu ermutigen und ihnen zu helfen, in das Land Israel zurückzukehren.

Das Zusammenlaufen der geistlichen und materiellen Reiche und der christlichen Heiligen und des Landes und der Nation Israel ist in der geistlichen Erfüllung des folgenden beinhaltet:

Das Blasen der Posaunen ist das Erklären des Krieges gegen die Feinde des Herrn, welche Gottes Volk gefangenhalten, und ebenso das verkünden des Formens der Armee des Herrn.

Der Versöhnungstag bedeutet das Bereuen, das Bekennen von Sünden und das Reinigen des Volkes des Herrn.

Das Laubhüttenfest stellt das Eintreten Gottes in Seine Ruhe in uns dar.

Diese drei Feste ereignen sich im siebten Monat des jüdischen zeremoniellen Jahres, welches der erste Monat des jüdischen bürgerlichen Jahres ist.

Die geistliche Erfüllung des alttestamentarischen Laubhüttenfestes ist das Kommen des Vaters und des Sohnes durch den Heiligen Geist, um in den Herzen jener zu wohnen, welche die Worte Christi bewahren (Johannes 14, 18-23). Das Königreich Gottes ist die Herrschaft Gottes in Christus in den Heiligen über die Nationen der erretteten Völker der Erde, die Herrschaft über jene, die die geistliche Erfüllung des Laubhüttenfestes erfahren haben.

Das ganze Haus Israel

Spricht die Heilige Schrift von einer Vereinigung des auserwählten Israel in den letzten Tagen? Sie tut es tatsächlich. Das siebenunddreißigste Kapitel des Buches Hesekiel ist eine anschauliche Schilderung dessen, was in unserer heutigen Zeit stattfindet. Denke daran, daß das messianische „Israel" der Propheten das Israel aufgrund der Erwählung, aufgrund der Verheißung, ist, ob jüdisch oder nicht-jüdisch, und daß es sich nach dem Apostel Paulus nicht auf Juden bezieht, welche lediglich durch Abstammung und nicht durch Erwählung Israel angehören.

Das siebenunddreißigste Kapitel von Hesekiel spricht von dem Tal der verdorrten Gebeine. Wer die trockenen Gebeine sind, ist in Vers 11 beschrieben:

„Diese Gebeine sind das ganze Haus Israel."

Die Redewendung „das ganze Haus Israel" erinnert uns an einen Ausdruck, der vom Apostel Paulus gebraucht wurde:

...ganz Israel wird gerettet werden... (Römer 11, 26)

Bevor wir behaupten, daß die Auferstehung der trockenen Gebeine jene Juden und Nichtjuden einschließt, die Teil Christi sind, müssen wir aufzeigen, wer mit „Israel" gemeint ist.

Der Schlüssel zur Identität Israels ist der „Ölbaum" des Paulus. Laßt uns dem elften Kapitel des Römerbriefes zuwenden, um genau zu bestimmen, wer oder was mit dem „guten Ölbaum" gemeint ist.

Paulus erklärt, daß die ungläubigen Juden aus dem guten Ölbaum herausgebrochen wurden, und daß die Nichtjuden von ihrem wilden Ölbaum genommen und in den guten Ölbaum eingepfropft wurden.

Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und an dem Saft des Ölbaums,... (Römer 11, 17)

Was ist der „gute Ölbaum"? Der gute Ölbaum kann nicht das Land und das Volk Israel, die physischen Juden, repräsentieren, da die Juden, welche Jesus nicht als Christus empfingen, nicht aus dem Land und dem Volk Israel herausgebrochen wurden. Das Land und das Volk sind nicht der Ölbaum.

Wenn der Ölbaum nicht das Land und Volk symbolisiert, was symbolisiert es dann?

Der gute Ölbaum repräsentiert den Samen Abrahams, Christus – Haupt und Leib, die Auserwählten, die Heiligen des Herrn, die Kirche (ein anderer Name für die Auserwählten), den Knecht des Herrn, die königliche Priesterschaft, das Königreich Gottes, die Braut des Lammes.

Der gute Ölbaum repräsentiert Israel – nicht das physische Land und Volk Israel, auch nicht eine nicht-jüdische Kirche, sondern den gesalbten, Göttlich gesegneten Samen Abrahams.

Nun denke hierüber nach: Wenn die ungläubigen Juden aus dem guten Ölbaum herausgebrochen wurden, müssen sie zu einer Zeit Teil von ihm gewesen sein. Es ist nicht möglich, aus etwas herausgebrochen zu werden, von dem man niemals Teil gewesen ist.

Ursprünglich waren die Menschen von Israel die Gesalbten Gottes, die das Gesetz des Mose, die Schriften, die Stiftshütte und die Propheten besaßen. Sie waren die Glieder das Samen Abrahams, Christi, des Auserwählten, der Heiligen, der wahren und einzigen Kirche, des Knechtes Gottes, der königlichen Priesterschaft, des Königreiches Gottes, der Braut des Lammes.

Der Geist Christi sprach durch die hebräischen Propheten und die Herrlichkeit war mit ihnen. Aber die Israeliten fuhren darin fort, gegen den Herrn zu sündigen, bis Er sie aus ihrem Land entfernte und sie unter die Nationen der Erde zerstreute. Sie blieben nicht im Herrn, Der unter ihnen gewesen war. Sie wurden aus dem Ölbaum herausgebrochen.

Der „Baum", Israel, der Same Abrahams, von welchem wir sprechen, hatte einst ausschließlich (oder in erster Linie) jüdische Zweige. Heute hat der „Baum" sowohl jüdische als auch nicht-jüdische Zweige. Die Zweige werden nicht länger nach ihrer Herkunft unterschieden, da es nur einen Ölbaum, einen gesalbten Knecht Gottes gibt.

Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus (der Messias). Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. (1. Korinther 12, 12-13)

Wir sehen deshalb, daß der Baum Gottes nicht das Land und Volk Israel ist. Auch ist der Baum Gottes nicht eine „nicht-jüdische Kirche".

Der Baum Gottes ist der gesalbte Same Abrahams.

Die Glieder des „Baumes" sind nicht jene, die als Juden geboren sind. Die Glieder des „Baumes" sind nur durch Gnade, durch Verheißung, durch Erwählung dazu gemacht worden. Dies war der Fall bei dem physischen Israel, und dies ist es auch heute noch so.

Der „Baum" kam ins Leben, als Gott Abraham aus dem Ur der Chaldäer, und dann aus Haran, herausrief.

Der „Baum" setzte sich durch Isaak fort, nicht weil Isaak von Abraham und Sarah geboren wurde, sondern weil Isaak gemäß der Verheißung Gottes geboren wurde.

Auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine Kinder. Sondern nur „was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden" (1. Mose 21, 12), das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine Nachkommenschaft anerkannt. (Römer 9, 7-8)

Ismael wurde von Abraham geboren. Aber Ismael ist nicht Teil des „Baumes", weil er nicht gemäß der Verheißung Gottes geboren wurde.

Der „Baum", die messianische Salbung und Erbschaft, setzte sich durch Jakob (Israel) fort, nicht weil Jakob von Isaak und Rebekka geboren wurde, sondern weil Gott bezüglich Jakobs gesprochen hatte, ehe er geboren war. Auch Esau wurde von Isaak und Rebekka geboren, doch Esau ist nicht Teil des „Baumes".

Wie geschrieben steht (Maleachi 1, 2-3): „Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt." (Römer 9, 13)

Der „Baum" setzte sich durch die zwölf Söhne Jakobs fort, nicht weil sie von Jakob geboren wurden, sondern weil der Geist Christi in Jakob durch die Prophezeiung Jakobs auf sie übertragen wurde. Die Verheißung und Salbung Gottes blieb auf den zwölf Söhnen Israels. Israel war (ist) Gottes erwählte, gesalbte königliche Priesterschaft.

Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst. (Exodus 19, 6)

Dann sprach Gott durch die hebräischen Propheten, daß Er die Hand zu den Nichtjuden ausstrecken und einige von ihnen unter Seine Erwählten, Seinen Baum, aufnehmen würde.

Dazu hat er uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht (Hosea 2, 25; 2, 1): „Ich will das mein Volk nennen, das nicht mein Volk war, und meine Geliebte, die nicht meine Geliebte war." (Römer 9, 24-25)

In diesem Augenblick wurde die Verheißung ausgeweitet, um eine Auserwählten-Schar unter den Nichtjuden einzuschließen. Es war wegen der Erwählung und der Vorsehung, daß Paulus die Tatsache so deutlich darlegte, daß wir durch Gnade und nicht durch Werke errettet sind. Nicht wir haben Christus erwählt. Er erwählte uns und bestimmte uns, daß wir die Frucht des guten Ölbaumes hervorbringen sollten.

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. (Epheser 2, 10)

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er' s euch gebe. (Johannes 15, 16)

Johannes 15, 16 (oben) wurde zu den jüdischen Gefolgsleuten Christi gesprochen. Es wendet sich auch an uns Nichtjuden, die wir zu Gottes Auserwählten gehören.

Ihr (gläubigen Nichtjuden) aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;... (1. Petrus 2, 9)

Weder Jude noch Nichtjude kann zu Christus kommen, es sei denn, er oder sie ist vom Vater gerufen, dies zu tun. Der Vater muß ihn oder sie ziehen. Wir sehen, daß das Heil aus Gnade durch Glauben kommt, und auch unser Glaube muß zu uns als eine Gabe von Gott kommen.

Wir verstehen ebenso, daß weder Jude noch Nichtjude außer durch die Verheißung und Erwählung Gottes Teil des guten Ölbaumes ist. Die „hohen Berge wüten" vergeblich. Niemand kann durch natürliche Geburt, durch Werke oder durch irgendein anderes physisches Mittel Teil des Baumes werden. Der Baum ist durch Vorsehung, durch Verheißung, durch Erwählung.

Die physischen Juden, welche, nachdem sie Ihn deutlich hörten, es zurückgewiesen haben, Christus zu empfangen, sind nicht Teil des Baumes Gottes. Sie sind nicht Teil des gesalbten Samen Abrahams. Sie sind nicht Teil Christi. Das gleiche gilt für einen Nichtjuden, der den Herrn zurückweist.

Ist Gott mit dem Land und Volk von Israel zu Ende? In keiner Weise!

Wir wissen, daß, wenn die Vollzahl der erwählten Nichtjuden, jener, die Gott erwählt hat, in den Baum eingepfropft worden ist, Gott sich nochmals dem Land und dem Volk Israel zuwenden wird. Gott wird Seinen Geist auf die Juden ausgießen, und sie werden noch einmal Teil des Baumes sein, welcher Christus ist – des gesalbten Knechtes des Herrn. Das Wiederbeleben Israels geschieht durch Verheißung, durch Erwählung, und kommt von dem guten Ölbaum.

Als die hebräischen Propheten von Israel und dem Königreich Gottes sprachen, bezogen sie sich auf den „Baum", nicht auf das Land und Volk Israel als solches. Es war der Geist Christi, der aus ihnen sprach.

Nach dieser (christlichen) Seligkeit haben gesucht und geforscht die (hebräischen) Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die für euch (Christen – Juden und Nichtjuden) bestimmt ist, und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. Ihnen (den hebräischen Propheten) ist offenbart worden, daß sie nicht sich selbst (nicht dem Land und Volk Israel), sondern euch (den Christen – erwählte Juden und Nichtjuden) dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, - was auch die Engel begehren zu schauen. (1. Petrus 1, 10-12)

Der Ausdruck „das ganze Haus Israel" (Hesekiel 37, 11) oder, wie es Paulus getan hat, „ganz Israel", bezieht sich auf den guten Ölbaum. Der gesamte angebaute Ölbaum wird als ein ganzer, ein Königreich Gottes, in die Herrlichkeit kommen.

Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden. (Hebräer 11, 39-40)

Es ist deshalb unsere Sichtweise, daß Hesekiel, Kapitel 37, von den Tagen spricht, in denen wir leben. In unseren Tagen wird ganz Israel, der gute Ölbaum, der Baum Gottes, welcher Christus ist, als ein vollkommener Leib und eine vollkommene Armee des Herrn Jesus zusammengebracht werden. Christi Armee wird von den Toten auferweckt und in das Land Israel gebracht werden. Dort wird der Herr Jesus auf dem Thron Davids zum König gekrönt werden.

Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. (Lukas 1, 32-33)

Der Geist Christi in Hesekiel beschrieb die heutige Verfassung des Baumes Gottes, des Leibes Christi.

Des HERRN Hand kam über mich, und er führte mich hinaus im Geist des HERRN und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine. Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du wohl, daß diese Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: HERR, mein Gott, du weißt es. (Hesekiel 37, 1-3)

Wenn wir den Zustand des Leibes Christi berücksichtigen, können wir verstehen, warum der Geist Christi davon als einem Haufen sehr verdorrter Knochen spricht.

So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem in euch bringen, daß ihr wieder lebendig werdet. (Hesekiel 37, 5)

Hier sehen wir nochmals die Verheißung, die Auserwählung Gottes. Gott hat verkündigt, daß Er aus Seinem eigenen souveränen Willen heraus Leben in die trockenen Gebeine bringen wird. Die Gebeine sind der gute Ölbaum, da sie die Kinder Gottes durch die Verheißung sind. Gott hat verheißen, daß sie leben werden.

Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen. (Hesekiel 37, 8)

Bemerke, daß Gott verheißen hat, Odem in die Gebeine zu geben. Aber ehe Er dies tut, wird Er sie zuerst in ein Ganzes zusammenfügen und ihnen Stärke, Form und Schönheit (Sehnen, Fleisch und Haut) geben.

In dem Brief an die Epheser können wir dieselbe Göttliche Bestimmung feststellen, den Leib Christi vollkommen zu machen.

Bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi,... (Epheser 4, 13)

Es wird eine Braut ohne Fleck und Runzel oder Makel irgendeiner Art sein. Solch ein Zustand der Vollkommenheit der christlichen Kirche scheint in der gegenwärtigen Stunde unmöglich zu sein. Aber Gott hat verheißen, daß eine vollkommene und vollendete Braut ins Leben gerufen wird. Daher gehorchen wir Gott in jedem Detail in der freudigen Erwartung, eines Tages die herrliche Braut des Lammes, den vollkommenen Leib Christi, die Armee Christi, das neue Jerusalem zu sehen.

Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer. (Hesekiel 37, 10)

Dies ist das Heer des zweiten Kapitels Joel (Anmerkung des Übersetzers: im Deutschen umfaßt dieses Kapitel Joel 2,1 – 3, 5), des dritten Kapitels Habakuk, des neunzehnten Kapitels der Offenbarung. Hier ist das Heer des Herrn, das Heer Christi. Dies ist das Heer, welches aufgehoben wird, um den Oberbefehlshaber in der Luft zu treffen.

Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. (1. Thessalonicher 4, 16)

Das Heer ist Israel, der „Baum", die königliche Priesterschaft. Wir meinen, daß Hesekiel 37, 10 die erste Auferstehung von den Toten (Offenbarung 20, 4-6) beschreibt. Wenn nicht, was beschreibt es dann?

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels. (Hesekiel 37, 11-12)

Hier wird nichts darüber gesagt, daß das Heer emporgehoben wird, um den Herrn in der Luft zu treffen. Wir meinen, daß das Emporheben in die Luft nicht bedeutsam ist. Der einzige Grund, daß Gottes Israel emporgehoben wird, um den Herrn in der Luft zu treffen, ist, daß auf diese Weise das Heer mit dem Oberbefehlshaber in Vorbereitung der Invasion der Schlacht von Harmagedon vereinigt werden kann.

Das „ganze Haus Israel" ist der gute Ölbaum – jener, in welchen die auserwählten Nichtjuden eingepfropft worden sind und noch eingepfropft werden. Es gibt nur eine Kirche, ein Israel, einen Leib Christi, ein Königreich Gottes, eine Braut des Lammes, einen Auserwählten Gottes, ein neues Jerusalem. Der Ölbaum ist Israel – der Kämpfer mit Gott.

Merke auf die Reihenfolge der Ereignisse:

Die trockenen Gebeine werden zusammengefügt und wird Stärke, Form und Schönheit gegeben.

Der Heilige Geist Gottes bläst diesen neuen „Adam" an.

Das Heer des Herrn kommt aus seinen Gräbern und steht auf seinen Füßen.

Gott setzt Seine Auserwählten in ihr eigenes Land.

Dies ist es, was wir erwarten können, daß es in Zukunft geschehen wird. Alle Auserwählten Gottes, egal ob jüdisch oder nicht-jüdisch durch natürliche Geburt, werden in dem Haupt – Christus – zusammengeführt werden. Das Zusammenkommen des Leibes Christi wird sich während der großen Trübsal ereignen und wird durch einen Schutz der Herrlichkeit des Herrn geschützt werden.

Dann wird der HERR über der ganzen Stätte des Berges Zion und über ihren Versammlungen eine Wolke schaffen am Tage und Rauch und Feuerglanz in der Nacht. Ja, es wird ein Schutz sein über allem, was herrlich ist,... (Jesaja 4, 5)

Geh hin, mein Volk, in deine Kammer, und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe. (Jesaja 26, 20)

Sobald der Leib Christi zum vollen Maß des Wuchses gebracht worden ist, wird er mit dem Geist des Herrn erfüllt werden (vergleiche das sechzigste Kapitel des Buches Jesaja).

Die Geister der Glieder des wahren Israel werden mit ihren Leibern verbunden werden und werden aufstehen, um den Oberbefehlshaber in der Luft zu treffen.

Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde. (Offenbarung 11, 11-12)

Der Herr Jesus Christus wird dann auf den Ölberg herabsteigen, gefolgt von Seinem Herr der Heiligen. Sie werden die Nationen, welche gegen Jerusalem hinaufgezogen sind, vernichten. Christus wird Sein Volk, Seine Heiligen, in ihr eigenes Land, welches das Land Israel ist, bringen; und ebenso in die Fülle ihres geistlichen Erbes, in die Ruhe Gottes.

Dies ist die Bestimmung aller wahren Glieder des Leibes Christi, eine Bestimmung, welche unter einer Wolke von christlichen Traditionen, die unsere Flucht in ein geistliches Reich beschreiben, um für immer in Wohnungen zu leben, verborgen liegt. Eigentlich ist unsere Bestimmung, als Glieder des Samen Abrahams, des Leibes Christi, die Nationen der Erde zu ererben, nachdem wir zuerst zu unserer eigenen Stadt, nach Jerusalem, gekommen sind.

Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater... (Offenbarung 2, 26-27; Anmerkung des Verfassers: einschließlich des ersten Teils von Vers 28)

Das Land Israel ist das Land des heiligen Ölbaumes. Israel ist unser Land. Jesus ist unserer König. Jerusalem ist unsere Stadt. Wir gläubigen Nichtjuden haben keine eigene separate Stadt. Wir sind jetzt Teil des geistlichen Jerusalem im Himmel, welches ausersehen ist, herabzukommen, um auf der Erde zu bleiben.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. (Offenbarung 21, 2)

Bemerke, wie Gott ganz Israel in ein Ganzes bringen wird:

Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: „Für Juda und Israel, die sich zu ihm halten." Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: „Holz Ephraims, für Josef und das ganze Haus Israel, das sich zu ihm hält." Und füge eins an das andere, daß es ein Holz werde in deiner Hand. (Hesekiel 37, 16-17)

Ganz Israel wird gesammelt werden. Juda repräsentiert die Juden. Ephraim repräsentiert die Nichtjuden, die zu einem Teil Israels gemacht worden sind. Ephraim war Halb-Habräer und Halb-Ägypter. Aber Jakob beanspruchte Ephraim als einen der Stämme Israels und prophezeite, daß Ephraim „eine Menge von Völkern" werden würde (Genesis 48, 5 + 19). Der Geist Christi in Hesekiel schildert die Einheit der Juden und der auserwählten Nichtjuden.

Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. (Hesekiel 37, 24)

Die obige Passage erinnert uns an Johannes 10, 16:

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall (offensichtlich von den nicht-jüdischen Gläubigen sprechend); auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Bemerke ebenso:

Damit auch die Heiden (Nationen) erfahren, daß ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird. (Hesekiel 37, 28)

Der obige Vers korrespondiert mit Johannes 17, 23:

Ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.

Schlußfolgerung

Die geistliche Erfüllung des Laubhüttenfestes ist das Wohnen des Vaters und des Sohnes durch den Geist in jedem Glied des Leibes Christi. Der Heiligen Schrift nach, sowohl im Alten Testament wie auch im Neuen Testament, werden die Nationen der Erde, wenn sich dieses Innewohnen ereignet, wissen, daß Gott Christus gesandt hat, und daß Gott die Heiligen liebt wie Er Jesus liebt.

Die Fülle der geistlichen Erfüllung des Laubhüttenfestes wird in den letzten beiden Kapiteln des Buches der Offenbarung dargelegt.

Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;... (Offenbarung 21, 3)

Dies ist der Punkt, an welchem Israel eins ist und erfüllt mit dem Vater und Seinem Christus. Dies ist der ewige Tempel Gottes, die Braut des Lammes, der vollkommene Leib Christi, die christliche Kirche. Dies ist der gute Ölbaum!

Von den Nationen der erretteten Völker der Erde wird verlangt werden, hinaus nach Jerusalem zu kommen und von dem Vater in Christus in den Heiligen gesegnet zu werden.

Und alle, die übrig geblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten (indem sie die Gegenwart Gottes in Christus in den Heiligen empfangen). (Sacharja 14, 16)

Der „Baum" ist einer. Israel ist eines. Es gibt ein Heil, einen Leib Christi, einen Geist Gottes, ein Königreich Gottes.

Das Alte Testament beschreibt die Ereignisse, welche zu dem Kommen des Hauptes des Leibes Christi führen. Das Neue Testament beschreibt die Erschaffung des Leibes Christi.

Sobald der Leib Christi in dem Haupt vollkommen gemacht worden ist, wird der Herr der Gott des Himmels in Seiner Herrlichkeit in die Stadt Jerusalem herabsteigen. Die Heere des Antichristen werden Jerusalem besetzen, aber der Herr wird mit Seinem Heer zurückkehren und die gottlosen Nationen erschlagen.

Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht. (Sacharja 14, 2-3)

Zu dieser Zeit wird Christus auf dem Thron Seines Vaters David in Jerusalem zum König gekrönt werden, und die Nationen der Erde, die überlebt haben, werden Ihm dienen und gehorchen.

Wir von den auserwählten Nichtjuden sind ein integraler Teil Christi, ein integraler Teil Israels. Wir haben kein Erbe abseits von dem Erbe Israels, abseits vom guten Ölbaum, abseits von Christus und Seinen Auserwählten.

Wir glauben, daß die große Trübsal einen Überrest gottesfürchtiger Juden dazu zwingen wird, sich zu Christus zu kehren, genauso wie die Hungersnot Jakob zwang, nach Ägypten hinabzuziehen. Josef war bereit, seinen Vater und seine Brüder zu empfangen und für sie zu sorgen. So wird Christus Sein eigenes Volk empfangen und für es sorgen. So wie wir es verstehen, wird der Überrest gottesfürchtiger Juden eins werden mit dem Überrest gottesfürchtiger Christen, die durch den Antichristen aus den Städten der Erde hinausgetrieben worden sind.

An jenem Tag werden wir nicht-jüdischen Gläubigen wie Asenat, die Frau Josefs, sein. Wir werden mit Jesus zusammen sein, während Er mit Seinen Brüdern, den Juden, versöhnt wird.

Das werden schreckliche Tage auf der Erde sein, doch Gott wird Seine Auserwählten bewahren.

Auf dem Höhepunkt der Schlechtigkeit wird die Herrlichkeit Gottes über den Ölbaum Gottes kommen. Dann werden die Bösen niedergeworfen werden und die Nationen der Erde werden nach Jerusalem heraufkommen, um Gott zu lobpreisen.

Wir nähern uns nun den ereignisreichsten Tagen der gesamten Weltgeschichte. Wir werden in jeder sich vorstellbaren Art und Weise geprüft und bis zum äußersten gedehnt werden, da wir zum Heer des Herrn zubereitet werden. Die auserwählten Juden werden sich zu Jesus wenden. Satan wird aus den Himmeln hinausgeworfen werden. Die lauwarmen Christen werden wie Stroh durchgeschüttelt werden, während Christus dem Antichristen entgegentritt und ihn vertilgt.

Es ist Zeit für das Israel Gottes, den guten Ölbaum, von ihrem Schlaf aufzuwachen, ihre Kleider zu waschen und sie in dem Blut des Lammes weiß zu machen. Klimatische Ereignisse sind bereits da. Der Konflikt der Zeitalter steht vor der Tür. Jeder Einzelne muß lernen, in jedem Aspekt des Lebens auf den Herrn Jesus zu blicken.

Du aber, HERR, bleibst ewiglich und dein Name für und für. Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihm gnädig seist, und die Stunde ist gekommen – denn deine Knechte wollten gerne, daß es gebaut würde, und es jammert sie, daß es in Trümmern liegt –, daß die Heiden (Nationen) den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit. (Psalm 102, 13-16)