SIEBEN SCHRITTE ZUR RUHE GOTTES

Seven_Steps_to_the_Rest_of_God__Sieben_Schritte_zur_Ruhe_Gottes

 

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Zitate nach der Standard-Lutherbibel der Deutschen Bibelgesellschaft in der revidierten Fassung von 984; Copyright (C) 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart

 

άbersetzt von Winfried Bostelmann; (Stand: 31. Dezember 2002)

 

 

Das christliche Heil ist ein Prozeί, ein bestimmtes Programm. Das Programm des Heils beginnt, wenn wir durch den Glauben das Sόhneopfer empfangen, welches auf Golgatha durch den Herrn Jesus Christus gemacht worden ist. Das Programm des Heils wird zu einem Abschluί kommen, wenn wir in das verheiίene Land der Ruhe Gottes eintreten. Die sieben Feste des Herrn sind eine der bedeutendsten biblischen Arten des Heilsprozesses. Die sieben Feste bezeichnen die Schritte, die wir zu gehen haben, wδhrend wir in die Ruhe Gottes eintreten.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Das Passah

Das Fest der Ungesδuerte Brote

Das Fest der Erstlingsgarbe

Das Pfingstfest

Das Blasen der Posaunen

Der Versφhnungstag

Das Laubhόttenfest

 

 

Sieben Schritte zur Ruhe Gottes

 

So laίt uns nun mit Furcht darauf achten, daί keiner von euch etwa zurόckbleibe, solange die Verheiίung noch besteht, daί wir zu seiner Ruhe kommen. (Hebrδer 4, 1)

 

Das christliche Heil, oder die Erlφsung, ist ein Prozeί. Es ist ein bestimmtes Programm. Das Programm des Heils beginnt, wenn wir durch den Glauben das Sόhneopfer empfangen, welches am Kreuz von Golgatha durch den Herrn Jesus Christus gemacht worden ist. Das Programm der Erlφsung wird zu einem Abschluί kommen, wenn wir in die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes eintreten.

 

Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken, so wie Gott von den Seinen. So laίt uns nun bemόht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam. (Hebrδer 4, 10-11)

 

Der Herr Jesus ist der Eine, der unser Heil begonnen hat. Jesus ist der Eine, der unser Heil beenden wird. Jeder Schritt entlang des Weges wird von Ihm gefόhrt, vorausgesetzt, daί wir tδglich im Gebet und Glauben vorwδrtsdrδngen.

 

Die sieben Feste des Herrn, wie im dreiundzwanzigsten Kapitel des 3. Buches Mose dargelegt, umfassen eine der maίgeblichen biblischen Arten des Heilsprozesses.

 

Beachte, daί jedes der sieben Feste zu seiner Zeit ausgerufen wird, erkennen lassend, daί es dabei eine Gφttliche Zeitabstimmung gibt, welche in unserem Wachstum hin zu geistlicher Reife wirkt und in dem Wachstum des ganzen Leibes Christi.

 

Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen an ihren Tagen. (3. Mose 23, 4)

 

Beachte ebenso, daί, wenn die Zeit fόr uns gekommen ist, in eines der Feste zu gehen, der Heilige Geist uns veranlassen kann, unser Bestreben zu beenden und sorgfδltig darauf zu achten, was uns der Geist sagt. Wir dόrfen keine „gewohnte Arbeit“ tun, wenn Gott uns vorwδrtsgehen lδίt (3. Mose 23, 7-8, 21, 25).

 

Am ersten Tage sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Arbeit tun. (3. Mose 23, 7)

 

Die sieben Feste, welche die sieben Schritte zur Ruhe Gottes bezeichnen, sind:

 

1.         Passah (3. Mose 23, 5)

 

2.         Ungesδuerte Brote (3. Mose 23, 6)

 

3.         Erstlingsgarbe (3. Mose 23, 10)

 

4.         Pfingsten (3. Mose 23, 15 – 17)

 

5.         Das Blasen der Posaunen (3. Mose 23, 24)

 

6.         Versφhnungstag (3. Mose 23, 27)

 

7.         Laubhόttenfest (3. Mose 23, 34).

 

Die sieben Feste stellen die sieben Aspekte der gφttlichen Erlφsung dar, die in Christus ist. Jedes der Feste hat eine historische Erfόllung und ebenso eine persφnliche Erfόllung. Damit uns die historische Erfόllung etwas nόtzt, mόssen wir an der persφnlichen Erfόllung teilhaben.

 

Die historischen Erfόllungen der sieben Feste bringen die Schritte zum Vorschein, welche Gott der Herr unternimmt, wδhrend Er Sein Kφnigreich auf Erden errichtet:

 

Passah – der Tod Christi am Kreuz.

 

Ungesδuerte Brote – das Hinabsteigen Christi in das Totenreich.

 

Erstlingsgarbe – Christi Auferstehung von den Toten.

 

Pfingsten – das Herabsenden des Heiligen Geist vom Himmel.

 

Blasen der Posaunen – das Ertφnen die sieben Posaunen des Buches der Offenbarung. Christus wird kommen und Seine Heiligen bei der siebenten Posaune von den Toten auferwecken und von den Nationen der Erde Besitz ergreifen.

 

Sόhnetag – die tausendjδhrige Herrschaft Christi όber diese gegenwδrtige Erde.

 

Laubhόttenfest – die Herrschaft Christi όber den neuen Himmel und die neue Erde.

 

Das obige sind mδchtige Taten Gottes des Herrn des Himmels. Sie sind die sieben Grόndungssteine, auf welche das ewige Himmelreich errichtet wird.

 

Jeder der sieben Aspekte muί in dem einzelnen Glδubigen vollzogen werden. Andernfalls bleiben diese universellen Taten Gottes δuίerlich von ihm und bringen ihn nicht in die Ruhe Gottes, in die Gegenwart und Freude Gottes.

 

Die persφnlichen Erfόllungen folgen:

 

Passah – der Schutz des Glδubigen und seines Hauses vor dem Gφttlichen Gericht; das Wirken des Leibes und Blutes Christi in unserer Persφnlichkeit.

 

Ungesδuerte Brote – Tod zu der Welt und Auferstehung mit Christus, wie durch unsere aufrichtige Reue und die Teilnahme an der Wassertaufe zu erkennen gegeben wird.

 

Erstlingsgarbe – die Geburt Christi in uns; der Beginn der Erlφsung unserer ganzen Persφnlichkeit.

 

Pfingsten – das Kommen des Heiligen Geistes Gottes in unsere Persφnlichkeit hinein, um uns in die Heiligkeit zu fόhren, und ebenso, um uns die Weisheit und Kraft zu geben, Zeugnis zu geben.

 

Blasen der Posaunen – das Kommen des Christus des Kφnigs, des Herrn der Heerscharen, durch den Geist, um Krieg gegen die Feinde in unserer Persφnlichkeit zu fόhren und um uns als ein Glied Seiner Armee zu disziplinieren.

 

Sόhnetag – unsere Aussφhnung mit Gott; die Zubereitung der Braut.

 

Laubhόttenfest – Gott und Christus lassen sich nieder, um in uns zu ruhen; die Hochzeit des Lammes.

 

Nur wenn wir die persφnlichen Erfόllungen der sieben levitischen Feste erleben, werden uns die groίartigen, Kφnigreichs-weiten historischen Erfόllungen zugute kommen.

 

Laίt uns nun einen nδheren Blick auf die persφnlichen Erfόllungen der sieben Feste werfen.

 

Das Passah

 

Das Passahfest (2. Mose, Kapitel 12) stellt das Wirken des Leibes und des Blutes von Gottes Lamm, Christus, in unseren Persφnlichkeiten dar. Das Blut Christi ermφglicht es uns, den Anklδger zu όberwinden.

 

Und sie haben ihn όberwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis in den Tod. (Offenbarung 12, 11)

 

Das Blut Christi schόtzt uns vor dem Zorn Gottes (2. Mose 12, 13; Rφmer 5, 9; 1. Thessalonicher 1, 10; Offenbarung 19, 13).

 

Das Blut Christi vergibt uns unsere Sόnden (Matthδus 26, 28; Rφmer 3, 25).

 

Das Blut Christi entfernt unsere Sόnden (Hebrδer 10, 4, 11-14; 1. Johannes 1, 9; 3, 5-8).

 

Der Leib und das Blut Christi sind unser ewiges Auferstehungs-Leben (Johannes 6, 54).

 

Von der Kirche wird als von der Braut des Lammes gesprochen, weil die Heiligen durch das Essen und das Trinken des Lammes eins werden mit dem Lamm (2. Mose 12, 8; Johannes 6, 56-57; Offenbarung 21, 9).

 

Damit uns der Tod Christi, Gottes Lamm, am Kreuz von Golgatha zugute kommt, mόssen wir durch den Glauben persφnlich von den Gφttlichen Tugenden Gebrauch machen, die im Leib und im Blut Christi sind; und das gleiche auch fόr die όbrigen Feste des Herrn.

 

Das Fest der Ungesδuerte Brote

 

Wδhrend der Woche der ungesδuerten Brote mόssen die Juden allen Sauerteig aus ihren Hδusern entfernen.

 

Um gerettet zu sein, mόssen wir den „Sauerteig der Boshaftigkeit und Schlechtigkeit“ der Welt wegtun (1. Korinther 5, 8).

 

Die Schrift befiehlt uns, zu bereuen und getauft zu werden (Apostelgeschichte 2, 38). Wir mόssen unsere Sόnden abwaschen (Apostelgeschichte 22, 16).

 

In der Wassertaufe treten wir in den Tod Christi ein (Rφmer 6, 3). Weil Christus in das Totenreich hinabgegangen ist (Apostelgeschichte 2, 31; Jona 2, 2), ist ein Weg fόr uns bereitet worden, unversehrt durch den Tod hindurchzugehen (1. Korinther 15, 55). Wenn der Satan versucht, uns durch den Tod hindurch zu folgen, wird das Wasser όber ihn hereinbrechen, wie es dies bei der Armee des Pharao tat.

 

Das sechste Kapitel der Rφmer reprδsentiert unzweifelhaft das Herz des neuen Bundes. Uns wird gesagt, daί, seitdem wir im Wasser getauft worden sind, wir zu berόcksichtigen haben, daί wir mit Christus gekreuzigt worden sind und mit Christus auferweckt worden sind, um in einem neuen Leben zu wandeln.

 

Es ist ein Fall von „Koppelung“; wenn wir unsere Kreuzigung mit Christus als unsere vorher bestimmte Position betrachten und dann unseren Lauf entsprechend den Geboten, die von Christus und Seinen Aposteln gegeben worden sind, ausrichten, werden wir sicherlich an unserem Bestimmungsort angelangen, welcher die Umwandlung in das moralische Ebenbild Christi und die ungestφrte Ruhe im Vater durch Christus ist.

 

Der Christ wird viele Schwierigkeiten auf seiner Pilgerfahrt durch die Wόste dieser Welt vermeiden, wenn er im Augenblick seiner Taufe im Wasser wahrhaftig bereuen wird, sich selber als der Welt gekreuzigt und die Welt ihm gekreuzigt sehend.

 

Das Fest der Erstlingsgarbe

 

Das Fest der Erstlingsgarbe markiert den Beginn der Gerstenernte. Eine der ersten Garben, die geerntet worden ist, wurde zu dem Priester gebracht, der sie vor dem Herrn schwang.

 

Das Prinzip der Erstlingsgarbe ist dieses: Wenn die Erstlingsgarbe der Ernte als heilig dem Herrn beiseite gelegt wird, dann wird auch der Rest der Ernte als heilig dem Herrn betrachtet.

 

So geschieht es, daί, wenn wir von neuem geboren sind, eine „Erstlingsgarbe“ unserer Persφnlichkeit, unseres neuen geistlichen Lebens in Christus, zur rechten Hand Gottes erhoben wird (Kolosser 3, 1-4). Weil Gott das, was in uns geboren worden ist, als Ihm heilig angenommen hat, ist unsere gesamte Persφnlichkeit als heilig dem Herrn angenommen worden (Rφmer 8, 1; 1. Korinther 7, 14; Hebrδer 10, 14).

 

Es ist wichtig fόr Christen, die zukόnftigen Aspekte ihrer Erlφsung zu verstehen. Was wir gegenwδrtig genieίen, ist eigentlich eine Erstlingsgarbe des Heils, welches wδhrend der Tage kommen wird, die die Rόckkehr des Herrn vom Himmel begleiten.

 

Bemerke, daί der Apostel Paulus, als er die Heiligen in Rom ansprach, das Heil mit dem Kommen des Tages Christi gleichsetzte:

 

Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nδmlich daί die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist nun nδher als zu der Zeit, da wir glδubig wurden. (Rφmer 13, 11)

 

„Unser Heil ist nun nδher

 

Unser Heil beginnt unverzόglich, ist ein Prozeί wδhrend unseres gesamten Lebens, und wird bei dem Erscheinen des Herrn zu einer noch grφίeren Herrlichkeit kommen.

 

Unser Glaube grόndet sich auf das Kreuz und schaut auf das Heil, welches kommen wird, wenn der Herr Jesus zurόckkehrt.

 

Vergleiche:

 

Wenn aber dieses anfδngt zu geschehen, dann seht auf und erhebet eure Hδupter, weil sich eure Erlφsung naht. (Lukas 21, 28)

 

„Eure Erlφsung naht sich.“

 

Nochmals:

 

So ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sόnden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sόnde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. (Hebrδer, 9, 28)

 

Die Tumulte und Katastrophen, die in den letzten Tagen dieser Zeit όber die Menschheit kommen werden, werden viel Furcht verursachen. Gottes Auserwδhlte werden ihre Hδupter erheben, da ihre Erlφsung zu dieser Zeit vom Himmel kommen wird.

 

Petrus unterrichtet uns, daί die Kraft Gottes, welche durch unseren Glauben wirkt, uns auf das Heil hin bewahrt, welches in der geistlichen Erfόllungen der letzten drei Feste, die in uns geschehen, offenbart wird:

 

Die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, daί sie offenbar werde zur letzten Zeit. (1. Petrus 1, 5)

 

Der Heilige Geist, den wir jetzt haben, ist ein Unterpfand auf die Erlφsung, welche am Ende der Zeit offenbart werden soll. Da wir jetzt in den letzten Tagen sind, hat das vorweggenommene Werk der Erlφsung mit der Freilassung des Volkes Gottes von den moralischen Fesseln begonnen. Das Zerreiίen der Ketten Satans an uns wird seinen Hφhepunkt in der Erlφsung unseres sterblichen Leibes erreichen. Der letzte Feind, der vernichtet werden wird, ist der Tod.

 

Gottes Versprechen an die Heiligen ist, daί, wenn Christus wiederkommt, die sterblichen Leiber der kφniglichen Priesterschaft, des Herrn siegreiche Richter, erlφst werden sollen (Offenbarung 20, 4-6). Nach diesem wird die Unsterblichkeit im Leib zu allen kommen, die gerettet sind (Offenbarung 21, 4).

 

Es ist die Erlφsung des Leibes, die besonders das „Heil“ ist, das von den Aposteln des Lammes gepredigt wurde. Das ewiges Leben hat vor allem mit dem Leben im Leib zu tun, denn es war leibliche Unsterblichkeit, die Adam und Eva verweigert wurde, als sie aus dem Garten Eden hinausgetrieben wurden.

 

Alle Geister sind ewig. Aber es ist ausschlieίlich in Christus, unserem Baum des Lebens, daί wir das Versprechen haben, wieder auferweckt und dann mit dem Gφttlichen Leben von Gott gefόllt zu werden. Wir, die wir gerettet sind, besitzen das Gφttliche „Pfand“, die Garantie, das Versprechen, das Unterpfand, welches versichert, daί wir in der Persφnlichkeit wieder hergestellt und in die Gegenwart Gottes gebracht werden, wenn der Herr Jesus vom Himmel zurόckkehrt.

 

Es ist der Heilige Geist, der jetzt in uns lebt, welcher sich in unserer sterblichen Gestalt ausdehnen will, diese somit unsterblich machend, wenn der Herr zurόckkehrt.

 

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig (lebend) machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (Rφmer 8, 11)

 

Paulus drδngte vorwδrts zur Bezwingung des letzten Feindes, zur Erlφsung seines sterblichen Leibes.

 

Nicht allein aber sie (die materielle Schφpfung), sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlφsung unseres Leibes. (Rφmer 8, 23)

 

Nochmals:

 

Damit ich gelange zur Auferstehung (griechisch: Heraus-Auferstehung) von den Toten. (Philipper 3, 11)

 

Gott hat uns auf diesen Tag hin versiegelt, auf den Tag der Erlφsung.

 

Und versiegelt und in unsere Herzen als Unterpfand (Versprechen, Garantie) den Geist gegeben hat. (2. Korinther 1, 22)

 

Gott formt uns heute, so daί wir fόr das άberkleiden unseres sterblichen Leibes mit einem „Haus“ vom Himmel vorbereitet sein mφgen – ein Leib der Herrlichkeit, welcher als ein direktes Resultat unserer Antwort auf die Leiden geformt wird (2. Korinther 4, 17-5, 2). Gott hat uns Seinen Heiligen Geist als eine Garantie dieser verheiίenen Erlφsung gegeben.

 

Der uns aber dazu (mit einem herrlichen Leib vom Himmel όberkleidet zu werden) bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand (Versprechen) den Geist gegeben hat. (2. Korinther 5, 5)

 

Nachdem wir an Christus glδubig wurden, versiegelte uns Gott mit Seinem Geist. Gottes Siegel zeigt an, daί wir von allen moralischen Fesseln freigesetzt, von den Toten auferweckt, verherrlicht und in Seine Gegenwart gebracht werden.

 

In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehφrt habt, nδmlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr glδubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheiίen ist, welcher ist das Unterpfand (Versprechen) unseres Erbes, zu unserer Erlφsung, daί wir sein Eigentum wόrden zum Lob seiner Herrlichkeit. (Epheser 1, 13-14)

 

Wir haben demόtig und gehorsam in der Gegenwart des Heiligen Geistes Gottes zu wandeln.

 

Und betrόbt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid fόr den Tag der Erlφsung. (Epheser 4, 30)

 

Der Herr Jesus ist das Alpha und das Omega. Er hat ein gewaltiges Werk in uns begonnen. Er bringt uns, wie Josua in den alten Zeiten, zur Ruhe Gottes, in das beendete Werk, die zeitlose Vision, die Weisheit und Kraft hinter aller Geschichte der Menschheit, die in Gottes Gedanken vollkommen vollendet war, ehe Er den Himmel und die Erde schuf.

 

Gott betrachtet uns als Ihm selber gegenόber in Christus heilig seiend, da das, was Er in uns begonnen hat, heilig ist.

 

Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. (Rφmer 11, 16)

 

Denn mit einem Opfer hat er fόr immer die vollendet, die geheiligt werden. (Hebrδer 10, 14)

 

Wir mόssen uns jedoch darόber klar sein, daί uns diese Perfektion, diese „Heilige Stadt“, allein wegen der Perfektion Dessen zugerechnet wird, der in uns geboren worden ist. Wir mόssen jeden Tag im Glauben vorwδrtsdrδngen, bis wir tatsδchlich das vollstδndige Schneiden der Ernte erfahren.

 

Das Pfingstfest

 

Wδhrend des Wochenfestes (Pfingsten), welches am Ende der Weizenernste kam, wurden zwei groίe mit Sauerteig gebackene Brotlaibe vor dem Herrn geschwungen. Da der Sauerteig (die Sόnde) wδhrend des Festes der Ungesδuerten Brote aus dem Lager entfernt wurde, zieht es der Autor vor, den Sauerteig in den pfingstlichen Brotlaiben fόr den neuen Sauerteig des Himmelreiches zu halten – jener, welcher in uns wirkt, bis unsere ganze Persφnlichkeit in Einheit mit Gott gebracht worden ist.

 

Andere Autoren, vielleicht die Mehrheit, meinen, daί der Sauerteig in den beiden Brotlaiben des Wochenfestes den Leib der Sόnde symbolisiert, welcher immer noch ein Teil von uns ist, obwohl wir mit dem Heiligen Geist getauft worden sind.

 

Diese letztere Interpretation ist heutigentags besonders hilfreich, da es offensichtlich ist, daί der Herr gekommen ist, um Seine Kirche von den moralischen Fesseln zu reinigen. Jene von uns, die in dem Pfingst-Weg fόr einige Jahre gegangen sind, sind sich der Weltlichkeit, der fleischlichen Begierden und der Eigenliebe, welche in den christlichen Kirchen – einschlieίlich jener, die die Taufe mit dem Heiligen Geist betonen – vorherrschend sind, wohl bewuίt.

 

Einige wenden ein, daί, wenn wir errettet und mit dem Geist angefόllt seien, keine Sόnde in uns wohne. Dies ist offensichtlich nicht wahr, wenn man ehrlich zu sich selber ist und sich selber betrachtet.

 

Laίt uns όber drei Aspekte der zwei Brotlaibe, welche wδhrend der jόdischen Feier des Wochenfestes (Pfingsten) geschwungen worden sind, nachdenken:

 

Heiligkeit und Kraft.

 

Zwei Zeugen.

 

Der doppelte Anteil, das Spδtregen-Ausgieίen des Geistes.

 

Die zwei Brotlaibe des Pfingstfestes (Wochenfest) bezeichnen die Heiligkeit und Kraft des wahren Zeugnisses Gottes. Heiligkeit allein bringt kein vollstδndiges Zeugnis Gottes hervor. Groίe Wunder allein bringen kein vollstδndiges Zeugnis Gottes hervor. Damit das Gφttliche Zeugnis vollstδndig ist, muί beides, Heiligkeit und Kraft, in jenen offenbart sein, die das Zeugnis tragen.

 

Ein Zeugnis, das heilig ist, aber welches nicht von irgendeiner Art όbernatόrlicher Offenbarung oder Kraft begleitet wird, kommt nicht von Gott. Wo Jesus ist, werden die Kranken geheilt, Dδmonen werden ausgetrieben, Tote werden auferweckt, die Naturgewalten gehorchen dem gesprochenen Wort.

 

Ein Zeugnis, welches όbernatόrliche Kraft offenbart, jedoch moralisch nicht lauter ist, ist von der geistlichen Welt, aber unrein. Es wird keine Menge an geistlicher Kraft oder Erfolg von dem Herrn Jesus akzeptiert, wenn Unreinheit oder Sόndhaftigkeit vorhanden sind. Jene, die frevelhaft arbeiten, werden stets aus der Gegenwart Christi getrieben werden, ganz gleich wie viel sie offenbar im Himmelreich gewirkt haben (Matthδus 7, 22-23).

 

Nur der Heilige Geist Gottes bringt beides, die Heiligkeit und die Kraft, welche notwendig sind, um von dem wahren Zeugnis Gottes zu zeugen. Es ist der Heilige Geist, der die Gaben und Δmter zuteilt. Es ist der Heilige Geist, der die Frucht von Heiligkeit und Rechtschaffenheit in unseren Leben hervorbringt. Es ist die Kraft des Geistes, die uns zu wahren Zeugen von Jesu Sόhne-Tod und siegreicher Auferstehung macht.

 

Wir όberwinden den Anklδger durch das Wort unseres Zeugnisses (Offenbarung 12, 11), und nur der Heilige Geist kann uns dazu ermδchtigen, das Wort Gottes in Kraft auszusprechen und durch das Wort Gottes zu leben. Das Fleisch des Menschen kann das ewige Zeugnis Gottes nicht hervorbringen. Der Geist des Fleisches ist immer der Feind Gottes. Im Heiligen Geist Gottes ist ausreichend Kraft, die Begierden des Fleisches zu όberwinden (Galater 5, 16).

 

Im Heiligen Geist Gottes ist Trost und Hilfe, wenn wir beschlieίen, das geschriebene Wort Gottes zu unserer persφnlichen άberzeugung und unserem persφnlichen Bekenntnis zu machen, in alles vertrauend, was Gott gesagt hat.

 

Beides, Heiligkeit und Kraft, wurde im Leben des Herrn Jesus Christus, der der wahre und treue Zeuge des Vaters ist, offenbart. Wenn Jesus eine unheilige, sόndige Person gewesen wδre, wer wόrde glauben, daί Er der Sohn Gottes ist? Wenn der Apostel Paulus ein Ehebrecher gewesen wδre, wer wόrde seinen Glauben auf seine Worte bauen? Desgleichen wird niemand glauben, daί eine unheilige Kirche die wahrhaftigen Worte des lebendigen Gottes verkόndet.

 

Wenn Jesus ein heiliges Leben gepredigt und gelebt hδtte, aber hδtte nicht die Kranken geheilt und Dδmonen ausgetrieben, so wόrde Er lediglich als ein weiterer gewissenhafter Rabbi betrachtet werden. Die Autoritδt des Wortes Jesu wurde durch die Manifestationen όbernatόrlicher Kraft bestδtigt, die Seine Befehle begleiteten (Johannes 10, 37-38).

 

Die christlichen Kirchen dόrfen nicht lediglich eine weitere Gruppe philosophischer oder pδdagogischer Institutionen sein. Vielmehr sind die Kirchen die goldenen Leuchter, die Propheten Gottes unter den Menschen. Gott wird die Aussagen der Kirchen in Vollmacht unterstόtzen, wenn sie lernen werden, in Christus zu wohnen und nur in Seinem Geist zu wandeln.

 

Mose und Elia auf dem Berg der Verklδrung reprδsentieren das Gesetz und die Propheten, die Heiligkeit und Kraft des Himmelreiches.

 

Der neue Bund verspricht uns Kraft (Johannes 14, 12) und befiehlt uns ebenso, rechtschaffene, heilige und gehorsame Leben in der Gegenwart des Herrn Jesus zu leben (Philipper 2, 15).

 

Ein zweiter Aspekt der beiden Brotlaibe des jόdischen Pfingstfestes ist die Tatsache, daί Gott zwei Zeugen gebraucht: zum Beispiel Mose und Aaron, Josua und Kaleb, Elia und Elisa. Die Zahl zwei, im biblischen Symbolismus, zeugt von der Autoritδt und Kraft, Zeugnis zu geben. Jesus sandte seine Jόnger jeweils zu zweit aus.

 

Jesus zeugte nicht von Sich selber; der Vater gab Zeugnis mit Ihm:

 

Auch steht in euerem Gesetz geschrieben, daί zweier Menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin' s, der von sich selber zeugt; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir. (Johannes 8, 17-18)

 

Die Apostel Christi zeugten nicht von sich selber, der Heilige Geist zeugte mit ihnen:

 

Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. (Apostelgeschichte 5, 32)

 

In dem Groίen Auftrag befahl uns der Herr Jesus, hinzugehen und alle Nationen der Erde zu Jόngern zu machen. In vielen Fδllen haben wir unsere Aufmerksamkeit eher auf das Predigen von Vergebung und das Bauen von Kirchen als das Bauen von Jόngern fokussiert.

 

Weil wir nicht mit dem Herrn arbeiten und der Herr nicht mit uns arbeitet, haben wir den Groίen Auftrag vom Bauen von Jόngern zum Bauen von Kirchen und Denominationen verδndert. Wir lehren die Glδubigen nicht, Christi Gebote zu halten, aber setzten sie darόber in Kenntnis, daί, weil sie unter der „Gnade“ sind, sie nicht verpflichtet seien, Seine Gebote zu halten.

 

Darum gehet hin und machet zu Jόngern alle Vφlker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthδus 28, 19-20)

 

Wir sehen nicht viele Glδubige in der Zucht des Herrn leben, Seinen Geboten gehorchend. Warum hat die christliche Kirche versagt, Jόnger aus den Vφlkern der Nationen zu machen? Warum sind Vergebung und Rechtfertigung bis zu dem Punkt gepredigt worden, daί dem Bauen der neuen Kreatur lediglich eine Schein-Aufmerksamkeit gegeben worden ist? Warum lehren wir die Glδubigen nicht, sich von ihrem eigenen Leben abzuwenden, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und dem Herrn nachzufolgen? Warum lehren wir die Jόnger nicht, die zahlreichen Gebote des Herrn zu halten?

 

Der Grund ist, daί die Kirchen hδufig die Tatsache ignoriert haben, daί es zwei Personen erfordert, um vom Gφttlichen Zeugnis zu zeugen. Als Er uns den Groίen Auftrages gab, sagte Jesus: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage.“ Wir versuchen, den Groίen Auftrag in unserer eigenen Weisheit und Kraft zu erfόllen, entsprechend unserem eigenen Verstδndnis von dem, was wir meinen, daί der Herr wolle.

 

Es war niemals Christi Absicht, daί die Christen selber hingehen und „fόr“ Ihn arbeiten. Es ist stets Christi Wille gewesen, mit jedem Einzelnen zu arbeiten, den Er zur Arbeit am Kφnigreich berufen hat, jedem, der erwδhlt worden ist, hinauszugehen, um die Nationen zu Jόngern zu machen. Des Herrn Apostel und andere Pastoren mόssen die Jόnger lehren, den Gesetzen des Himmelreiches zu gehorchen.

 

Es mόssen immer die zwei Zeugen da sein – Christus und Sein Diener.

 

Wenn Christus mit uns arbeitet, dann ist es so, als ob ein Elefant mit einer Maus arbeiten wόrde. Obwohl sie zusammenarbeiten mφgen, ist es der Elefant, der eigentlich die Aufgabe erledigt.

 

Wenn wir hinausziehen, um von uns selber aus den Nationen Jόnger zu machen, dann ist es so, als ob ein Maus beschlφsse, daί ihr die Aufgabe όbertragen worden sei, einem Elefant bei dem Entwurzeln gigantischer Bδume zu helfen und diese zu einem bestimmten Ort zu bringen. Wenn die Maus selber voraneilt, um „fόr“ den Elefanten zu arbeiten, haben wir eine ineffektive Situation. Wenn wir Heiligen selber hinausziehen, um aus den Nationen Jόnger zu machen, versuchend „fόr“ Christus zu arbeiten, haben wir eine ineffektive Situation. Wenn der Herr nicht mit uns arbeitet, werden wir die Aufgabe nicht erledigen kφnnen.

 

Woran liegt es, daί die christlichen Kirchen seit zweitausend Jahren versucht haben, abseits der Gegenwart und dem Wirken des Herrn Jesus den Groίen Auftrag zu erfόllen? Es liegt daran, daί wir stolz sind, Gottes Wort und Willen ignorieren, nur wenig von der Natur oder dem Wirken des Himmelreiches verstehen und gefόllt sind mit Sόnde und Selbstsucht und entschlossen sind, unseren eigenen Willen auszufόhren und unsere eigenen Kφnigreiche zu schaffen.

 

Wir befinden uns jetzt in den letzten Tagen des Zeitalters der Kirche. Die Krδfte des Satans fόllen die Erde. Die Finsternis wird intensiver. Bald werden die Herzen der Menschen sie aus Furcht im Stich lassen, wegen der Boshaftigkeit und der Katastrophen, die όberall hervortreten werden.

 

Die Tage des Wirkens der Kirchen abseits von Christus kommen rasch zu einem Ende. Die Kirchen, die fortfahren, in ihrer eigenen Weisheit und Kraft, in ihrem Eigensinn und ihrer Selbstsucht zu wandeln, werden den Geist Gottes verlieren. Sie werden zu „Laodizea“ werden. Sie werden aus dem Mund Christi ausgespien werden. Die Nacktheit „Babylons“ (Mensch-orientierte Christenheit), der Hure, sie, die die Dinge Gottes der Welt verkauft hat, um die Gunst der Welt zu erkaufen, soll aufgedeckt werden.

 

Der Glδubige, welcher sich entscheidet, den Willen Gottes zu tun, muί dem Herrn Jesus erlauben, zu ihm zu kommen und ihn von dem Schmutz des Fleisches und von seinem Eigensinn und seiner Selbstsucht zu reinigen. Er muί lernen, in der Gegenwart des Herrn Jesus still zu werden. Das Lδrmen seines Herzen muί gestillt werden.

 

Christus kommt zu den Kirchen in unseren Tagen. Der Hohepriester Gottes wandelt unter den goldenen Leuchtern. Er klopft an die Herzenstόren der Menschen in dem Zeitalter Laodizeas. Wir mόssen sorgfδltig hinhφren, da Er dabei ist, Sich selbst uns zu offenbaren (Offenbarung 3, 20). Hφret! Hφret! Hφret!

 

Laίt uns niemals vergessen, daί zwei Zeugen erforderlich sind, wenn das Zeugnis wahr sein soll. Christus wird nicht von Sich selber zeugen. Wir kφnnen nicht von uns selber zeugen. Christus, in uns und mit uns wirkend, wird das endzeitliche Zeugnis von dem baldigen Kommen des Himmelreiches auf die Erde geben.

 

Ein drittes Aspekt der zwei Brotlaibe, welche wδhrend der jόdischen Feier des Pfingstfestes geschwungen wurden, ist das Konzept des doppelten Anteils. Die Heilige Schrift spricht von einem doppelten Anteil, einem „Spδtregen“, einem noch nie dagewesenen Ausgieίen des Heiligen Geistes, welche die Ernte der Erde zur Reife bringen soll.

 

Der Symbolismus in Verbindung mit Elia und Elisa bezieht sich auf die Salbung und dann die doppelte Salbung. Die Ereignisse des Lebens Elisas sind bezeichnend fόr das geistliche Amt der zwei Zeugen der Offenbarung, Kapitel 11. Wie Elia (der Heilige Geist, durch Johannes den Tδufer wirkend) den Weg Christi bereitete, so wird „Elisa“ (Jesus, durch die Heiligen wirkend) den Weg des Kφnigs, Jesus Christus, bereiten, wenn Er zurόckkommt, um Seine Erbschaft auf der Erde anzutreten.

 

Wenn nur ein Brotlaib wδhrend des Wochenfestes geschwungen worden wδre, so wόrde das Buch der Apostelgeschichten der Hφhepunkt der grφίten aller christlicher Erweckungen sein. Da aber zwei Brotlaibe geschwungen worden sind, wissen wir, daί sich das grφίte aller Pfingsten am Ende der Zeit ereignen wird – kurz bevor der Herr Jesus wiederkommt.

 

Der Spδtregen, und dann die brennende Sonne der Trόbsal, soll des Herrn Weizen in Vorbereitung auf den groίen Erntetag zur Reife bringen.

 

Die Spδtregen-Erweckung ist jetzt όber uns, aber es wird noch ein viel grφίeres Ausgieίen kommen.

 

Bittet den HERRN, daί es regne zur Zeit des Spδtregens (Ernte-), so wird der HERR, der die Wolken macht, euch auch Regen genug geben fόr jedes Gewδchs auf dem Felde. (Sacharja 10, 1)

 

Laίt uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schφne Morgenrφte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spδtregen, der das Land feuchtet. (Hosea 6, 3)

 

Und ihr, Kinder Zions, freuet euch und seid frφhlich im HERRN, eurem Gott, der euch gnδdigen Regen gibt und euch herabsendet Frόhregen und Spδtregen wie zuvor. (Joel 2, 23)

 

So seid nun geduldig, liebe Brόder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frόhregen und  Spδtregen. (Jakobus 5, 7)

 

Das endzeitliche Amt der zwei Brotlaibe von Pfingsten wird in den beiden Zeugen der Offenbarung, Kapitel 11, geschildert. Die zwei Zeugen stellen in symbolischer Form das Haupt und den Leib Christi dar, welche das Gφttliche, Spδtregen-Zeugnis der letzten Tage tragen.

 

In der Zeit, in der wir leben, wird Christus den Gliedern Seines Leibes erscheinen (Johannes 14, 18-23). Christus wird in und mit Seinem Leib das tun, was die christlichen Kirchen seit der Zeit der Apostel nicht in der Lage gewesen sind zu schaffen. In einer kurzen Weile wird Christus, durch die Glieder und mit den Gliedern Seines Leibes wirkend, von dem baldigen Kommen des Himmelreiches zu jeder Nation auf Erden Zeugnis geben (Matthδus 24).

 

Wir haben die persφnlichen Erfόllungen der ersten vier der sieben Feste des Herrn besprochen:

 

Passah – das Wirken des gebrochenen Leibes und des vergossenen Blutes Christi in unserer Persφnlichkeit.

 

Ungesδuerte Brote – Tod zu der Welt und Auferstehung mit Christus, wie es durch unsere aufrichtige Reue und Teilnahme in der Wassertaufe deutlich gemacht wird.

 

Erstlingsgarbe – wiedergeboren sein und versiegelt durch den Geist auf den Tag der Erlφsung, auf die geistliche Erfόllung der letzten drei Feste.

 

Pfingsten – die Kraft des Heiligen Geistes, die uns befδhigt, ein heiliges Leben zu fόhren und Zeugnis zu geben von dem Herrn Jesus und Seinem Kφnigreich.

 

Diese vier Werke der Erlφsung gehen unserem Eintreten in das Himmelreich voraus. Von ihnen erhalten wir die Autoritδt, die Kraft, die Tugendhaftigkeit und die Weisheit, welche wir besitzen mόssen, wenn wir in der Lage sein sollen, zu der Ruhe Gottes vorwδrtszudrδngen, zu dem Land der Verheiίung, zu der Fόlle der Bewδltigung und Herrschaft, die Gott dem Menschen verheiίen hat.

 

Die persφnlichen Erfόllungen der letzten drei Feste stehen vor der Tόr. Wir mόssen ungeteilter Aufmerksamkeit sein dem Herrn Jesus zu folgen, da Er uns durch den Heiligen Geist zum Sieg im Himmelreich bringt.

 

Das Himmelreich ist Gott in Christus in den Heiligen, den Willen Gottes in der Schφpfung ausfόhrend und die Gegenwart Gottes zu allen Geschφpfen Gottes bringend.

 

Die letzten drei Feste sind folgende:

 

Posaunen – das Kommen des Kφnigs, um Seine Feinde aus unserer Persφnlichkeit zu vertreiben und um uns als Glied Seiner Armee zu disziplinieren.

 

Sόhnetag – Erlφsung von Gottes Feinden; unsere Aussφhnung mit Gott; die Zubereitung der Braut.

 

Laubhόttenfest – Gott und Christus lassen sich durch den Heiligen Geist zu ewiger Ruhe in uns nieder; die Hochzeit des Lammes.

 

Wenn wir nicht όber Pfingsten hinaus fortfahren, sind wir wie jene, die fόr eine Aufgabe vorbereitet und ausgerόstet worden sind, aber die dann ziellos umherziehen.

 

Eine der entscheidendsten Kenntnisse, welche den Kirchen unserer heutigen Tage gegeben worden ist, betrifft das Ziel der christlichen Erlφsung. Das Ziel der christlichen Erlφsung ist nicht das Erreichen des Himmels als eines Wohnortes. Dies ist nicht biblisch, und solange wir das in-den-Himmel-gehen zu unserem Ziel machen, werden wir in unserer Fδhigkeit aufgehalten werden, in die geistliche Erfόllung der letzten drei Feste einzutreten.

 

Das Ziel der Erlφsung ist das Aufrichten des Himmelreiches, der Herrschaft Gottes. Die Erlφsung, welche in den letzten Tagen kommen wird, ist die Freisetzung von Gottes Auserwδhlten und letztlich der Nationen der Erde von den Ketten Satans. Das Kφnigreich kommt durch die Zerstφrung der Werke des Teufels.

 

Gott hat versprochen, im Alten Testament und im Neuen Testament, zu kommen und die Werke des Satans auf der Erde zu zerstφren. Dies ist die Erlφsung, von welcher die Heilige Schrift spricht. Das ist das Kommen des Himmelreiches auf die Erde. Dies ist das Ziel, das Heil, die Ruhe, welche symbolisch durch die sieben levitischen Feste dargestellt wird.

 

Die gegenwδrtige Bewegung des Geistes Gottes hin zu den Juden ist von groίer Bedeutung. Es geschieht durch die Juden und durch die Stadt Jerusalem, daί das Himmelreich auf die Erde kommen soll. In den letzten Tagen wird das geistliche Kφnigreich der Christen mit dem natόrlichen Israel verschmelzen, welches in der geistlichen Wiedergeburt der Juden, durch Christus, enden wird.

 

Die Verschmelzung des geistlichen Israel mit dem natόrlichen Israel kann in kleiner Form gesehen werden, da christlichen Menschen heute zu dem umkδmpften Volk und Land Israels hingezogen werden. Der gegenwδrtige Wunsch inbrόnstiger Christen, das natόrliche Israel zu unterstόtzen und Teil des Landes und des Volkes zu werden, deutet das Kommen des Himmelreiches auf die Erde an.

 

Durch das Blut des Passah gedeckt, wiedergeboren und mit dem Heiligen Geist getauft zu sein, beinhaltet nicht den Sinn der christlichen Erlφsung. Vielmehr sind es diese drei Aspekte der Gφttlichen Gnade: die Autoritδt, die Tugendhaftigkeit und die Kraft, die es uns ermφglichen, in den Heils-Prozeί einzutreten, welcher ist, von der Person und den Werken Satans befreit und in vφllige Einheit mit dem Vater durch Christus gebracht zu werden.

 

In der Ruhe Gottes zu sein (Hebrδer 4, 1) heiίt, frei zu sein von jeglicher Spur des Einflusses des Satans und eins zu sein mit Gott durch Jesus.

 

Es ist heute an der Zeit, „das Kφnigreich einzunehmen“, das heiίt, in die Ruhe einzutreten, welche fόr Gott und uns von der Erschaffung der Welt an bereitet wurde.

 

Das Blasen der Posaunen

 

Das Blasen der Posaunen markiert den Beginn unseres Eintritts in das Himmelreich. Die ersten vier Feste rόsten uns, wie wir dargelegt haben, mit der Autoritδt, der Kraft und Tugendhaftigkeit aus, um in das Kφnigreich einzutreten. Aber es geschieht in den Posaunen, daί das Kφnigreich in unsere Seele und unseren Leib in praktischer Kraft eintritt und somit den Beginn des Tuns von Gottes Willen auf Erden, wie er im Himmel vollzogen ist, markiert.

 

Das Himmelreich ist Gott in Christus in den Heiligen, den Willen Gottes auf Erden ausfόhrend, wie er im Himmel ausgeόbt wird. Das Himmelreich ist Gφttliche Herrschaft όber das materielle Gebiet – eine Herrschaft zentriert auf Christus und von Christus umfaίt.

 

Gottes Kφnig kommt mit dem Schall der Posaune.

 

Der Geist Christi in David kόndigte die geistliche Erfόllung des Gedδchtnisses des Blasens der Posaunen an:

 

Machet die Tore weit und die Tόren in der Welt hoch, daί der Kφnig der Ehre einziehe! Wer ist der Kφnig der Ehre? Es ist der HERR, stark und mδchtig, der HERR, mδchtig im Streit. (Psalm 24, 7-8)

 

Der vierundzwanzigste Psalm spricht von der Erde, von Gerechtigkeit, und schlieίlich vom Kommen des Kφnigs durch die ewigen Tόren der Seelen der Menschen. Wenn der Kφnig kommt, ist die Angelegenheit stets jene von Gerechtigkeit auf der Erde, denn das Himmelreich ist Gerechtigkeit, Frieden und Freude auf der Erde, ermφglicht durch die Gegenwart des Heiligen Geistes.

 

Die Posaunen sind nicht erschollen als das Kind Jesus in Bethlehem geboren wurde, da Christus zu dieser Zeit noch nicht in Seiner Majestδt offenbart war. (Jedoch erschien ein Stern zur Ehre des Kφnigs, und vor Jesu Kreuzigung erkannte Ihn der Statthalter Pilatus als Kφnig der Juden an.)

 

Nun kommen wir nahe an den Tag aller Tage, wenn Christus als Kφnig aller Kφnige auf die Erde zurόckkehren wird und die Kφnigreiche dieser Welt Ihm όbergeben werden sollen. Die Nationen und die gesamte Erde gehφren Christus.

 

Zuerst wird der Herr persφnlich zu jedem Glied Seines Leibes kommen. Dann, wenn Sein Werk in Seiner kφniglichen Priesterschaft beendet worden ist, wird Christus mit Seinen Richtern und Herrschern in den Wolken erscheinen. Jedes Auge soll Ihn sehen. Jedes Knie soll sich vor dem Herrn der Herren beugen. Jede Zunge soll bekennen, daί Jesus Herr ist.

 

Das Kommen Christi zu Seiner Gemeinde vor Seinem Kommen in den Wolken des Himmels wird in der Heiligen Schrift angekόndigt. Die deutlichste Aussage des Erscheinens des Herrn Seinen Heiligen gegenόber wird von Jesus selbst in Johannes 14, 18-23 beschrieben. Dies ist ein persφnliches Kommen Christi, des Kφnigs, zu dem Glδubigen. Es ist eine individuelle Erfόllung des Festes der Posaunen.

 

Bemerke sorgfδltig:

 

Ich will euch nicht als Waisen zurόcklassen; ich komme zu euch. (Johannes 14, 18)

 

„Ich komme zu euch.“

 

Offensichtlich ist dieses ein Kommen des Herrn vor Seinem Erscheinen in den Wolken des Himmels. Einige wenige Verse vor diesem (Johannes 14, 3) hatte Jesus gesagt „Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen.“ Da das vierzehnte Kapitel des Johannes-Evangeliums die geistliche Erfόllung des levitischen Laubhόttenfestes betont und nicht die Wiederkunft Christi mit Seinen Heiligen und heiligen Engeln, ist es unsere Sichtweise, daί beide, Johannes 14, 3 und 14, 18, von dem Kommen Christi zu dem einzelnen Heiligen spricht. Kein Vers betont Christi weltweites Erscheinen, wenn „jedes Auge ihn sehen soll.“

 

Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. (Johannes 14, 19)

 

Die Welt wird Christus nicht vor Seinem Kommen in den Wolken des Himmels sehen. Aber die Heiligen werden Ihn tatsδchlich sehen. Wδhrend wir όber das Fest von Pfingsten hinaus vorwδrtsdrδngen, wird der Herr Jesus zunehmend real fόr uns werden. Es ist nun an der Zeit fόr den Herrn, Seinen Heiligen in viel grφίerer Klarheit zu erscheinen, als es bis zu diesem Punkt unsere Erfahrung gewesen ist.

 

Nun ist die Stunde fόr Christus, Seiner Gemeinde nahezukommen und in und mit Seinen Heiligen in einem grφίeren Ausmaί zu sein, als wir geglaubt haben, daί unserer Anteil in dem Zeitalter der Kirche sein wόrde. Wir werden Ihn sehen. Dies ist nicht lediglich eine Redensart in bezug auf das Auge des Glaubens, welches wir soweit in unserer Jόngerschaft geόbt haben.

 

An jenem Tage werdet ihr erkennen, daί ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. (Johannes 14, 20)

 

Der Ausdruck „an jenem Tage“ kommt wiederholt im Buch Jesaja vor und bezieht sich oft auf den Tag des Herrn. Der Tag des Herrn wird zuerst in den Gliedern des Leibes Christi kommen und dann sichtbar und greifbar zu den Nationen der Erde.

 

„Jener Tag“ ist der Tag der vollstδndigen Erfόllung des Laubhόttenfestes. Es ist der Punkt, an welchem Gott und Christus in vollkommener Ruhe in uns sind und wir in ihnen. Es ist die Hochzeit des Lammes. Der Tag des Herrn, der geistlichen Erfόllung des Laubhόttenfestes,  wird lyrisch im zwφlften Kapitel des Buches Jesaja dargelegt.

 

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fόrchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stδrke und mein Psalm und ist mein Heil. (Jesaja 12, 2)

 

Nun zurόck zu den Worten Jesu:

 

Wer meine Gebote hat und hδlt sie, der ist' s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Johannes 14, 21)

 

„Werde Mich ihm offenbaren.“

 

Ist dies nicht ein persφnliches Kommen des Herrn zu uns, welches vor dem Kommen Christi in den Wolken der Herrlichkeit stattfindet?

 

Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, daί Du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? (Johannes 14, 22)

 

Die Antwort auf diese Frage enthόllt die persφnliche, individuelle Erfόllung der letzten drei Feste des Herrn, vor allem des Laubhόttenfestes:

 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. (Johannes 14, 23)

 

Von den obigen Versen her ist es deutlich, daί es ein Kommen des Herrn vor Seinem Kommen in den Wolken des Himmels gibt. Es ist ein persφnliches Kommen zu jedem Glδubigen, der, durch den Geist, die Gebote Christi hδlt.

 

Jene Glδubigen, die im Fleisch leben, werden ebenso das Kommen des Herrn erfahren. Sie werden, ohne daί sie es wahrnehmen, einem feurigen Gericht entgegensehen, welches ihr Fleisch verzehren wird. Ihre Geister mφgen oder mφgen nicht am Tage Christi gerettet werden, abhδngig seiend vom Gericht des Herrn.

 

Die Wiederkunft Christi wird schrittweise stattfinden. Die kφrperliche Auferweckung und Himmelfahrt der Heiligen wird im letzten Schritt stattfinden.

 

So tut nun Buίe und bekehrt euch, daί eure Sόnden getilgt werden, damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muί der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn. (Apostelgeschichte 3, 19-21)

 

Hosea spricht von dem Kommen Christi, welches nicht Sein weltweites Kommen ist:

 

Laίt uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schφne Morgenrφte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spδtregen, der das Land feuchtet. (Hosea 6, 3)

 

„Er wird zu uns kommen.“

 

Dies ist nicht das Erscheinen Christi in den Wolken des Himmels. Vielmehr ist es ein Kommen des Christus zu Seinen Heiligen in der Herrlichkeit und Kraft des doppelten Anteils der Salbung, der endzeitlichen Erweckung, des Spδtregens im ersten Monat (Joel 2, 23).

 

Es wird ein historisches zweites Kommen Christi auf die Erde geben – jenes Kommen, welches die Grundlage der Vision des Buches der Offenbarung (1, 7) ist. Es ist das Kommen, bei welchem Ihn alle Augen sehen werden. Die siegreichen Heiligen werden von den Toten auferweckt, verherrlicht und in die Gegenwart Christi versammelt werden, der in der Luft direkt όber der Erde erschienen ist. Dies ist die Versammlung der Armee des Herrn, der schicksalhafte Augenblick vor dem stόrmischen Kavallerie-Angriff, welcher den Beginn der Schlacht von Harmagedon markiert. 

 

Die Visitenkarte des Kφnigs, das Erschόttern des Firmaments und seiner Himmelskφrper, wird allen gegeben werden zu sehen. Dann wird Er kommen.

 

Sogleich aber nach der Bedrδngnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krδfte er Himmel werden ins Wanken kommen. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit groίer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwδhlten sammeln, von einem Ende des Himmels (der Himmel) bis zum anderen. (Matthδus 24, 29-31)

 

Die Erschόtterungen der Himmel, welche „sogleich aber nach der Bedrδngnis jener Zeit“ stattfinden werden, werden die Welt όberraschend ereilen; denn bis zu jener Stunde – offensichtlich auch in der ganzen Zeit der Bedrδngnis – werden die Nationen der Erde fortfahren, ihre Geschδfte wie gewφhnlich zu erledigen (Matthδus 24, 37-39).

 

Wδhrend dieser Zeit werden die Heiligen „in die Arche der Sicherheit eingetreten“ sein, das heiίt, sie werden in die geistliche Erfόllung des Laubhόttenfestes eingetreten sein. Sie werden in Christus wohnen und Er in ihnen. Wenn die Flut der Zerstφrung kommt, wird es sie nur weiter zur Gegenwart Gottes treiben.

 

Wir glauben von der Schrift her, daί der Herr Jesus durch den Geist zu Seiner Kirche vor Seinem Erscheinen der Welt gegenόber kommen wird. Wir meinen, daί dieser geistliche Aspekt Seines Kommens bereits begonnen haben kann. Es ist eine Zeit des Gerichts, der Zubereitung fόr unseren Eintritt in Jesus in die Feier des Laubhόttenfestes:

 

Dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er' s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn in Stόcke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zδhneklappern. (Matthδus 24, 50-51)

 

Die obige Passage, zusammen mit der Parabel der zehn Jungfrauen (Matthδus, Kapitel 25), kann sich auf das sichtbare, historische Kommen des Herrn beziehen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daί es ein geistliches Gegenstόck gibt, in welchem der Herr im Geist kommt und jene, die Ihm nicht dienen, vom Strφmen der Gφttlichen Absichten entfernt werden.

 

Wie wir dargelegt haben, kann der Prozeί des Entfernens des Unkrauts vom Weizen jetzt stattfinden. Zuerst wird das Unkraut der Sόnde von den Persφnlichkeiten der wahren Heiligen entfernt. Als nδchstes werden jene unter den Glδubigen, die sich weigern, von ihren Sόnden zu lassen, entfernt. Zuerst die Entfernung der Sόnde. Dann die Entfernung der Sόnder.

 

Die Kirche wird schlieίlich ohne Fleck und Runzel sein – eine perfekte, vollendete Braut fόr das Lamm.

 

Mφge der Leser darauf achtgeben, wie er hφrt. Der Herr spricht heute durch den Geist, uns aus der Welt, der Sόnde und der Selbstsucht herausrufend. Die geistliche Finsternis in der Welt nimmt rapide zu. Wir nδhern uns der Mitternachtsstunde. Es ist keine Zeit fόr Sorglosigkeit.

 

Zahlreiche Pastoren und Lehrer wiegen ihre Zuhφrer mit glatten Worten in den Schlaf, indem sie Ihnen Geld, Macht und eine „Entrόckung“, um sie vor Schwierigkeiten zu bewahren, versprechen. Sie befinden sich im Irrtum. Sie hφren nicht auf den Herrn. Sie, und jene, die ihnen folgen, werden in den Tagen, die kommen, sehr leiden. Zion wird durch Feuer gereinigt.

 

Wenn der Herr den Unflat der Tφchter Zions abwaschen wird und die Blutschuld Jerusalems wegnehmen durch den Geist, der richten und ein Feuer anzόnden wird. (Jesaja 4, 4)

 

Viele Passagen der Propheten sprechen von dem Kommen Christi, um Seine Heiligen mit den Feuern Gφttlichen Gerichtes zu reinigen.

 

Bemerke die folgende Beschreibung von dem Kommen des Herrn. Es ist ein plφtzliches Kommen, ein Eingreifen und eine Heimsuchung, welches die Scheinheiligen in Zion όberraschend ereilen wird. Es ist nicht ein Kommen zu der Welt, sondern zu dem Tempel Gottes, zu der Gemeinde, zu Gottes eigenem Volk:

 

Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt! Spricht der HERR Zebaoth. (Maleachi 3, 1)

 

„Der Herr,...wird bald kommen zu seinem Tempel.“

 

Es scheint, daί dies nicht die Wiederkunft Christi auf die Erde in den Wolken der Herrlichkeit ist, sondern das Kommen Christi, um Sein Volk zu richten.

 

Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Die Rache ist mein, ich will vergelten“, und wiederum: „Der Herr wird sein Volk richten“. (Hebrδer 10, 30)

 

Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen kφnnen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wδscher. (Maleachi 3, 2)

 

Dies ist eine wahrheitsgetreue Beschreibung von dem Kommen des Herrn. Erstens wird der Herr kommen, um Sein Volk fόr Seine Wiederkunft auf die Erde zuzubereiten. Zweitens wird der Herr   in den Wolken des Himmels kommen, um gegen den Antichristen Krieg zu fόhren und die Nationen der Erde zu richten.

 

Beachte die Frage „Wer wird bestehen, wenn er erscheint?“

 

Lautet die Antwort, „Derjenige, der den Glauben an Christus bekennt“? Sie lautet keineswegs so! Die einzige Antwort, die Antwort, welche gestern wahr gewesen ist, heute war ist und in Ewigkeit wahr sein wird, lautet wie folgt:

 

Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer schδndlichen Gewinn haίt und seine Hδnde bewahrt, daί er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daί er nichts von Blutschuld hφre, und seine Augen zuhδlt, daί er nichts Arges sehe. (Jesaja 33, 15)

 

Wenn der Herr Jesus kommt, wird er nach dieser Art des Verhaltens in jedem einzelnem von denen Ausschau halten, die den Glauben an Ihn bekennen. Wenn er vorgefunden wird, soll der Einzelne belohnt werden. Er wird das ewiges Leben ererben.

 

Wenn Christus diese Verhaltensweisen nicht findet, wird der Glδubige mit Feuer heimgesucht werden. Wenn er sich in seiner Not zu Gott kehrt, soll er gerettet werden. Wenn er jedoch nicht bereut, sondern statt dessen wδhlt, in seiner Sόndhaftigkeit, Unreinheit und seinem Ungehorsam dem Vater gegenόber fortzufahren, wird er aus dem Weinstock, aus Christus, herausgeschnitten werden. Er wird in die δuίere Dunkelheit geworfen werden.

 

Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Sφhne Levi reinigen und lδutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfer bringen in Gerechtigkeit. (Maleachi 3, 3)

 

Christus kommt, um Seine kφnigliche Priesterschaft zu richten (1. Petrus 2, 9). „Silber“ bedeutet, wie es symbolisch in der Heiligen Schrift benutzt wird, Erlφsung. Christus kommt, um die Erlφsten zu reinigen, um ihren Glauben mit Feuer zu prόfen. Dann werden ihre geistlichen Opfer mit reinen Hδnden und heiligen Herzen dargebracht werden.

 

So ist es heute nicht. Das Glaubensbekenntnis in Christus wird von Unmoral, Begierde, jeder Form von Zwietracht und Uneinigkeit, Eifersucht und Selbstsucht begleitet. Es ist nun Zeit fόr die Braut, sich selber durch den Heiligen Geist fόr das persφnliche Kommen des Herrn zu bereiten. Der Herr Jesus wird zuerst zu der Kirche kommen, so daί die Kirche nicht verdammt werden wird, wenn der Er kommt, um die Welt zu richten.

 

„Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht,“ ruft Maleachi aus. Wann wird sich dieses Kommen ereignen? Sicherlich nicht, nachdem Jesus der Welt in den Wolken des Himmels erscheint.

 

Wir wissen vom 1. Thessalonicher, Kapitel vier, und vom 1. Korinther, Kapitel fόnfzehn, daί der Herr Jesus vom Himmel herabkommen wird und die toten und lebenden Heiligen mit Unvergδnglichkeit όberkleiden wird. Dann werden die Heiligen von der Oberflδche der Erde emporsteigen, um Christus in der Luft zu treffen.

 

Es kann nicht wahr sein, daί Christus die Glieder Seines Leibes auferwecken und verherrlichen wird und sie danach mit Gericht reinigt, mit einer Taufe von Feuer.

 

Ich taufe euch mit Wasser zur Buίe; der aber nach mir kommt, ist stδrker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. (Matthδus 3, 11)

 

Das Gericht an den Heiligen, jenes, welches im vierten Kapitel vom 1. Petrus beschrieben ist, muί stattfinden, bevor der Herr wiederkommt, um uns aufzuerwecken und zu verherrlichen.

 

Denke hierόber nach: die Heilige Schrift lehrt deutlich, daί, wenn Jesus vom Himmel erscheint, wir mit ihm erscheinen werden:

 

Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit. (Kolosser 3, 4)

 

Das Erscheinen der toten und lebenden Heiligen in Herrlichkeit ist im 1. Thessalonicher 4, 14-17 beschrieben. Dies ist die Zeit, wenn Christus mit dem Schmettern der Posaune vom Himmel herabkommt, jene mit Sich bringend, welche in Ihm entschlafen sind. Die toten Heiligen werden aus ihren Grδbern auferweckt werden. Die lebenden Heiligen werden verwandelt werden und dann zusammen mit den auferweckten Heiligen erhoben werden, um den Herrn in der Luft zu begegnen.

 

Wenn wir dies grόndlich durchdenken, dann kφnnen wir erkennen, daί es fόr uns nicht mφglich ist, von den Toten auferweckt zu werden, Unverweslichkeit anzuziehen (1. Korinther 15, 53), aufzufahren, um Christus in der Luft zu begegnen und danach gerichtet und dann von aller Sόnde und Selbstsucht gereinigt zu werden.

 

Der Apostel Petrus spricht von feurigen Erprobungen, welche uns wδhrend unserer Tage auf der Erde prόfen sollen und erklδrt sie dann als Gφttlichen Gericht όber uns.

 

Denn die Zeit ist da, daί das Gericht anfδngt an dem Hause Gottes. Wenn aber zuerst an uns, was wird es fόr ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? (1. Petrus 4, 17)

 

Jakobus warnt uns:

 

Seufzt nicht widereinander, liebe Brόder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tόr. (Jakobus 5, 9)

 

„Der Richter steht vor der Tόr.“

 

Der „Richter“, und der einzige Richter der Menschen, ist der Herr Jesus Christus.

 

Ein Aspekt des Kommens des Herrn Jesus, um Sein Volk zu richten, wird in den ersten drei Kapiteln des Buches der Offenbarung beschrieben. Der Text deutet in keiner Weise darauf hin, daί Gott die Werke des Glδubigen ignoriert, daί sie durch Gnade, abseits von rechtschaffenem Verhalten, gerettet und belohnt sind. Es wird ziemlich genau die gegenteilige Konzeption prδsentiert.

 

Siehe, ich werfe sie aufs Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen haben in groίe Trόbsal, wenn sie sich nicht bekehren von ihren Werken, und ihre Kinder will ich mit dem Tode schlagen. Und alle Gemeinden sollen erkennen, daί ich es bin, der die Nieren und Herzen erforscht, und ich werde geben einem jeden von euch nach euren Werken. (Offenbarung 2, 22-23)

 

Der obige Textausschnitt ist an einen der sieben „Leuchter“ adressiert, an eine christliche Kirche. Es gibt hierbei keinen Hinweis darauf, daί Christen ewige Gemeinschaft mit Gott auf der Basis von zugeschriebener Gerechtigkeit haben sollen.

 

Das zweite und dritte Kapitel des Buches der Offenbarung weisen darauf hin, daί Christus an der Frucht Seines erlφsenden Werkes in uns interessiert ist, nicht an unserem Verweilen in einem rechtlichen Stand der „Gnade“, welcher nicht durch ein verδndertes Leben charakterisiert ist, durch ein gφttliches, rechtschaffenes, heiliges Glaubens-gefόllten Verhalten.

 

Adam und Eva wurden aus dem Garten Eden verstoίen, so daί sie nicht von dem Baum des Lebens essen konnten, auf diese Weise Unsterblichkeit erlangend, wδhrend die Sόnde die Herrschaft όber sie hatte. Wenn sie Unsterblichkeit wδhrend ihres Zustandes der Rebellion gegen Gott den Herrn erlangt hδtten, wδren sie mit den gefallenen Engeln in den tiefsten Abgrund niedergeworfen worden (2. Petrus 2, 4).

 

Ebenso, wenn Gott uns von den Toten auferwecken und uns verherrlichen wόrde, wδhrend wir immer noch durch Sόnde und Eigensinn gebunden sind, wόrde Er unsterbliche Sόnder erschaffen, unsterbliche Aufrόhrer. Wir wόrden nicht lδnger fόr die Erlφsung berechtigt sein. Gott wόrde, in diesem Fall, unser Fleisch unsterblich gemacht haben, wδhrend noch Sόnde in ihm verbleibt.

 

Wir mόssen zuerst gereinigt werden. Wir mόssen, durch den Herrn Jesus, Sόnde und Rebellion όberwinden. Nur dann wird es uns erlaubt sein, von dem Baum des Lebens zu essen (Offenbarung 2, 7).

 

Der letzte Feind, der vernichtet werden wird, ist der physische Tod. Alle anderen Feinde mόssen vernichtet sein, ehe wir bereit sind, daί der letzte Feind vernichtet wird. Wir mόssen gerichtet werden, bevor wir unsere unsterblichen Leiber erhalten.

 

Christus ist zu den Kirchen in unseren Tagen gekommen, um uns fόr das Kommen des Himmelreiches und die Auferstehung von den Toten vorzubereiten.

 

Wenn Christus in den Wolken wiederkommt, wird es eine Braut ohne Fleck und Runzel geben, eine makellose Ergδnzung des Herrn Jesus. Bis zu jener Zeit wird sich die Braut, gefόhrt worden seiend durch den Geist Gottes, bereitet haben. Sie wird ihre Kleider gewaschen und in dem Blut des Lammes weiί gemacht haben.

 

Heute ist die Zeit der Zubereitung, die Stunde der Buίe, sich von unseren Wegen abzuwenden und das Angesicht des Herrn zu suchen. Jegliche Sόnde muί von uns entfernt werden. Wir mόssen lernen, dem Herrn Jesus im sorgfδltigen, Kreuz-tragenden Gehorsam zu folgen.

 

Der Weg des Herrn muί gerade gemacht werden. Die Braut muί von den fleischlichen Kirchen getrennt und dann gereinigt und in Heiligkeit und Treue herrlich gemacht werden, bevor der Herr vom Himmel wiederkommt.

 

Alle Tδler sollen erhφht werden, und alle Berge und Hόgel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hόgelig ist, soll eben werden. (Jesaja 40, 4)

 

Alles wird festgelegt und ewig gemacht werden. Das Heilige soll heilig bleiben und das Unreine soll unrein bleiben.

 

Wer Bφses tut, der tue weiterhin Bφses, und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein; aber wer gerecht ist, der όbe weiterhin Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig. (Offenbarung 22, 11)

 

Es ist einer furchtbare Aussicht, gerichtet und fόr unwόrdig des Himmelreiches befunden zu werden, blind fόr das zu sein, was Christus in und mit Seinen wahren Heiligen tut, von Gott und Seinen Absichten getrennt zu sein.

 

Die Prinzipien des Kφnigreiches, veranschaulicht durch das Gleichnis der zehn Jungfrauen und durch das Gleichnis der Talente (Matthδus, Kapitel 25), werden heute angewendet. Wir wissen, durch die Worte des Apostel Petrus, daί der Gerichtssitz Christi seit dem ersten Jahrhundert in Kraft ist.

 

Die Gleichnisse der zehn Jungfrauen und der Talente lehren uns, daί Wachsamkeit, Zubereitung und Sorgfalt notwendig sind, wenn wir in das Himmelreich eintreten wollen.

 

Auch heute kφnnen jene, denen viel anvertraut worden ist, die Gnade, welche ihnen gegeben worden ist, verlieren und kφnnen – ohne es vielleicht zu bemerken – beginnen, die Gebiete der geistlichen Finsternis zu betreten. Diese Arten von geistlichen Verδnderungen kφnnen sich in Menschen ereignen, ohne daί sie eine klare Vorstellung davon haben, was mit ihnen geschieht.

 

Wir meinen, daί die hebrδischen Propheten mindestens drei Kommen Christi schildern:

 

Sein erstes Kommen als das Baby von Bethlehem:

 

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Stδdten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. (Micha 5, 2; Anmerkung des άbersetzers: gemeint ist Micha 5, 1; dem Autor ist im Originaltext offensichtlich bei der Angabe der Textstelle ein Fehler unterlaufen)

 

Christi zweites Kommen, um Israel, welches alle Seine Heiligen, egal ob Jude oder Nichtjude von physischer Geburt, einschlieίt, zu richten:

 

Wenn der Herr den Unflat der Tφchter Zions abwaschen wird und die Blutschuld Jerusalems wegnehmen durch den Geist, der richten und ein Feuer anzόnden wird, dann wird der HERR όber der ganzen Stδtte des Berges Zion und όber ihren Versammlungen eine Wolke schaffen am Tage und Rauch und Feuerglanz in der Nacht. Ja, es soll ein Schutz sein όber allem, was herrlich ist. (Jesaja 4, 4-5)

 

Christi drittes Kommen in den Wolken des Himmels, um die Welt in Gerechtigkeit zu regieren:

 

Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, daί ihm alle Vφlker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. (Daniel 7, 13-14)

 

Christus wurde von einer Jungfrau im Bethlehem Judδas geboren. Christus ist heute hier unter Seinen Kirchen, um unsere Herzen zu prόfen. Christus wird in den Wolken des Himmels kommen, um Sein Erbe zu empfangen – die Nationen und die δuίersten Gegenden der Erde.

 

Die wichtige Vorstellung, welche wir aus allem diesem gewinnen sollten, ist, daί der Herr heute hier unter uns ist. Jetzt ist die Stunde unseres Heils. Jetzt ist die Zeit, wenn die Braut sich aufmacht, mit dem Brδutigam in heiliger Einheit verbunden zu werden. Wenn wir die gegenwδrtige Stunde der Heimsuchung, welche die persφnliche Erfόllung des Blasens der Posaunen und der letzten beiden Feste ist, verpassen, werden wir nicht in Herrlichkeit offenbart werden, wenn Christus erscheint.

 

Viele Mδchte drδngen auf uns ein. Viele Hόrden und Hindernisse liegen vor uns. Werden wir uns von der gegenwδrtigen Welt abwenden und das Angesicht des Herrn suchen? Werden wir alles verlassen, um dem Kφnig, dem Herrn Jesus Christus zu folgen? Die Frage stellt sich jetzt. Sie muί jetzt entschieden werden, nicht in der Zukunft. Der Herr ist jetzt hier. Gewissermaίen zumindest, antworten die fόnf weisen Jungfrauen jetzt.

 

Du und ich werden auf der Waage gewogen werden. Werden wir als zu leicht befunden werden?

 

Der Herr Jesus ist plφtzlich zu Seinem Tempel gekommen, welcher das Herz des Glδubigen ist. Werden wir in der Lage sein, dem Prόfen und Brennen des Geistes Gottes standzuhalten? Haben wir Ohren, um zu hφren, was der Geist den Kirchen sagt?

 

Christus ruft uns heraus aus Sodom. Schauen wir zurόck? „Denkt an Lots Frau“!

 

Jetzt ist der Gφttliche Termin zum Heil. Jetzt ist der Herr zu jenen gekommen, die nach Ihm Ausschau halten, nicht als das Sόndenopfer, um die Schuld unserer Sόnden zu entfernen, sondern als der Herr der Heerscharen, der bereit ist, uns von der Macht des Feindes zu befreien.

 

Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sόnden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sόnde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. (Hebrδer 9, 27-28).

 

Die Erlφsung von Sόnde und Rebellion ist jetzt da, und wir mόssen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit dahin geben, dort hineinzudrδngen.

 

Ester konnte solange nicht vor dem Kφnig erscheinen, bis sie vorbereitet worden war:

 

Wenn aber die bestimmte Zeit fόr eine jede Jungfrau kam, daί sie zum Kφnig Ahasveros kommen sollte, nachdem sie zwφlf Monate nach der Vorschrift fόr die Frauen gepflegt worden war – denn ihre Pflege brauchte so viel Zeit, nδmlich sechs Monate mit Balsam und Myrrhe und sechs Monate mit kostbarer Spezerei und was sonst zur weiblichen Pflege gehφrt. (Ester 2, 12)

 

Sechs Monate der Myrrhe und sechs Monate der kostbaren Spezerei. So stimmt es auch, daί sich jeder Glδubige der „Myrrhe“, den Leiden Christi, unterziehen muί, und dann wird er die „kostbare Spezerei“, die Fόlle der Segnungen des Himmels, erhalten. Nachdem wir beides, die Myrrhe und die kostbare Spezerei, erhalten haben, werden wir bereitet sein, von dem Vater und dem Herrn Jesus voll und ganz aufgenommen zu werden.

 

Kein Heiliger kann vor dem Herrn in Heiligkeit herrlich sein, ehe er oder sie beides, die Myrrhe und kostbare Spezerei und Gewόrze, erhalten hat, das Bittere und das Sόίe, das Schmerzvolle und das Angenehme.

 

Groίe Bedrδngnis wird die Erde bald fόllen. Die Christen werden erbittert verfolgt werden. Zur selben Zeit ist der Herr Jesus bereit, zu kommen und in den Heiligen in einer Fόlle der Herrlichkeit zu wohnen, welche bis jetzt noch nicht unsere Erfahrung gewesen ist.

 

Beides, die Bedrδngnis und die Herrlichkeit, ist notwendig, wenn wir fόr die Gegenwart Christi geeignet sein wollen. Wir mόssen beidem, der Wolke des Segens und dem Feuer des Leidens, folgen, wδhrend wir zur Ruhe des verheiίenen Landes Gottes hinwandern.

 

Der christliche Glδubige, der nach einem Weg sucht, welcher das Leid umgeht, welcher um des Jόngers Kreuz herumfόhrt, macht sich selber der Irrefόhrung verwundbar. Scharen befinden sich heute in Tδuschung. Viele predigen, daί die Heiligen nicht leiden werden, damit gegen den  Apostel Petrus angehend, der uns angeraten hat, uns selber mit einem Sinn des Leidens zu wappnen (1. Petrus 4, 1).

 

Solche Prediger und Lehrer werden die Ewigkeit mit ihren Gefolgsleuten verbringen. Die Prediger selber wurden getδuscht und brachten, ohne es zu bemerken, ihren Hφrern eine falsche Botschaft.

 

Groίe Bedrδngnis und Verfolgung stehen vor der Tόr. Wδhrend die Glδubigen durch feurige Gerichte schreiten, soll das Unkraut vom Weizen getrennt werden. Die Bφsen sollen von der wahren Kirche Christi entfernt werden. Die Tδler sollen erhφht und jene, die in Stolz wandeln, erniedrigt werden. Die rauhen Stellen der Sόnde werden mit Feuer verbrannt und die krummen Gebiete der Selbstsucht werden an das Kreuz genagelt werden. Der Weg des Herrn soll gerade gemacht werden.

 

Wenn des Herrn Volk heute bereut, werden sie sich selber und ihre Lieben retten. Wenn des Herrn Volk nicht bereuen und des Herrn Angesicht suchen wird, so wird Jesus kommen und sie mit feurigen Bedrδngnissen zόchtigen. Dies ist Sein Wort an uns in der Stunde, in welcher wir leben.

 

Der Herr Jesus ist zu uns in dem Geist gekommen. Er wandelt mitten unter den Leuchtern. Seine Augen sind wie eine Feuerflamme. Er steht an der Herzenstόr eines jeden Glδubigen. Er ist gekommen, um den Schmutz der Tφchter Zion abzuwaschen.

 

Wer wird in der Lage sein, in den Tagen, in denen wir leben, zu bestehen? Wir wissen von der Heiligen Schrift, daί, wenn die Sόnde όberhandnimmt, wie es tatsδchlich in unserer eigenen Zeit geschieht, die Liebe der Mehrheit erkalten wird (Matthδus 24, 12).

 

Viele der Heiligen werden wδhrend der Stunde der Bedrδngnis und des Gerichtes, die am Horizont schon sichtbar ist, gereinigt werden.

 

Und einige von den Verstδndigen werden fallen, damit viele bewδhrt, rein und lauter werden fόr die Zeit des Endes; denn es geht ja um eine befristete Zeit. (Daniel 11, 35)

 

Wenn wir die Tόr unserer Herzen Jesus φffnen, wird Er in uns eintreten. Er wird mit uns speisen und wir werden mit Ihm speisen. Die Speise, die wir essen werden, ist Sein Fleisch. Der Trank, den wir trinken werden, ist Sein kostbares Blut (Lukas 22, 15-20).

 

Mit dem Lamm verheiratet zu sein bedeutet, Sein Fleisch zu essen und Sein Blut zu trinken. Mit dem Lamm verheiratet zu sein bedeutet, durch Ihn zu leben, wie Er durch den Vater lebt. Wenn der Herr zu uns kommt und in uns Wohnung nimmt, werden wir wissen, daί Er im Vater ist, und daί wir in Ihm sind und Er in uns ist. Dies ist die innere Dimension der Hochzeit des Lammes und die persφnliche Erfόllung des Laubhόttenfestes.

 

Wenn wir durch das Lamm leben, dann werden wir, wenn Er in den Wolken erscheint, emporgehoben werden, um mit Ihm fόr immer zusammenzusein. Die Geier werden sich sammeln, wo das Aas ist (Matthδus 24, 28). Das Leben Christi in uns ist unsere Auferstehung von den Toten; und diese Auferstehung wird offenkundig werden, wenn Er erscheint. Wenn wir, Glδubige oder nicht, nicht durch Sein Leben in uns leben, werden wir nicht zu Ihm versammelt werden, wenn Er erscheint.

 

Unsere Lehre kann es uns nicht ermφglichen aufzufahren, Christus zu treffen, wenn Er erscheint. Zugeschriebene Gerechtigkeit kann es uns nicht ermφglichen aufzufahren, Christus zu treffen, wenn Er erscheint. Es ist Sein Leben in uns, das es uns ermφglicht aufzufahren, Christus zu treffen, wenn Er erscheint.

 

Wenn wir Christus den Kφnig heute nicht in uns bis zu dem Grad empfangen, daί Sein Leben jeden Bereich unseres Seins ausfόllt, werden wir nicht an der ersten Auferstehung von den Toten teilhaben. Die erste Auferstehung von den Toten muί erlangt werden, indem wir die Kraft der Auferstehung Christi und die Gemeinschaft Seiner Leiden kennenlernen (Philipper 3, 10-11).

 

Die Kriegsposaune ertφnt heute in den Kirchen, das Kommen des Kφnigs, unseres Erlφsers, ankόndigend. Indem wir die ewigen Tόren unseres Herzens auftun, zieht der Kφnig der Ehre in uns ein und bleibt in uns. Der Herr ist ein Mann des Krieges. Er ist gekommen, um Krieg gegen jede Macht in unserem Leben zu fόhren, die nicht in vφlliger Unterwerfung unter Ihn ist.

 

Machet die Tore weit und die Tόren in der Welt hoch, daί der Kφnig der Ehre einziehe! Wer ist der Kφnig der Ehre? Es ist der HERR, stark und Mδchtig, der HERR, mδchtig im Streit. (Psalm 24, 7-8)

 

Das Blasen der Posaunen (Rosh Hashanah) ist der Neujahrstag im heutigen jόdischen Kalender.

 

Die Posaunen kόndigen das Fest an, welches in wenigen Tagen folgt – den Versφhnungstag (Yom Kippur). Das Kommen des Kφnigs bringt uns umgehend in den Versφhnungstag, in das Werk unserer άbereinstimmung mit der ganzen Person und dem Willen Gottes. Erst nachdem unser Krieg beendet worden ist, nachdem Aussφhnung mit Gott geschaffen worden ist, sind wir in der Lage, in das Laubhόttenfest (Succoth) einzutreten, in die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes, wo Gott und Christus in uns sind und wir in Ihnen.

 

Der Sόhnetag

 

Wir sind nun zum sechsten Fest des Herrn gekommen. Die Ziffer sechs symbolisiert den Tag, an welchem der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde.

 

Die Heiligen, die Brόder Christi, sind vorherbestimmt worden, in das Bild Christi verwandelt zu werden (Rφmer 8, 29). Deshalb werden die Arbeiten der Gφttlichen Erlφsung nicht aufhφren, bis wir vollkommen in das Bild Christi verwandelt worden und in friedliche Einheit mit Ihm gebracht worden sind. Der zweite Adam und Seine Frau sind der deutlichste Ausdruck der Deklaration: “er machte sie als Mann und Frau.“

 

Der Ausdruck Sόhne hat viele Bedeutungen. Vielleicht faίt der Ausdruck Versφhnung die  verschiedenen Bedeutungen am besten zusammen. Der Sόhnetag kann als der Versφhnungstag betrachtet werden.

 

Die Gφttliche Sόhne besteht aus weit mehr als eine Bedeckung des Sόnders oder eine Vergebung seiner Sόnde oder die Besδnftigung des Zornes Gottes. Die Gφttliche Sόhne beinhaltet alle notwendigen Bereitstellungen, um einen Menschen von der Knechtschaft unter Satan den ganzen Weg hin zur Einheit mit Gott durch Christus zu bringen.

 

Die Gφttliche Erlφsung hat ihre Arbeit in uns nicht vollendet, bis wir vφllig in der Ruhe Gottes sind.

 

Das Heil, das in Christus ist, schlieίt die Vergebung unserer Sόnden ein. Jedoch ist die Vergebung der Sόnde nicht das einzige Merkmal des neuen Bundes, da Sόnden auch unter den Sόndopfern des alten Bundes vergeben wurden. Der hervorstechende Aspekt des neuen Bundes ist, daί unsere Sόnden von uns entfernt sind und wir eine neue Schφpfung im Herrn werden.

 

Jeder Mensch braucht die Erlφsung von Schuld, von geistlichem Tod, von der Macht der Sόnde, von Ungehorsam und vom kφrperlichen Verfall und Tod. Jeder dieser fόnf Aspekte der Erlφsung ist in der Gφttlichen Sόhne eingeschlossen.

 

Der Sόhnetag, der Versφhnung, wird im sechszehnten Kapitel des 3. Buches Mose dargelegt. Zwei Bφcke erscheinen deutlich sichtbar in der Zeremonie.

 

Ein Bock wurde geschlachtet, und sein Blut wurde auf und vor den Gnadenthron als ein Sόndopfer fόr die Kinder Israel gesprengt.

 

Der lebende Bock trug die Missetaten Israels in die Wόste (3. Mose 16, 7-22).

 

Hier sind zwei Dimensionen der Gφttlichen Erlφsung: (1) die Vergebung der Schuld unserer Sόnden; und (2) die Entfernung der Sόnde selbst von uns.

 

Der geschlachtete Bock besδnftigte Gott bezόglich der Schuld der Sόnde. Der lebende Bock entfernte symbolisch die Sόnden des Volkes.

 

Der geschlachtete Herr Jesus befriedigte die Gerechtigkeit Gottes betreffend der Schuld unserer Sόnden. Der lebende Herr Jesus, der Kφnig, ist nun gekommen, um die Macht der Sόnde von uns zu entfernen. Solche Entfernung ist mφglich und rechtmδίig, weil die durch Jesus vollbrachte Sόhne beides autorisiert, die Vergebung und die Reinigung.

 

Der Herr Jesus ist in unseren Tagen zu Seiner Kirche gekommen, um unsere Sόnden von uns zu entfernen. Er ist bereit, die Kraft des Teufels in unseren Persφnlichkeiten zu zerbrechen. Die Sόnde, welche Teil von uns ist, muί entfernt sein, ehe wir in kφrperliche Unsterblichkeit erhoben werden kφnnen.

 

Das zweifache Werk des Herrn, die Vergebung und die Entfernung unserer Sόnden, wird in dem neunten und zehnten Kapitel des Hebrδerbriefes beschrieben.

 

Beachte sorgfδltig die folgenden zwei Verse:

 

Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht; so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sόnden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sόnde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. (Hebrδer 9, 27-28)

 

Hierbei gibt es zwei Parallelen.

 

„Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben“ ist parallel zu „so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sόnden vieler wegzunehmen.“

 

„Danach aber das Gericht“ ist parallel zu „zum zweiten Mal wird er nicht der Sόnde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.“

 

Das Erscheinen Christi, welches in Hebrδer 9, 28 beschrieben wird, beinhaltet mehr als Sein Kommen in den Wolken der Herrlichkeit.

 

Unsere Erlφsung von den Nφten des Lebens und von den Fesseln unseres Fleisches wird geschehen, wenn Er erscheint, vorausgesetzt, daί wir in freudiger Erwartung Seiner herrlichen Gegenwart wachen.

 

Aber bevor uns die Fόlle der Erlφsung gegeben werden kann, muί dort ein Kommen Christi in Gericht sein – ein Gericht, welches zur Erlφsung von den Fesseln der Sόnde in unserer Persφnlichkeit fόhrt. Das vorherige Kommen Christi zu jenen, die nach Ihm Ausschau halten, wird in Maleachi 3, 1 dargelegt: „und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht.“

 

Die erste Parallele assoziiert unseren physischen Tod mit dem Opfer Christi am Kreuz als ein Sόnden-Trδger.

 

Die zweite Parallele assoziiert „Gericht“ mit dem Erscheinen Christi „nicht der Sόnde wegen, sondern zum Heil“.

 

Der zweiten Parallele folgend, geschieht das zweite Erscheinen Christi aus dem Grund heraus, uns in einer Art und Weise zu richten, welche zu unserem Heil fόhrt.

 

Zion muί durch Gericht erlφst werden und, die zu ihr zurόckkehren, durch Gerechtigkeit. (Jesaja 1, 27)

 

Diese Interpretation von Hebrδer 9, 27-28 stimmt mit dem Kontext von Kapitel neun und zehn όberein, und ebenso mit der Ermahnung des Hebrδerbriefes. Die Ermahnung des Hebrδerbriefes ist, daί die Heiligen ihr Heil nicht vernachlδssigen dόrfen, nachdem sie die Grundlagen der Erlφsung erfahren haben, sondern vorwδrtsdrδngen mόssen zu der vollen Inbesitznahme der Ruhe des verheiίenen Landes Gottes.

 

Die Schriften der Apostel lassen keinen Zweifel daran, daί wir Christen feurige Leiden und Prόfungen als Teil unserer Pilgerfahrt durchmachen mόssen, und daί der Zweck dieser Bedrδngnisse ist, daί unsere Sόnden gerichtet und von uns entfernt werden mφgen.

 

Das vierte Kapitel des 1. Petrus erklδrt die persφnliche Erfόllung des Versφhnungstages. Der Versφhnungstag bedeutet die Vergebung unserer Sόnden und die Entfernung unserer Unreinheit von uns.

 

Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehφrt mit der Sόnde. (1. Petrus 4, 1)

 

Wir mόssen, wie es der Herr Jesus Christus tat, leiden, wδhrend wir in der Welt sind. Wir mόssen das Leiden erwarten und so weit als mφglich eine freudige, gehorsame Haltung bewahren. Christus litt wegen des Zweckes der Vergebung und Entfernung unserer Sόnden. Wir leiden, damit die Sόnde von uns entfernt werden mφge. Das Leiden ist ein Gericht όber die Sόnde, welche in unserem Fleisch ist.

 

Aber sie werden Rechenschaft geben mόssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten. (1. Petrus 4, 5)

 

Das christliche Zeitalter ist eines des Gerichtes όber die Sόnde. Die Lebenden werden jetzt gerichtet, und die Toten werden ebenso gerichtet. Die Toten leben vor Gott in der geistlichen Welt, aber werden so gerichtet, als ob sie lebendig im Fleisch wδren (vergleiche 1. Petrus 4, 6; 3, 19).

 

Die Zeit der Erlφsung durch Gericht ist gekommen. Die geistliche Erfόllung des Versφhnungstages ist da.

 

Ihr Lieben, laίt euch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfδhrt zu eurer Versuchung, als widerfόhre euch etwas Seltsames. (1. Petrus 4, 12)

 

Die Leiden, die όber uns kommen, sind Gφttliches Gericht. Sie geschehen aus dem Grund heraus, uns von der Sόnde zu reinigen. Sie sind Teil der geistlichen Erfόllung des Versφhnungstages.

 

Wenn wir den Herrn suchen und in Gottes Willen wandeln, sind die Leiden, welche όber uns kommen, kein Zufall; sie sind keine Zufallsereignisse; sie sind keine Niederlagen durch die Hδnde Satans. Vielmehr sind sie vorgesehen, um uns in Christus vollkommen zu machen.

 

Unsere Bedrδngnisse sind ein nόtzliches Gφttliches Gericht όber uns. Ehe wir gedemόtigt werden, gehen wir in die Irre. Wann immer wir gedemόtigt werden, mόssen wir beten, daί Gottes Wille in jeder Einzelheit unserer Existenz durchgefόhrt werden mφge. Die Lφsungen unserer Probleme werden auf der Stelle kommen oder nach einer Zeitspanne, wenn wir fortfahren, im Gebet bleibend und gehorsam vor dem Herrn zu wandeln. Die Erlφsung wird sicherlich kommen. Wenn wir treu in des Herrn Gefδngnis bleiben, wird Er uns, nachdem Seine Absichten in uns erfόllt worden sind, in einen weiten Raum bringen.

 

Der Gerechte erleidet viele Nφte und Bedrδngnisse. Christus erlφst uns aus jeder Not, aber wir mόssen unaufhφrlich beten.

 

Ehe ich gedemόtigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. (Psalm 119, 67)

 

Denn die Zeit ist da, daί das Gericht anfδngt am Hause Gottes. Wenn aber zuerst an uns, was wird es fόr ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? (1. Petrus 4, 17)

 

Der Gerichtssitz Christi begann, sobald Er zur rechten Hand Gottes auffuhr. Die Heilige Schrift gibt an, daί die Zeit „gekommen ist“. Wir wir es verstehen, ist das christliche Zeitalter eine Epoche des Gerichts, beginnend mit jenen, die dem Herrn am nδchsten sind.

 

Wenn der Herr erscheint, wird das Gericht fortgefόhrt, ausgedehnt bis an die Grenzen des Himmelreiches. Folglich ist der Zweck der tausendjδhrigen Herrschaft Christi (welche die Kφnigreichs-weite geistliche Erfόllung des Versφhnungstages ist) die Aussφhnung von Gottes Auserwδhlten und der Nationen der geretteten Vφlker der Erde mit Gott durch den Herrn Jesus Christus.

 

Jene, die das Gφttliche Gericht erfahren, die Gottes Willen in allen Angelegenheiten tun, die der vφlligen, feurigen Generalόberholung ihrer Persφnlichkeiten zustimmen und mit kooperieren, werden bei dem Erscheinen Christi auferweckt und verherrlicht werden, sie werden auffahren, um Ihn bei Seinem Kommen in der Luft zu treffen. Sie sind Gottes kφniglicher Priesterschaft. άber diese hat der zweite Tod, der Feuersee, keine Macht. Sie sind die siegreichen Heiligen, die Erstlingsgarbe Gottes und des Lammes.

 

Der Rest der Toten wird am Ende der tausendjδhrigen Epoche auferweckt werden. Sie werden zu jener Zeit vor Christus stehen und Rechenschaft όber ihre Taten geben. Jene, deren Namen nicht in des Lammes Buch des Lebens stehen, werden in den See, der mit Feuer und Schwefel brennt, geworfen werden.

 

Wir, die wir jetzt leiden, mόssen geduldig mit Gott sein, begreifend, daί selbst der allergerechteste Heilige mit Schwierigkeiten gerettet wird. Jede Sόnde, jeder Ungehorsam, jede Spur der Rebellion, der Widerspenstigkeit und des Eigenwillens – alles muί durch das Feuer hindurch. Wir sind dazu bestimmt, das Angesicht Gottes zu sehen. Daher kann es keiner Sόnde oder Selbstsucht erlaubt sein, in uns zu verbleiben.

 

Der Herr Jesus ist jetzt hier, um Sein Volk mit Sich selbst auszusφhnen. Der Richter ist da. Das Gericht hat im Hause Gottes begonnen, und es hat mit uns begonnen.

 

Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird dann der Gottlose und Sόnder bleiben. (1. Petrus 4, 18)

 

Die christlichen Verhaltensregeln unserer Tage sind nicht biblisch. Sie sind das Produkt geistlicher Tδuschung und theologischem Irrtums.

 

Wenn Christus heute erscheinen wόrde, ist es wahrscheinlich, daί die meisten von uns bei Seiner Gegenwart verbrannt werden wόrden. Es ist notwendig, daί feurige Bedrδngnisse und Verfolgungen όber uns kommen. Diese werden uns von Sόnde und Selbstsucht reinigen und werden ebenso die wahren Christen von den „Glδubigen“ trennen, die Teil Babylons (Mensch-orientierte Christenheit) sind.

 

Die Tδuschung herrscht im Lande vor. Es wird groίe Trόbsal und Gφttliche Herrlichkeit erfordern, ehe wir fόr des Herrn Rόckkehr bereit sind.

 

Wie viele werden eigentlich bereit sein? Eine Vielzahl? Eine Handvoll?

 

Wenn der Menschensohn wiederkommt, wird Er όberhaupt Glauben auf der Erde finden?

 

Darum sollen auch die, die nach Gottes Willen leiden, ihm ihre Seelen anbefehlen als dem treuen Schφpfer und Gutes tun. (1. Petrus 4, 19)

 

Wir finden das gleiche Prinzip der Vorbereitung durch Feuer im ersten Kapitel von 2. Thessalonicher:

 

Darum rόhmen wir uns euer unter den Gemeinden Gottes wegen euer Geduld und eueres Glaubens in allen Verfolgungen und Bedrδngnissen, die ihr erduldet. (2. Thessalonicher 1, 4)

 

Was ist der Zweck dieser Verfolgungen und Bedrδngnisse?

 

Ein Anzeichen dafόr, daί Gott recht richten wird und ihr gewόrdigt werdet des Reiches Gottes, fόr das ihr auch leidet. (2. Thessalonicher 1, 5)

 

Die Verfolgungen und Bedrδngnisse sind das Gericht Gottes, welches όber die Heiligen kommt, so daί sie nicht verurteilt werden sollen, wenn die Welt gerichtet wird.

 

Wir alle mόssen zu einer Zeit oder zu einer anderen vor Christus stehen. Es ist besser jetzt gerichtet zu werden, wie Gott es will.

 

Wenn wir jetzt nicht gerichtet werden, wie kφnnen wir wiederauferstehen und auffahren, Ihn zu treffen, wenn Er erscheint? Kφnnen wir gerichtet und gereinigt werden, nachdem wir wiederauferstanden, verherrlicht und in Seine Gegenwart gebracht worden sind, um fόr immer mit Ihm zu sein?

 

Der Herr Jesus Selber lernte Gehorsam gegenόber dem Vater, vollkommener mit Gott ausgesφhnt seiend durch die Dinge, die Er erlitt.

 

Denn es ziemte sich fόr den, um dessentwillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, daί er den, der viele Sφhne zur Herrlichkeit gefόhrt hat, den Anfδnger ihres Heils, durch Leiden vollendete. (Hebrδer 2, 10)

 

So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er fόr alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden. (Hebrδer 5, 8-9)

 

Wenn das Ewige Leben Selber Gehorsam gegenόber dem Vater durch Leiden erlernte, wie sollte es anders bei uns sein, die allesamt in Tod, Verderbtheit, Ungerechtigkeit, Begierde und Eigenliebe gebunden sind?

 

Wenn der Tφpfer durch Leiden vollkommen gemacht wurde, wie sollte es anders mit dem Lehm sein?

 

Gott verwundet uns, bevor Er uns heilt. Er schlδgt uns, bevor Er uns verbindet.

 

Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. (Hosea 6, 1)

 

Es ist nicht immer angenehm, durch den Prozeί des Gerichtes und der Aussφhnung zu gehen. Aber das Ende einer solchen Zόchtigung ist die friedfertige Frucht der Gerechtigkeit. Gott tadelt und diszipliniert uns, damit wir Anteil an Seiner Heiligkeit erhalten. Wen Jesus liebt, den tadelt und zόchtigt Er.

 

Des Herrn Volk wird immer mit einem strengeren Maί gerichtet als jene, die nicht Gottes Auserwδhlte sind. Jerusalem erhδlt immer ein Zweifaches fόr ihre Sόnden.

 

Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, daί ihre Knechtschaft ein Ende hat, daί ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des HERRN fόr alle ihre Sόnden. (Jesaja 40, 2)

 

Wenn der Herr durch die ewigen Tore unserer Herzen eintritt, tut Er das als der Herr, stark und mδchtig im Kampf, als General nicht zu bezwingender Krδfte. Er fόhrt Krieg in uns. Wenn dieser Krieg beendet worden ist, ist unsere Gesetzlosigkeit vergeben und von uns entfernt. Aber bis jeder Feind unterworfen worden ist, bleibt Unfrieden in uns.

 

Das Gericht beginnt stets mit jenen, die dem Herrn am nδchsten sind.

 

Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Maίstab gleich, und mir wurde gesagt: Steh auf und miί den Tempel Gottes und den Altar und die dort anbeten. Aber den δuίeren Vorhof des Tempels laί weg und miί ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang. (Offenbarung 11, 1-2)

 

Wir stellen in der obigen Passage das Prinzip des Gerichtes fest, welches mit jenen beginnt, die der Gegenwart Gottes am nδchsten sind. Der Rδucheraltar war das Einrichtungsstόck der Stiftshόtte, welches der Bundeslade und dem Gnadenthron am nδchsten war, in diesem Fall stand er direkt vor dem Vorhang. Der „δuίere Vorhof des Tempels“ bezeichnet ein Gebiet, welches weiter von der Gegenwart Gottes entfernt ist.

 

Wir haben vorher von der persφnlichen geistlichen Erfόllung des Blasens der Posaunen gesprochen, welches das Kommen des Kφnigs zu uns ist. Wenn der Herr Jesus in uns eintritt, treibt Er das hinaus, was Ihm nicht angenehm ist.

 

Und er fand im Tempel die Hδndler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saίen. Und er machte eine Geiίel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schόttete den Wechslern das Geld aus und stieί die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus. (Johannes 2, 14-16)

 

Einer der Gφtter der Welt, und die Wurzel allen άbels, ist die Geldliebe. Die Geldliebe ist in den Herzen des Volkes Gottes im άberfluί vorhanden. Die Prediger des Evangeliums in den wohlhabenden Nationen sind bekannt fόr ihre Appelle fόr Geld und ihre luxuriφsen Lebensstile. Heutzutage ist das Zeugnis Gottes in einigen Lδndern zum grφίten Teil durch die Kommerzialisierung, welche im Werk des Evangeliums geschieht, zerstφrt worden.

 

Der Kφnig kommt. Er wird in die Persφnlichkeiten Seines Volkes eintreten. Wenn Er dies tut, wird die Geldliebe hinausgeworfen werden. Alle Betonung des Geldes wird aus dem Tempel Gottes hinausgetrieben werden. An dessen Stelle sollen Gebet und wahre Anbetung Gottes treten. Niemand kann beiden dienen, Gott und dem Mammon. Jeder von uns muί entscheiden, ob er Gott oder dem Geld vertraut, uns in der Stunde der Not zu bewahren.

 

Die persφnliche Erfόllung des Versφhnungstages ist das „ewige Gericht“, erwδhnt in Hebrδer 6, 2. Ewiges Gericht kommt όber die Dδmonen, όber die Arbeiter der Dunkelheit und ihre Taten.

 

Das Glied des Leibes Christi wird in geistliche Freiheit gebracht werden, vorausgesetzt, es bekennt und verlδίt die Fesseln der Sόnde, welche es veranlassen, den moralischen Gesetzen Gottes nicht zu gehorchen. Der Heilige Geist leitet uns darin, die Taten des Fleisches zu tφten (Rφmer 8, 13; 1. Johannes 1, 9).

 

Keine Sόnde kann in das Himmelreich eintreten. Christus ist gekommen, um die Sόnde in Seinem Leib zu richten. All der Ehebruch, die Unzucht, die Perversion, der Mord, der Haί, die Zwietracht, die Eifersucht, die Boshaftigkeit, das Selbstmitleid, der geistlicher Stolz, die Lόge, das Stehlen, die Betrunkenheit, die Hexerei, die Festlichkeit und die Faulheit muί bekannt und von uns entfernt werden.

 

Die Feuertaufe ist jetzt da. Die Sόnden des Volkes des Herrn werden zum Gericht gebracht. Wir mόssen unsere Sόnden bekennen und dem Herrn erlauben, sie von uns zu entfernen. Wir mόssen unsere Sόnden einem anderen Christen oder unserem Ehemann oder der Ehefrau oder gerade dem Herrn bekennen, entsprechend nach der Art und Weise, in welcher uns der Geist leitet.

 

Wir haben aber sorgsam darin zu sein, einer anderen Person gegenόber so zu bekennen, so daί wir diesem Menschen keinen Schaden verursachen. Manchmal ist es am besten, unsere Sόnden nicht unserem Ehemann oder der Ehefrau zu bekennen, wegen des Schadens, den es ihnen antun wόrde. Wir dόrfen uns nicht von unserer Sorge und Schuld durch das Bekennen einer geliebten Person gegenόber befreien, wenn es ihm oder ihr groίen Kummer bereiten wird.

 

Die Axt ist an die Wurzel der Bδume gelegt. Die Dδmonen sind benannt und aus den Gliedern des Leibes Christi hinausgeworfen worden. Den Dδmonen wird keine Gnade gewδhrt. Jeder einzelne muί bekannt und hinausgeworfen werden. Dies ist ein notwendiger Teil der geistlichen Erfόllung des Versφhnungstages.

 

Diejenigen Glδubigen, die dem Geist Gottes erlauben sie zu reinigen, sollen in geistliche Freiheit gebracht werden, in Vorbereitung fόr die erste Auferstehung von den Toten. Diejenigen, die dem Geist nicht erlauben sie zu reinigen, ganz gleich ob ihr Einwand auf lehrhaftem Miίverstδndnis, geistlichem Stolz oder der Liebe zu ihren Sόnden basiert, werden gebunden bleiben und das Gericht zu einem spδteren Zeitpunkt erwarten. Sie werden nicht an der Auferstehung der kφniglichen Priesterschaft teilhaben, wenn Christus zurόckkehrt.

 

Johannes der Tδufer unterrichtete uns, daί der Herr Jesus bereit ist, Seinen Haushalt mit Feuer zu taufen. Wenn der Herr Jesus zu uns kommt, tauft er uns mit Feuer, um jeden Teil unserer Persφnlichkeit mit der Gegenwart und dem Willen des Vaters auszusφhnen.

 

Es ist wichtig daran zu denken, wδhrend wir durch die Handlungsweisen des Herrn gehen, daί die Freude am Herrn unsere Stδrke ist. Wδhrend wir gerichtet werden, ist es eine Versuchung, in gedrόckte Stimmung und Pessimismus zu verfallen, zu klagen, frustriert und entmutigt zu werden.

 

Kein Zweifel, der Grund, daί die geistliche Erfόllung des Versφhnungstages gegen Ende des Prozesses der Erlφsung plaziert ist, ist, daί es fόr uns nicht mφglich wδre, die feurigen Bedrδngnisse, Handlungen, Untersuchungen und Prόfungen zu einem frόheren Zeitpunkt unserer geistlichen Entwicklung zu ertragen.

 

Wir mόssen daran denken, daί unsere Leiden und Prόfungen aus dem Grund heraus geschehen, uns zu dem Thron der Herrlichkeit zu erheben. Die Braut des Lammes wird ohne Fleck, Runzel, Makel oder irgendeinen Mangel oder irgendeine Art von Befleckung sein. Es darf keine Verderbtheit in ihr sein. Sie ist berufen worden, die vollkommene Ergδnzung des Herrn Jesus Christus zu sein.

 

Gott erzeugt solche Vollkommenheit in uns, und wir haben geduldig mit dem Herrn zu warten, bis Er mit Seiner Arbeit zufrieden ist.

 

Wir haben dargelegt, daί das Ziel der christlichen Erlφsung die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes ist. Die sieben Feste des Herrn stellen sieben Aspekte des Gφttlichen Wirkens dar, welche uns von dem chaotischen Zustand jener, die ohne Christus sind, den ganzen Weg hin zu vollkommener, vφlliger Einheit mit Gott durch Christus bringen.

 

Laίt uns einen kurzen Rόckblick geben, ehe wir zum Laubhόttenfest gehen – das Fest, welches die Fόlle des Heils des Herrn bezeichnet.

 

Die sieben Feste haben groίartige, Kφnigreichs-weite historische Erfόllungen:

 

1. Passah – der Tod Christi am Kreuz von Golgatah.

 

2. Ungesδuerte Brote – das Hinuntergehen Christi in das Totenreich, somit die Sόnde vom Lager entfernend.

 

3. Erstlingsgabe – die Auferstehung Christi von den Toten als der Beginn des Kφnigreiches Gottes.

 

4. Pfingsten – das Herabsenden des Heiligen Geistes vom Himmel.

 

5. Posaunen – die sieben Posaunen des Buches der Offenbarung, abschlieίend mit der Auferstehung der Heiligen und die Wegnahme der Herrschaft όber die Erde von den Bφsen.

 

6. Versφhnungstag – die tausendjδhrige Herrschaft Christi όber die gegenwδrtige Erde.

 

7. Laubhόttenfest – die Herrschaft Christi όber den neuen Himmel und die neue Erde.

 

Die ersten drei Erfόllungen haben sich vor fast zweitausend Jahren wδhrend jener bedeutsamen Woche der Ungesδuerten Brote ereignet. Das vierte, Pfingsten, begann zehn Tage nach der Himmelfahrt Christi und setzt sich bis zum gegenwδrtigen Tag fort. Der „Regen“ fδllt noch immer vom Himmel.

 

Die letzten drei der Kφnigreichs-weiten Erfόllungen werden sich in der Zukunft ereignen.

 

Dann gibt es da die persφnlichen Erfόllungen der sieben Feste, und es sind diese, welche wir studiert haben. Die persφnliche Erfόllungen sollten heute in unseren Leben stattfinden, wδhrend wir vorwδrtsdrδngen zu der Ruhe des verheiίenen Landes Gottes. Nur wenn wir die persφnlichen Erfόllungen erfahren, werden auch die historischen Erfόllungen von Nutzen fόr uns sind.

 

Wir haben bereits die persφnlichen Erfόllungen der ersten sechs Feste beschrieben:

 

Passah – das Wirken des Leibes  und Blutes Christi in unserer Persφnlichkeit.

 

Ungesδuerte Brote – unsere Buίe und Wassertaufe; unser Eintritt durch den Glauben in den Tod und in die Auferstehung Christi; unsere Kreuzigung der Welt und unsere Himmelfahrt im Geist zur rechten Hand Gottes in Christus, gefolgt von einem Leben Kreuz-tragenden Gehorsams durch die Wόste der gegenwδrtigen Welt.

 

Erstlingsgabe – unsere neue Geburt und unsere Versiegelung durch den Heiligen Geist auf den Tag der Erlφsung, das heiίt, auf die geistliche Erfόllung der letzten drei Feste.

 

Pfingsten – die Kraft des heiligen Geistes, die uns gegeben ist, auf daί wir heilig werden mφgen und von dem Herrn Jesus, Seiner Sόhne und Seinem Kφnigreich zeugen.

 

Posaunen – das Kommen des Kφnig zu uns, um Sein Kφnigreich in uns aufzurichten und das Disziplinieren von uns als Soldat Seiner Armee.

 

Versφhnungstag – unsere Aussφhnung mit Gott; die Zubereitung der Braut.

 

Diese sechs Erlebnisse stellen die Grundlage fόr unseren Eintritt in das siebente und letzte Fest dar, das Laubhόttenfest. Das Laubhόttenfest ist die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes. Es ist das Omega, das Ziel, der Gφttlichen Erlφsung. Es ist das Heil in dem vollsten Sinne. Es ist das Eintreten in das Kφnigreich in dem vollsten Sinne. Wir sollten dieses Zieles nicht verpassen, sondern mόssen in Christus vorwδrtsdrδngen, bis wir in die Ruhe Gottes eintreten.

 

Das Laubhόttenfest

 

Das Laubhόttenfest stellt das Omega, die Fόlle der christlichen Erlφsung dar. Das vierzehnte und siebzehnte Kapitel des Johannes-Evangeliums beschreibt die persφnliche, geistliche Erfόllung des Laubhόttenfestes.

 

Es ist unsere Hochzeit mit dem Lammes, unser Bringen in vollkommene, vollstδndige, friedvolle Einheit mit Gott durch Christus. Gott findet Ruhe in uns, und wir finden Ruhe in Gott. Dies ist die Ruhe, das Land der Verheiίung, welches den Heiligen versprochen ist. Alles, was von Nutzen fόr Gott und fόr uns ist, strφmt von unserer Einheit mit Christus.

 

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn' s nicht so wδre, hδtte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stδtte zu bereiten? (Johannes 14, 2)

 

Das Haus Gottes ist Christus. Wir Christen werden zu Rδumen in dem Haus Gottes gemacht, Rδume in Christus. Wir stellen eine Vergrφίerung des Hauses Gottes dar. Wenn wir nicht der Wohnsitz Gottes werden wόrden, wie es Jesus ist, dann hδtte Jesus uns dies gesagt.

 

Das Bauen des Hauses Gottes, des Tempels Gottes, ist eines der wichtigsten Themen der Heiligen Schrift. Der Himmel ist Gottes Thron und die Erde ist Sein Schemel. Aber Gott der Herr, Der ein Geist ist, wόnscht ein Haus fόr Sich selber.

 

Gott war am Anfang auf der Erde. Gott rief Adam nicht vom Himmel zu, sondern vom Garten, wo Er wandelte.

 

Wegen der Rebellion von Adam und Eva zog sich Gottes Gegenwart von der Erde zurόck, die gesamte Natur in einem Zustand der Verderbtheit und des Todes zurόcklassend.

 

Aber es ist nicht Gottes Absicht, in dem geistlichen Gebiet als ein unsichtbarer Geist zu bleiben, wδhrend Seine Kinder auf der Erde blind nach dem Lichte suchen und Dδmonen anbeten. Es ist Gottes Wille, auf der Erde unter seinen Geschφpfen zu leben, und dies ist der Grund, warum Er ein Haus fόr Sich selber baut.

 

Der Herr Jesus Christus ist der Haupt-Eckstein des Hauses Gottes. Gott erschien in der Welt in Seinem Haus, das heiίt, in dem Haupt-Eckstein Seines Hauses. Gott war nicht lδnger unsichtbar, unerreichbar fόr die Menschen. Gott war hier unter uns. Dies war ein Vorgeschmack des Tages, wenn Gott kommen wird, um mit uns fόr immer und ewig zu leben.

 

Der Herr Jesus wird nicht der einzige lebendige Stein in dem Tempel Gottes sein. Eine Anzahl von anderen lebendigen Steinen werden geschnitten und geschliffen. Eines Tages wird das Gebδude fertig sein. Dann werden Gott und Christus in den vollendeten Tempel in Ihrer Fόlle eintreten, und der Tempel Gottes wird aus dem geistlichen Gebiet kommen und in dem physischen Gebiet offenbart werden. Dies ist das Kommen des Himmelreiches, des neuen Jerusalem, der Frau des Lammes auf die Erde.

 

Jesus sprach von dem Tempel Gottes als Er sagte „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.“ Wenn dort in Gottes Haus nicht weitere Wohnungen wδren, dann hδtte der Herr Jesus Sein Kφnigreich zu jener Zeit gegrόndet; der Hauptzweck der anschlieίenden zweitausend Jahre ist die Schaffung zusδtzlicher Rδume in dem Haus Gottes gewesen. Es ist in erster Linie Gottes Haus, Gottes Ruhe, nicht unseres, welches gebaut wird.

 

Jesus ging, um eine „Stδtte“ fόr uns zu bereiten. Der Herr Jesus ging an das Kreuz, Er stieg in das Totenreich hinab. Nach diesem nahm Er Seinen Leib aus der Hφhle des Joseph von Arimathδa zurόck. Vierzig Tage spδter fuhr Er in den Himmel auf, um fόr uns Fόrsprache zu halten. Er sprengte ebenso Sein Blut auf und vor den Gnadenthron im Himmel. Zusδtzlich sandte Er den Heiligen Geist auf die Erde hinab. Alle Handlungen Christi sind mit Blick auf das Ende, eine Stδtte vorzubereiten, in welcher Gott in uns Ruhe finden kann und wir in Gott Ruhe finden kφnnen.

 

Durch die vielen Handlungen der Erlφsung bereitet der Herr Jesus eine Stδtte fόr uns in Ihm und eine Stδtte fόr uns in unserer eigenen Persφnlichkeit vor. Abseits von dem Herrn Jesus sind wir nicht in der Lage, korrekt zu leben, auch nicht in unserer Persφnlichkeit. Abseits vom Herrn zerstφren wir bald unseren eigenen Leib und die Seele.

 

Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Hδnden gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt fόr uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen. (Hebrδer 9, 24)

 

Die Kirche, der Leib Christi, ist die Fόlle des Hauses Gottes.

 

Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. (Epheser 2, 22)

 

Wir sind die Mittel, durch welche Sich der unsichtbare Gott fόr die Nationen der Erde sichtbar und erreichbar machen wird. Wir, die wir Teil von Christus sind, sind jener „Same“, in welchem alle Nationen der Erde gesegnet werden sollen. (1. Mose 22, 18)

 

Und wenn ich hingehe, euch die Stδtte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. (Johannes 14, 3)

 

Der Herr Jesus wird in den Wolken des Himmels erscheinen, uns von den Toten auferwecken und uns dann zu Sich selber in die Luft ziehen. Danach werden wir fόr immer mit dem Herrn sein.

 

Der Kontext von Johannes 14, 3 ist jedoch nicht eine Besprechung des zweiten Kommen des Kφnigs. Es ist vielmehr das geistliche Kommen des Herrn zu Seinem Tempel, wie wir vorher erwδhnt haben (bemerke Johannes 14, 18-23).

 

Christus kommt heute zu uns und nimmt uns zu Sich selber auf, und dies ist der Grund, warum wir das Gericht jetzt durchmachen. Christus befindet Sich stets in dem Zentrum von Gottes Gegenwart und Wille. Das ist der Ort, wo Er uns hinbringt. Solche Nδhe zum Vater fόhrt zu dem Kommen des Gφttlichen Gerichtes όber die Sόnde und die Selbstsucht, die in uns geblieben sind.

 

Die Absicht Christi ist nicht, uns in den Himmel als zu einer Stδtte zu bringen. Seine Bestrebungen sind vielmehr darauf gerichtet, uns in das Zentrum der Gegenwart und des Willens Gottes zu bringen. Mit Ihm zu sein, wo Er ist, bedeutet in dem Zentrum der Gegenwart und des Willens Gottes zu sein.

 

Christus hat es nicht dem Menschen όberlassen, die Blφcke des ewigen Tempel Gottes zu formen. Vielmehr ist Christus heute mitten unter uns, jeden einzelnen der Steine des ewigen Tempel schneidend und schleifend. Er nimmt uns heute, durch den Geist, auf und bringt uns in die ungestφrte Ruhe, in „den geheimen Ort des Allerhφchsten“.

 

„Gehst“ Du im Geist mit Christus „hinweg“? Zieht Er Dich aus Sodom, aus „Babylon“ (Mensch-orientierte Christenheit), aus allem, was korrumpiert und verunreinigt, heraus? Es ist eine himmlische Romanze. Christus zieht uns zu Sich selbst, so daί, wo Er ist, auch wir sein mφgen.

 

Wir raten den Glδubigen nicht, ihre Kirchen zu verlassen. Seine Kirche zu verlassen kann bedeuten, ein weiteres Babylon zu erschaffen. Es ist vielmehr ein Weggehen im Herzen, bis wir mit Jesus und nicht mit unserer Kirche oder dem Werk des Herrn verheiratet sind.

 

Manchmal kommt es vor, daί die Katholische Kirche, welche die herausragende Konfession ist, Menschen einlδdt, mit der Kirche verheiratet zu sein. Dies ist im Himmelreich nicht ausreichend. Von dem Papst an abwδrts hat jeder Glδubige mit dem Lamm Gottes verheiratet zu sein, mit keinem anderen. Jeder von uns muί mit dem Herrn verheiratet sein. In einer anderen Einheit mit einer Institution oder einer himmlischen Persφnlichkeit als mit dem Herrn Jesus zu verbleiben ist Gφtzendienst.

 

Der, der Ohren hat zu hφren, wird hφren, was der Geist den Kirchen unserer Tage sagt.

 

Christus wandelt als der Hohenpriester unter den goldenen Leuchtern, welches die Kirchen der Erde sind. Er trφstet und stδrkt uns, aber tadelt uns auch und warnt uns vor den Konsequenzen, nicht dem Heiligen Geist zu den hohen Ebenen der Heiligkeit und Gerechtigkeit, zu welchen wir berufen worden sind, zu folgen.

 

Jesus spricht zu dem Engel, dem Geist, jeder Kirche. Das Versprechen der Belohnungen gilt dem einzelnen Heiligen, dem, der όberwindet. Jesus kommt zu jedem von uns persφnlich. Jesus wόnscht, jeden von uns zu einer Wohnung in dem Haus des Vaters zu machen. Aber zuerst mόssen wir durch die zahlreichen Prozesse der Aussφhnung hindurchgehen. Es gibt keine Abkόrzungen.

 

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14, 6)

 

„Niemand kommt zum Vater“. Unser Ziel ist nicht der Himmel, es ist der Vater. Der Himmel ist nicht der Vater und der Vater ist nicht der Himmel. Die Sόnde begann im Himmel, aber nicht im Vater. Der Vater ist eine Person.

 

Das Thema des vierzehnten Kapitels von Johannes ist des Vaters Haus, welches Christus ist – Haupt und Leib. Jeder von uns ist berufen worden, eine Wohnung in dem Haus des Vaters zu sein, das heiίt, an der geistlichen Erfόllung des levitischen Laubhόttenfestes teilzuhaben.

 

Ob oder ob wir nicht zu dieser δuίerst hohen Berufung gelangen, hδngt davon ab, ob wir von den Reihen der Vielen, die berufen sind, zu den Reihen der Wenigen, die auserwδhlt sind, hinόbergehen. Wir kφnnen nur dann zu den Reihen der Wenigen, die auserwδhlt sind, hinόbergehen, wenn wir entscheiden, daί Christus allein das Ziel unseres ganzen Lebens ist. Unsere Entscheidung muί fόr die Ewigkeit sein. Solange wir zwiespδltig darόber sind, mit Christus eins zu sein, werden wir nicht erwδhlt werden, eine Wohnung in dem ewigen Tempel Gottes zu sein (Hebrδer 3, 6).

 

Jesus unterrichtet uns deutlich, daί Er das Haus, die Stiftshόtte, Gottes ist, der ewige Wohnsitz des Vaters:

 

Glaubst du nicht, daί ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke. (Johannes 14, 10)

 

Wδhrend wir im vierzehnten Kapitel vorangehen, fδhrt Jesus fort, uns zu zeigen, daί Er nicht der einzige Wohnsitz des Vaters sein wird, daί Er aber, wenn wir Ihm erlauben es zu tun, jeden von uns zu einem Raum in des Vaters Haus machen wird.

 

Ich will euch nicht als Waisen zurόcklassen; ich komme zu euch. (Johannes 14, 18)

 

Dieser Vers gleicht Johannes 14, 3. Es ist das Kommen des Herrn zu jedem Heiligen, um ihn oder sie zu bereiten, ein Raum in des Vaters Haus zu sein.

 

Es ist noch eine kleine Weile, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. (Johannes 14, 19)

 

Wie wir schon vorher sagten, „sehen“ wir Jesus in der gegenwδrtigen Stunde nicht deutlich. Indem wir Ihn in unserer Persφnlichkeit empfangen, und besonders indem wir dahin kommen, durch Sein Leben zu leben anstatt durch das Leben unsers Fleisches und unserer Seele, werden wir anfangen, Ihn deutlicher und deutlicher zu sehen. Die Stunde wird kommen, wenn wir Christus deutlich sehen werden, vorausgesetzt, daί wir in dem Programm der Versφhnung und des Innewohnens vorwδrtsdrδngen.

 

An jenem Tage werdet ihr erkennen, daί ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. (Johannes 14, 20)

 

„An jenem Tage“ spricht von dem Tag, wenn wir mit Christus gekreuzigt sind und das Leben, welches wir eigentlich fόhren, das Leben Jesu ist. Der Herr allein wird an jenem Tag erhφht sein. Dann wird all das Vertrauen und die Freude von Jesaja, Kapitel 12, in uns wahr sein. Dann werden wir in Christus in Gott zur Ruhe gekommen sein.

 

Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, daί du bist zornig gewesen όber mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich trφstest. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fόrchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stδrke und mein Psalm und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schφpfen aus den Heilsbrunnen. (Jesaja 12, 1-3)

 

Bemerke den Ausdruck: „denn Gott der HERR ist meine Stδrke und mein Psalm und ist mein Heil.“ Dies gleicht dem Versprechen Jesu, „denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.“

 

Bezόglich der „Wasser aus den Heilsbrunnen“ sagte der Herr Jesus, wδhrend Er die Feier des Laubhόttenfestes in Jerusalem beobachtete:

 

Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Strφme lebendigen Wassers flieίen. (Johannes 7, 38)

 

Das Fest von Pfingsten (das Wochenfest) wird mit dem Ausgieίen des Heiligen Geistes von oben herab in Verbindung gebracht. Das Laubhόttenfest wird im Gegensatz dazu mit dem Flieίen von Strφmen von Wasser von unserer Persφnlichkeit in Verbindung gebracht. Die Strφme lebendigen Wassers kφnnen nicht von unserer Persφnlichkeit flieίen, bis der Thron Gottes in uns etabliert worden ist, weil die Wasser des ewigen Lebens nur von dem Thron Gottes flieίen.

 

Das „Meer“ der Menschheit ist geistlich tot. Wenn die Heiligen in die Fόlle der geistlichen Erfόllung des Laubhόttenfestes eintreten, wird die Herrlichkeit Gottes von den Heiligen flieίen und das tote Meer der Menschheit bedecken, verursachend, daί die geretteten Vφlker der Erde das ewige Leben erhalten. Folglich wird die Herrlichkeit Gottes die Erde bedecken wie die Wasser (des ewigen Lebens) das Meer (der Menschheit) bedecken.

 

Die weltweite Erlφsung, welche als Resultat dessen stattfinden wird, daί die Heiligen in das Laubhόttenfest eingetreten sind, wird wie folgt beschrieben:

 

Und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt. (Hesekiel 47, 9)

 

Nachdem wir fόr eine Zeit gelitten haben, entdecken wir, daί wir an einen neuen Ort in Gott gekommen sind. Gott und Christus wohnen in uns. Wir werden durch persφnliche Erfahrung erkennen, daί Christus in Seinem Vater ist, und wir in Christus sind, und Christus in uns ist.

 

Gegenwδrtig verstehen wir diese Tatsachen lehrhaft. Wir halten an ihnen im Glauben fest. Wenn wir bereit sind, in dem Geist zu der Fόlle, die Gott fόr uns hat, vorwδrtszudrδngen, werden wir anfangen, die Gegenwart des Vaters und des Sohnes in unserer Persφnlichkeit in einem grφίeren Umfang zu erfahren als wir es bisher erlebt haben. Der Herr Jesus wird zu uns als eine Person, ein Freund, ein Brδutigam, ein δlterer Bruder kommen. Jesus wird viel mehr real fόr uns werden.

 

Wer meine Gebote hat und hδlt sie, der ist' s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Johannes 14, 21)

 

„Wer meine Gebote hat und hδlt sie.“

 

Paulus' Predigt der Gnade kann leicht miίverstanden werden. Paulus' Erklδrung des άberganges von dem Gesetz Mose zu der Gnade Christi kann leicht verzerrt werden zu bedeuten, daί rechtschaffenes und heiliges Verhalten kein Bestandteil der christlichen Erlφsung sind. Es gibt jedoch keinen wahren Glauben an Christus abseits von der Umwandlung des Charakters, welche stets von solchem Glauben herrόhrt.

 

Millionen Christen sind όberzeugt worden, daί wir unter der Gnade nicht verpflichtet sind, die Gebote Christi zu halten. „Es macht nicht allzu viel aus, was wir tun und wie wir leben, denn wir sind durch Gnade gerettet.“ Es wird ein „Zustand der Gnade“ angeboten, der als getrennt von des Glδubigen Persφnlichkeit und Verhalten angesehen wird. Das ist eine Tδuschung von gewaltigem Ausmaί. Das Heil wird eher als ein Fahrschein in das Paradies verstanden als das, was es in Wirklichkeit ist, die Wiederherstellung der menschlichen Persφnlichkeit durch Christus.

 

Als ein Ergebnis dieses weitverbreiteten Miίverstδndnisses der ersten Rφmer-Kapitel halten die Glδubigen nicht Jesu Gebote. Sie wandeln nicht in den Wegen der Gerechtigkeit, der Heiligkeit und des Gehorsams Gott gegenόber, was der Heilige Geist verlangt. Das Zeugnis der Kirchen ist vernichtet worden. Wenn die Glδubigen hinsichtlich der zahlreichen neutestamentlichen Ermahnungen zu Gerechtigkeit, zu Heiligkeit und zu Gehorsam Gott gegenόber ermahnt werden, protestieren sie, daί sie durch Gnade gerettet seien und nicht durch Werke.

 

Die Wahrheit ist, daί kein Christ berechtigt ist, an der geistlichen Erfόllung des Laubhόttenfestes teilzuhaben, bis er oder sie die Gebote Christi hδlt. Wir zeigen unsere Liebe fόr Jesus, wenn wir, durch Seine Tugend und Hilfe, tun, was Er uns sagte zu tun. Dann ist der Vater zufrieden mit uns und liebt uns, weil wir auf Seinen geliebten Sohn gehφrt haben.

 

Der Herr liebt uns, wenn wir Seine Gebote halten, und offenbart Sich uns.

 

Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot, Herr, was bedeutet es, daί du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? (Johannes 14, 22)

 

Wie wird Sich Christus den Heiligen offenbaren und der Welt immer noch nicht erlauben, Ihn zu sehen? Er wird dies durch die persφnliche, geistliche Erfόllung des jόdischen Laubhόttenfestes erreichen.

 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. (Johannes 14, 23)

 

So werden wir zu einem Wohnsitz in des Vaters Haus. Das griechische Substantiv fόr „Wohnung“ in der autorisierten Version von Johannes 14, 23 ist das Substantiv fόr „Herrenhδuser“ in Johannes 14, 2. Somit ist es offensichtlich, daί wir immer noch bei dem Thema von des Vaters Haus sind.

 

Johannes 14, 2 spricht von den „Zellen“ des Laubhόttenfestes. Jeder von uns ist ein „Zelle“, in welche der Vater und der Sohn Sich zur Ruhe niederlassen kφnnen. Hier ist die ewige Ruhe Gottes.

 

Paulus betete fόr die Heiligen in Ephesus, daί sie durch den Heiligen Geist gestδrkt werden mφgen, bis sie in der Lage sind, „mit der ganzen Gottesfόlle erfόllt“ zu werden (Epheser 3, 14-19).

 

Die letzten beiden Kapitel des Buches der Offenbarung zeigen das Kommen des neuen Jerusalem, das die Frau des Lammes ist, auf die neue Erde auf. Das neue Jerusalem ist die Stiftshόtte Gottes, die herniederkommt, um unter den Nationen der geretteten Vφlker der Erde zu wohnen.

 

Das neue Jerusalem ist der Leib Christi, die Kirche, das Himmelreich, der ewige Tempel des lebendigen Gottes. Es ist der Thron Gottes und des Lammes. Es ist der Ausdruck und die Offenbarung dessen, was heute in den Herzen jener lauteren Heiligen geschaffen wird, die bereit sind, in Gott zu dem „Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“ (Philipper 3, 14) vorwδrtszudrδngen.

 

Damit auch die Heiden (Nationen) erfahren, daί ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum fόr immer unter ihnen sein wird. (Hesekiel 37, 28)

 

Wir Christen mόssen lernen, daί Gottes Absichten immer auf Israel hin gerichtet sind. Wir Nichtjuden sind nicht die natόrlichen Zweige. Wir wurden aus dem wilden Φlbaum herausgeschnitten und in den Φlbaum Gottes eingepfropft, das heiίt, in Christus.

 

Die Zeit der Nichtjuden ist beinahe vorόber. Die Vollzahl der auserwδhlten Nichtjuden wird bald in den Φlbaum eingepfropft worden sein. Dann sollen die natόrlichen Zweige zurόck in ihren Φlbaum, in Christus, eingepfropft werden.

 

Das Himmelreich wird zu den Juden kommen. Wir von den Nichtjuden werden das ewige Leben Gottes zum physischen Israel bringen. Dann werden die Juden zurόck in den Baum eingepfropft werden. Sie werden durch den Geist Gottes wiedergeboren werden. Es wird dort eine Konvergenz dessen geben, was von dem himmlischen Jerusalem ist, und dessen, was von dem irdischen Jerusalem ist.

 

Christus wird auf dem Throne Davids in Jerusalem regieren.

 

Sobald die Heiligen in das Stiftshόtte-Erlebnis eingetreten sind, werden die Nationen  der Erde erkennen, daί Gott Christus Jesus gesandt hat, und daί Gott die Heiligen liebt, wie Er Seinen einzigen gφttlichen Sohn liebt.

 

Ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, daί du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. (Johannes 17, 23)

 

Die unsichtbare, geistliche Herrlichkeit Gottes, welche in uns herbeigefόhrt wird, wird in dem Land und Volk von Israel in sichtbare Herrlichkeit gebracht werden. Gottes Verheiίungen durch die hebrδischen Propheten werden buchstabengetreu erfόllt werden. Gott liebt immer noch Sein Volk, welches Er schon vor aller Zeit kannte.

 

Dann wird von den Nationen der Erde verlangt werden, nach Jerusalem zu kommen, ihren Reichtum bringend und anerkennend, daί Gott in Christus in den Heiligen in Jerusalem ist.

 

Und alle, die όbriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jδhrlich heraufkommen, um anzubeten den Kφnig, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhόttenfest zu halten. (Sacharja 14, 16)

 

Denn welche Vφlker oder Kφnigreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und die Vφlker verwόstet werden. (Jesaja 60, 12)

 

Und die Vφlker werden wandeln in ihrem Licht; und die Kφnige auf Erden werden ihr Herrlichkeit in sie bringen. (Offenbarung 21, 24)

 

Wir werden in Einheit mit dem Herrn Jesus Christus gebracht werden. Dies ist die Hochzeit des Lammes. Dies ist das „Stiftshόtte-Erlebnis“.

 

Bemerke, daί die heilige Stadt, das neue Jerusalem, die „Stiftshόtte Gottes“ ist, und ebenso „die Frau, die Braut des Lammes“:

 

Und ich hφrte eine groίe Stimme vom Thron her, die sprach: Siehe da, die Hόtte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. (Offenbarung 21, 3)

 

Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. (Offenbarung 21, 9)

 

Die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes ist Gott in Christus in den Heiligen. Dies ist das Himmelreich. Dies ist das Ziel unserer Erlφsung.

 

Die ganze Bewδltigung und Herrschaft, welche dem Menschen όbertragen worden ist, kann nur dann dahin kommen, rechtmδίig und harmonisch zu sein, wenn Gott in Christus in dem Heiligen ruht, und der Heilige in Christus in Gott ruht.

 

Alle Arbeiten der Erlφsung geschehen mit der Absicht, uns an die Stδtte zu bringen, wo Gott in uns durch Christus ruht.

 

Gott sucht ein Haus, in welchem Er unter den Nationen der Erde leben kann, in welchem man sich Ihm nδhern kann, und von welchem aus Er Seine Geschφpfe regieren und segnen kann. Der unsichtbare Gott macht Sich sichtbar: erstens, durch den Herrn Jesus Christus; zweitens, durch den Leib Christi. Da Christus, der der einzige Tempel Gottes ist, das einzige Haus Gottes, in dem Leib gestaltet wird, werden der Vater und der Sohn dann in dem Leib wohnen.

 

Somit werden die Heiligen durch Christus als ein Bestandteil der Menschwerdung Gottes des Himmels, Der der Schφpfer aller Dinge ist, geschaffen werden.

 

Um in die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes einzutreten, mόssen wir das Wirken des Leibes und des Blutes Christi in unserer Persφnlichkeit erfahren.

 

Wir mόssen bereuen und im Wasser getauft werden, durch den Glauben in den Tod und in die Auferstehung Christi eintretend.

 

Wir mόssen von dem Geist Gottes wiedergeboren sein. Christus muί in uns geboren sein. Gott versiegelt uns mit Seinem Heiligen Geist als einer Garantie, daί Er uns in vφllige Erlφsung bringen wird, einschlieίlich der unsterblich-Machung und Verherrlichung unseres sterblichen Leibes.

 

Christus tauft uns mit dem Heiligen Geist, so daί wir όber die Kraft verfόgen mφgen, von Seinem Tod und Seiner Auferstehung Zeugnis zu geben, und όber die Kraft, die Welt, den Satan und unsere eigenen Begierden und unsere Ichbezogenheit zu όberwinden.

 

Nachdem wir in dem Heils-Programm so weit gebracht worden sind, kommt der Kφnig zu uns persφnlich, um Seine Feinde, die in uns sind, unter Seine Fόίe zu tun und uns an die Stδtte in Gott zu bringen, wo Er selbst wohnt.

 

Jetzt gehen wir durch eine hinausgezφgerte und schwierige Periode der Verblόffung, verschobener Hoffnung, Frustration und jeder anderen Art von Trόbsal und Leiden. Alles dies ist Teil des Gφttlichen Gerichtes όber uns, so daί jedes Element unserer Persφnlichkeit in Unterwerfung zu Christus gebracht werden kann.

 

Nachdem unsere ganze Persφnlichkeit in Unterwerfung zu Jesus gebracht worden ist, verbleibt dort immer noch das Niederreiίen unseres Widerstandes gegenόber des Herrn Wunsch, daί wir eins mit Ihm sein. Herz wird gegen Herz gedrόckt, bis dort eine neue Person ist, die eins mit Jesus ist. Solch ein Vereinigen kann eine Periode der Dunkelheit und eines scheinbaren Verlustes all dessen, was erworben worden ist, mit sich bringen.

 

Schlieίlich treten wir in die Ruhe des verheiίenen Landes Gottes ein. Die Fόlle Gottes wohnt in uns und wir wohnen in der Fόlle Gottes. Gott ruht in uns, und wir ruhen in Gott. Wir sind der Streitwagen Gottes geworden.

 

Wir sind als die Knechte und Sφhne des allerhφchsten Gottes geschaffen worden. Wir werden das Angesicht des Vaters sehen, und Sein Name wird an unseren Stirnen sein. Wir werden durch die Ewigkeit der Ewigkeiten hindurch ein wahres Zeugnis von Gott geben. Wir werden όber die Werke der Hδnde Gottes fόr immer und ewig regieren.

 

Der, der όberwindet, soll alle diese Dinge erben, und Gott wird Sein Gott sein, und er wird Gottes Sohn sein.